Graz: Volle Klassenzimmer als Lärm-Problem

Zu laut: Der Lärm in vielen Klassenzimmern führt bei Kindern und Lehrern zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen.
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Der Ruf nach leiseren Klassenzimmern ist laut. WOCHE-Leser setzen auf kleinere Klassengruppen.

Das Thema Lärm in der Schule ist eines, das die Grazer beschäftigt. Nachdem in der vergangenen Ausgabe der WOCHE Lärmexperte Erich Hotter festhielt, dass der Lautstärkepegel in Klassenzimmern nicht nur zu vermindertem Lernerfolg, sondern auch zu Stresssymptomen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt, meldeten sich zahlreiche Leser zu Wort.

Zu große Klassen

Hotter drängt auf Lösungen für dieses Problem und fordert akustische Sanierungen für die Räume. Schülerin Saskia Zeilinger bestätigt das Problem der "Lärmhöllen" in der Schule, verweist als Ursache aber vor allem auf die zu vollen Klassenzimmer: "Ich sitze täglich mit etwa 33 weiteren Schülern in einer Klasse, obwohl einem oft gesagt wird, dass der 26. Schüler die Klasse teile. Leider ist dem aber nicht so. Viele meiner Klassenkameraden haben nach der Schule Kopfweh oder haben einfach keine Nerven mehr. Auch mir geht es oftmals nicht anders." Die Schülerin weiter: "Obwohl das Teilen einer Klasse sicherlich um vieles einfacher wäre, als wie vom Experten vorgeschlagen, eine Klasse umzubauen, wird es noch immer zu selten gemacht. Ich als Schülerin kann mir sehr gut vorstellen, dass dies den Lärmpegel in einer Klasse erheblich senken würde."
Schülerin Katrin Murlasits bestätigt das Problem der großen Klassen, verweist allerdings auch auf die Eigenverantwortung der Schüler: "Nicht in jeder Klasse gibt es Schwierigkeiten damit, also hängt es sehr von den Schülern ab, denn manche sind aufmerksamer als andere. Wir sind im BORG Dreierschützengasse in den Hauptfächern in kleinere Gruppen getrennt, was sehr hilfreich ist." Allerdings ist zu beachten, dass Gruppenteilungen Schulen oft infrastrukturell und ressourcentechnisch vor Probleme stellen.

Lösungsansätze auf Probe

Auch an der Pädagogischen Hochschule Steiermark ist das Problem bekannt, in der Praxisvolksschule der PH wird auch schon das Projekt "Lernen ohne Lärm" umgesetzt, wie Sonja Zavertanik berichtet. Dieses Projekt soll der Schule dabei helfen, neue Ideen in Sachen Lärmreduzierung im Schulalltag zu finden. Mit den Volksschulkindern werden beispielsweise bereits ab der ersten Klasse Achtsamkeits-, Bewegungs- und Entspannungsübungen in den Erholungsphasen durchgeführt.

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