Hoejlund, Prass und Co.
So kümmert sich der SK Sturm um seine Zukunftsaktien
- Ihr Herz schlägt (noch) für Sturm: Die "jungen Wilden" rund um Rasmus Hoejlund, Alexander Prass (r.) und Manprit Sarkaria.
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Sturms Entwicklungscoach Günther Neukirchner im Gespräch über die "jungen Wilden" des SK Sturm und wie man auf die Jungstars wie Rasmus Hoejlund, Alexander Prass und viele mehr Acht gibt.
GRAZ. Ganz Fußball-Österreich spricht derzeit über den schwarz-weißen Dänen-Bomber Rasmus Hoejlund, vor allem sein zweites Tor gegen die Salzburger Bullen hat nicht nur den eigenen Anhang verzückt. "Der ist nicht mehr lange bei uns" war nach dem Match der wohl am häufigsten gehörte Satz in der Merkur-Arena.
Am morgigen Mittwoch steht jetzt noch der erste Auftritt auf europäischer Bühne an, in Lodz heißt der Gegner in der Chamipons-League-Quali Dynamo Kiew. Es darf einem also mit Recht Angst und Bange um das 19-jährige Wunderkind aus Dänemark werden.
- Wohin geht die Reise? Das wird sich für Rasmus Hoejliund in den nächsten Monaten weisen.
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"Sturm ist eine Plattform für junge Spieler"
Noch scheint aber alles in Ordnung zu sein, konzentriert sich Hoejlund auf die Grazer Schwarz-Weißen. "Er hat ein sehr vernünftiges Management, auch das Elternhaus passt, die schätzen die Situation sehr realistisch ein", bestätigt Günther Neukirchner, der als "Entwicklungscoach" maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass aus guten jungen Spielern auch gute Profis werden.
Dabei geht ihm die Arbeit nicht aus, denn Hoejlund ist ja nur die Spitze des Eisbergs, rund um ihn gibt es eine ganze Armada an "jungen Wilden" wie Alexander Prass (21), David Affengruber (21), Luca Kronberger (20) oder Amadou Dante (22). "Und man muss hier auch unbedingt die Spieler von Sturm II miteinbeziehen", unterstreicht Neukirchner. Namen wie Paul Komposch, Sandro Schendl, Samuel Stückler, Moritz Wels und Christoph Lang wird man in Zukunft wohl noch öfter hören. "Das sind Spieler in unterschiedlichen Entwicklungsphasen, aber alle haben ein großes Potenzial", ist das Sturm-Urgestein überzeugt.
- Haben derzeit gut lachen: Christian Ilzer und Günther Neukirchner.
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Professionelles Trainerteam bei Sturm
Wie gelingt es, bei Nachwuchsstars so breit aufgestellt zu sein? "Man muss den Jungen eine Plattform bieten, wo sie sich entwickeln können, eine gute Philosophie und Spielidee anbieten." Und natürlich auch Einsatzminuten, wie es Chefcoach Ilzer derzeit möglich macht – das war ja bei Sturm nicht immer so, allzulange haben satte Alt-Profis den Jungen den Weg verbaut.
Dazu kommt, dass sich Sturm im Trainerstab enorm professionalisiert hat, von der Ernährungsberatung übers Athletiktraining bis hin zu Videoanalysen und individueller Betreuung. "Alles basiert auf den vier Säulen, die Spieler taktisch, technisch, physisch und psychisch weiterzuentwickeln", bringt es Neukirchner auf den Punkt.
- Wichtiger Ansprechpartner für den 19-jährigen Dänen: Entwicklungscoach Günther Neukirchner.
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"Hoejlund hat einen starker Charakter"
Zurück zum Dänen-Bomber: Wie geht man mit einem 19-Jährigen um, dem gerade eine ganze Stadt zu Füßen liegt? "Rasmus hat einen starken Charakter, er weiß was er will, wohin sein Weg führen soll. In dieser Entwicklung wollen wir ihn natürlich nicht hemmen. Trotzdem schauen wir immer wieder, dass er am Boden bleibt." Fußball-Profi zu sein, sei ein beinharter Job: "Jedem muss klar sein, dass die Erfolge schon von gestern sind, dass man hungrig bleiben und hart an sich arbeiten muss."
Auf den Rohdiamanten wird jedenfalls gut geachtet, obwohl: "Du weißt ja nie, welcher Verein daherkommt", kennt Neukirchner das schnelllebige Fußballgeschäft nur zu gut. Ein Schicksal wie jenes von Vorgänger Kelvin Yeboah sollte Hoejliund jedenfalls erspart bleiben: Der wechselte ja nach einem starken Halbjahr im schwarz-weißen Dress nach Genua, konnte in 17 Spielen kein einziges Tor erzielen und ist mit der Mannschaft in die zweite Liga abgestiegen.
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