Sechs Säulen zum Erfolg: Direktorin des Arnold Schwarzenegger Museums Andrea Schmidbauer im Gespräch

Powerfrau für den Terminator: Andrea Schmidbauer möchte das Arnold Schwarzenegger Museum in Thal weiter ausbauen und attraktivieren. "Den Apfelstrudel wird es weiterhin geben", lacht sie.
  • Powerfrau für den Terminator: Andrea Schmidbauer möchte das Arnold Schwarzenegger Museum in Thal weiter ausbauen und attraktivieren. "Den Apfelstrudel wird es weiterhin geben", lacht sie.
  • Foto: Jorj Konstantinov
  • hochgeladen von Martina Maros-Goller

WOCHE: Sie waren zuletzt bei "Neuroth" als Marketingleiterin für die Schweiz tätig und sind nun geschäftsführende Direktorin des Arnold Schwarzenegger Museums "Arnie’s Life" in Thal. Wie kam es zu diesem Wechsel?
Andrea Schmidbauer: Ich habe Europäische Ethnologie studiert und Kulturwissenschaften haben immer mein Interesse geweckt. Durch meine Berufstätigkeit im Marketing und Vertrieb weiß ich, was für das Funktionieren eines Unternehmens wichtig ist. Nunmehr kann ich meine Kompetenzen und Erfahrungen einsetzen und verbinden, worauf ich mich sehr freue.

Sie sind nun seit einem Monat Leiterin des Schwarzenegger Museums. Haben Sie bereits konkrete Pläne, die Sie umsetzen möchten?
Meine Motivation ist es, etwas zu bewegen. Es bietet sich ein breites Spektrum an Möglichkeiten und Ideen, die ich realisieren möchte. So ist die Steigerung der Besucherzahlen eines meiner Ziele, natürlich ist auch das Erwirtschaften von Geldern für den Betrieb wichtig. Weiters sehe ich in dem Museum auch einen Bildungsauftrag, den es zu erfüllen gilt.

Wie möchten Sie das erreichen?
Arnold Schwarzenegger in den Köpfen der Menschen zu manifestieren steht ganz oben auf der Agenda. Diesbezüglich plane ich Projekte mit Kindern und Familien. Ich möchte auch Schulen und Universitäten mit ins Boot holen, um einen Mehrwert für beide Seiten zu schaffen. Im Juli wird Arnold Schwarzenegger 70 Jahre alt und das möchten wir mit einem dreitägigen Geburtstagsfest feiern. Bis Mitte Mai haben wir Familientage, wo es etwa eine Kalifornienreise zu gewinnen gibt. Wir haben also schon einiges vorbereitet und freuen uns auf die bevorstehende Zeit.

Wie sehen Sie Arnold Schwarzenegger und haben Sie ihn bereits persönlich kennengelernt?
Ja, ich hatte die Gelegenheit, ihn bei seinem letzten Graz-Besuch im Rahmen der Special Olympics kennenzulernen. Für mich ist Arnold Schwarzenegger eine beeindruckende Persönlichkeit und ein sehr positives Vorbild. Das möchte ich als Museumsdirektorin auch nach außen tragen. Damit meine ich nicht einzelne Dinge oder Filme, die er gemacht hat, sondern sein Lebenswerk als Ganzes. Er ist ein Beispiel und Vorbild dafür, dass man alles erreichen kann, wenn man will und den Fokus darauf legt.

Seine "Six rules of success", also die "Sechs Regeln zum Erfolg" sind ja weltweit bekannt ...
Wir spielen ein Video über diese Regeln im Museum ab und ich muss wirklich sagen, dass das sehr motivierend ist. Dort spricht er beispielsweise davon, dass man an sich glauben, keine Angst vor Versagen haben, hart arbeiten und auch etwas zurückgeben soll. An diesen Regeln orientiere auch ich mich. Arnold Schwarzenegger kann Menschen mitreißen und ist gerade für Junge ein Vorbild für die Erfüllung der eigenen Ziele und Wünsche durch Disziplin und Fleiß.

Das Museum ist ja in Schwarzeneggers Geburtshaus beheimatet ...
Ja, wobei wir mittlerweile aus allen Nähten platzen. Ich möchte die Räume umgestalten und erweitern. Zurzeit gibt es etwa keinen Platz für einen Museumsshop und ich hätte gerne auch einen Raum, wo Schulklassen Workshops abhalten können. Dann können wir unser Angebot für die Besucher ausbauen und die Besucheranzahl steigern, wenn auch die Attraktivität zunimmt. Das Konzept und die Authentizität sollen natürlich erhalten bleiben.

Redet Arnold Schwarzenegger bei der Gestaltung des Museums mit?
Peter Urdl ist Arnolds Sprachrohr und Vertrauter und Arnold gibt die Leihstücke in seine Obhut und Verantwortung. Er weiß, dass das funktioniert und legt Wert darauf, dass es so gestaltet wird, wie es damals tatsächlich war.

Ist Thal zur Pilgerstätte eingefleischter Schwarzenegger-Fans geworden?
Es kommen Besucher aus der ganzen Welt, nicht nur Amerikaner. Sie sind begeistert vom Museum und vom Rundwanderweg in Thal. Als Naherholungsgebiet ist Thal nicht nur für Touristen, sondern auch für Grazer einladend.

WOCHE-WORDRAP

Schwarzenegger ist für mich ... ein unglaublich besonderer Mensch.
Mein liebstes Ausstellungsstück im Museum ist ... das alte Stahlrohrbett von Arnold.

STECKBRIEF

Geboren am 19.10.1973 in Wien.
Studierte in Graz Ethnologie und in Krems postgradual Marketing.
Hat zwei Kinder.
Ist vielfache Staatsmeisterin im Schach und im Vorstand des Schachverbandes.
Arbeitete im Marketing, Key Account und war selbstständig.

Hier geht es zur Homepage des Arnold Schwarzenegger Museums in Thal.

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