WOCHE-Leserinnen und -Leser meldeten sich zu Wort: "Graz braucht eine Straßenbahn bis zur Uni"

Ist eine derartige Bahn für Graz denkbar?
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Eine Straßenbahnlinie bis zur Uni, eine Mini-Metro, Ja zur U-Bahn, Nein zur U-Bahn: Die Geschichte der Vorwoche zur Forderung Jochen Schönbergers nach einer U-Bahn für Graz ("Es wird endlich Zeit, dass wir bauen beginnen") hat hohe Wellen geschlagen, Ideen und Wünsche zur Grazer Mobilität gibt es reichlich.

Erste Idee schon in 70ern

"Die unbefriedigende Situation im öffentlichen Grazer Verkehr habe ich bereits Mitte der 70er-Jahre moniert und meine diesbezüglichen Ideen an die Stadtpolitik herangetragen. So auch an Helmut Strobl, der damals sehr aktiv war. Ich schlug damals vor, die Straßenbahn in der Innenstadt unter die Erde zu verlegen und zwar so, dass die entsprechenden Anlagen künftig auch für eine U-Bahn genutzt werden könnten", schrieb uns etwa WOCHE-Leser Ingo-Jörg Kühnfels.
Die Idee einer U-Bahn wurde erstmals durch den ehemaligen Stadtpolitiker Helmut Strobl Ende der 90er-Jahre aufgegriffen. Danach erstellte man eine Studie, die Idee wurde jedoch abgelehnt. Jochen Schönberger meinte, dass Graz inzwischen massiv gewachsen sei und aufgrund des Bevölkerungszuwachses eine U-Bahn sowie eine Neuauflegung dieser Studie sinnvoll wäre.

Bim-Ausbau zur Uni

Was allen Reaktionen gemein ist, ist der Wunsch nach dem Ausbau des Straßenbahnnetzes in Graz. Auch an eine Verlängerung nach GU denken manche Leser oder an eine Straßenbahn bis zur Hauptuniversität: "Ein Versäumnis der Stadtregierung ist es, die größte Universität der Stadt nicht an das Straßenbahnnetz anzubinden", lautet ein Hinweis. Derzeit wird die Grazer Karl-Franzens-Universität von vier Bussen erschlossen, jedoch nicht von einer Straßenbahn. Andere Leser fordern eine Lösung aus mehreren Bahn-Optionen.

Unterflur-Straßenbahn?

"Durchaus wäre ein ‚Grazer Modell‘ interessant. Eine Mischung aus Straßenbahn, Stadtbahn und Stadt-Regio-Tram, die abschnittsweise auch unterirdisch als Unterflurstraßenbahn geführt werden könnte. Eine Unterflurstraßenbahn wäre ein Anfang, um die Innenstadt zu entlasten und zu beschleunigen."

Ober- statt unterirdisch

Auch eine "Mono-Rail" kam als Vorschlag. Diese könnte man, so die Meinung von Herrn Guggemos, vom Hauptbahnhof über die Murgasse, Herrengasse bis hin zur Merkur Arena oberirdisch führen. "So wäre die Fußgängerzone unterhalb gesichert und der Verkehr würde oberhalb verlaufen. In Sydney fahren diese Mono-Rails sogar in Kaufhäusern durch und halten dort, dies könnte man ja auch in Graz andenken."

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