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ÖVP-Gewerkschafter will CO2-Steuer für Amazon, Zalando und Co.

Franz Gosch und Peter Amreich (r.) gegen Kaufkraftabfluss in den heimischen Regionen und fordern CO2-Abgabe für Multis.
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  • Franz Gosch und Peter Amreich (r.) gegen Kaufkraftabfluss in den heimischen Regionen und fordern CO2-Abgabe für Multis.
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Auch wenn im Weihnachtsgeschäft der stationäre Handel gut unterwegs ist – übers Jahr sind die Online-Händler im Vormarsch. Vor allem der multinationale Handel rund um Amazon und Co. profitiert davon, laut einer Wirtschaftskammerstudie geht dem heimischen Handel in diese Richtung rund 1 Milliarde Euro verloren. Und: Mit den umfangreichen Paketlieferungen wird der Online-Handel immer stärker zur Umweltbelastung.

"CO2-Steuer soll die Multis treffen, nicht die Steirer"

Deshalb prescht jetzt Franz Gosch, Landesvorsitzender der Christgewerkschafter (FCG) in der Steiermark vor. Er will die viel diskutierte CO2-Steuer neu definieren:  „Die bisher von Parteien ins Auge gefassten CO2-Steuern gehen für mich in die falsche Richtung. Ich bin strikt dagegen Pendler zu bestrafen, die nun einmal oft auf das Auto angewiesen sind. Der Weg zur Arbeit darf nicht bestraft werden“, stellt Gosch, auch Obmann der Pendlerinitiative, klar. Allerdings: Er setzt sich mit seiner Initiative für eine CO2 Steuer für Große Online-Händler wie Amazon oder Zalando sollen sehr wohl zahlen. "Für diese würde eine CO2-Steuer Sinn machen. Das würde nicht nur das Klima schützen, sondern auch den heimischen Handel begünstigen und die Arbeitsplätze sichern."

Über zwei Drittel bestellen online

Damit hätte man auch einen gewaltigen finanziellen Hebel in der Hand. Denn 68 Prozent der Österreich bestellen online, das sind 5,1 Millionen Menschen. 200 Millionen Pakete wurden allein mit österreichischen Bestellungen auf die Reise geschickt, damit haben sich die Transportzahlen im Vorjahr um rund 15 Prozent erhöht, Tendenz weiter steigend.
Darüber haben sich übrigens auch schon deutsche Wissenschafter Gedanken gemacht. Allein die Retoursendungen belasten das Klima täglich so wie  2.200 Autofahrten von Hamburg nach Moskau. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie, daher fordert der schwarze Gewerkschafter einen „New Green Deal“.
Parallel dazu soll mehr Bewusstsein für den Kauf von heimischen Produkten entstehen, erhält Gosch Unterstützung von Peter Amreich, geschäftsführender FCG-Landesvorsitzender. Auch er will den Konsumenten bewusst machen, dass sie mit ihrer Kaufkraft heimische Betriebe und heimische Arbeitsplätze fördern können. Heimisch kaufen ist die beste Arbeitsplatzinitiative in den Regionen und die Konsumenten haben das in der Hand“, so Peter Amreich. „Eine CO2-Lenkungsabgabe, die die multinationalen Online-Konzerne trifft wäre wünschenswert, da dadurch auch die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Wirtschaft gestärkt wird“, so Gosch und Amreich unisono.

Franz Gosch und Peter Amreich (r.) gegen Kaufkraftabfluss in den heimischen Regionen und fordern CO2-Abgabe für Multis.
Autor:

Roland Reischl aus Graz

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