Businesslunch mit Pilatus
Wo Stil auf guten Geschmack trifft: Businesslunch mit den Pilatus-Geschäftsführern

Neuer Glanz in der Stempfergasse: Nach dem Essen zeigten R. Supper und G. Schröttner den neu gestalteten Store.
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  • Neuer Glanz in der Stempfergasse: Nach dem Essen zeigten R. Supper und G. Schröttner den neu gestalteten Store.
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Seit einem Vierteljahrhundert werden in der Stempfergasse hochwertige Designs und Mode verkauft: Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums hat die WOCHE die Geschäftsführer von Pilatus, Roland Supper und Günter Schröttner, zum Gespräch getroffen.

Auf Ihrer Homepage steht, dass sie "wonderful fashion for wonderful people" verkaufen. Wird dieser Spruch auch gelebt?
Günter Schröttner: Selbstverständlich. Wir verkleiden unsere Kunden nicht, wir kleiden sie ein. Sie müssen sich wohlfühlen. So wie jedes Bild anderes gerahmt wird, so unterschiedlich sind auch die Kunden.
Roland Supper: Insofern ist es sehr wichtig, individuell auf die Bedürfnisse eingehen zu können. Wir entwickeln den Stil gemeinsam mit den Kunden. Man muss aber dann auch den Mut haben, Nein zu sagen, wenn für ihn oder sie kein Kleidungsstück dabei ist.

Wie wird die Mode von Pilatus ausgewählt?
R.S.: Einen Großteil fertigen wir individuell, nach Maß und Wunsch.
G.S.: Wir legen auch sehr viel Wert auf die Stoffe, fahren jedes Jahr zu internationalen Messen. Die Marke ist dabei nicht wichtig, es geht um die einzelnen Teile. 90 Prozent des Erfolges macht der richtige Einkauf aus. Wir kaufen keinen Namen, sondern das Produkt.

Pilatus gibt es nun seit 25 Jahren. Wie blicken Sie auf dieses Vierteljahrhundert zurück?
G.S.: Wir sind praktisch mit den Kunden mitgewachsen, haben unseren Stil, unsere Idee von Mode mit unseren Kunden weiterentwickelt, sind unseren Prinzipien aber immer treu geblieben.
R.S.: In den vergangenen Jahren haben wir uns breiter aufgestellt und vereinen die verschiedensten Stilrichtungen. Es hat auch Platz für Außergewöhnliches.
G.S.: Die Exklusivität haben wir erhalten. Mode von der Stange gibts nicht. Die sechs, sieben Anzüge, die wir von einer Marke anbieten, sind weltweit die einzigen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist uns aber auch sehr wichtig.

Ist es heute schwierig, gutes Verkaufspersonal zu finden?
G.S.: Leider ja. Die erste Frage, die gestellt wird, lautet nicht "Wie viel verdiene ich?", sondern "Muss ich Samstag arbeiten?".
R.S.: Bei uns dauert auch die Einschulung einfach länger. Bis ein neuer Mitarbeiter die Idee unserer Modedesigns kennt und sie auch lebt, kann es oft schon zwölf Monate dauern.
G.S.: Eine Bedienung im Herbst und Winter ist wesentlich anspruchsvoller als im Sommer.

Woher kommen Ihre Kunden?
R.S.: Aus Deutschland, Slowenien, Kroatien, aus Wien und Salzburg. Viele besuchen ein Event, wie die Lange Tafel, und kaufen dann bei uns ein. Dazu kommen die Grazer, die sich individuell kleiden, hochwertige Stoffe lieben und auch ihren eigenen Stil entwickeln, ob im Business oder in ihrer Freizeit.
G.S.: Die Stempfergasse als Standort hat sich auch weiterhin bewährt. Viele große Grazer Einkaufsstraßen hatten keine gute Entwicklung, in unserer Umgebung ist nicht nur der Frankowitsch ein guter Frequenzbringer. Die gute Nachbarschaft bei uns ist sicher nicht selbstverständlich.

Sie haben Ihren Fashion Store heuer komplett umgekrempelt und auch architektonisch ein Ausrufezeichen gesetzt ...
R.S.: Wir waren uns einig, dass unsere Mode einen neuen Rahmen braucht. Es war ein langgehegter Wunsch mit dem Grazer Architekten Martin Lesjak zu arbeiten, der es versteht, unser Lebens- und Stilgefühl zu transportieren.
G.S.: Wir wollten die historische Bausubstanz gut herausarbeiten, dazu kommt der eigene Style beim Licht- und Raumkonzept. Jeder, der zu uns kommt, ist begeistert.

Das ist Roland Supper

Geboren im Jahr 1964.
Hat die hohe Schneiderskunst bereits in jungen Jahren von seinem Vater gelernt. "Ich bin mit dem Rattern der Nähmaschine aufgewachsen."
Supper hat auch sehr früh selbst Mode angefertigt.
Vor mittlerweile 25 Jahren hat er Pilatus gegründet und beschäftigt sich mit Trends und Designs in Europa.

Das ist Günter Schröttner

Geboren im Jahr 1966 in Graz.
Hat als Verkäufer "in der Modebranche alles von der Pike auf gelernt", unter anderem bei Brühl & Söhne.
War danach als Hausleiter bei Don Gil in Wien tätig.
Zurück in Graz hat er jahrzehntelang bei Brühl gearbeitet.
Vor 15 Jahren schloss er sich dem Pilatus-Team an. "Roland und ich sind ein kongeniales Duo."

Infos zur Pilatus Modehandels GmbH

Die Pilatus Modehandels GmbH wurde vor 25 Jahren in Graz gegründet.
Der Großteil der Kleidungsstücke wird auch heute noch selbst gefertigt.
Unter anderem wird Mode der Marken Altea, Alysi, Ernesto Dolani, Pantanetti, Rag & Bone, Thom Krom und Transit geboten.
Eine besondere Beziehung zu den Kunden ist den Verantwortlichen Roland Supper und Günter Schröttner sehr wichtig.
Heuer wurde der Fashion Store mithilfe des Grazer Architekten Martin Lesjak komplett umgebaut. Unter anderem wurden im hinteren Teil des Haues Säulen aus dem 16. Jahrhundert freigelegt. Ziel war es, das Geschäft zur Bühne zu machen und zu öffnen.
Adresse: Stempfergasse 4 und 5, 8010 Graz
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9.30 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr, Samstag von zehn bis 17 Uhr
Web: www.pilatus.at

Gast & Wirtschaft: Delikatessen Frankowitsch

Adresse: Stempfergasse 2-4, 8010 Graz
Öffnungszeiten: Brötchenbar und Patisserie: Montag bis Freitag von 7.30 bis 19 Uhr, Samstag 8.30 bis 17 Uhr. Delikatessengeschäft: Montag bis Freitag neun bis 18 Uhr, Samstag von neun bis 17 Uhr.
Beschreibung: Es ist keine Übertreibung, wenn man den Frankowitsch als eine der Institutionen in Graz bezeichnet. Das 1932 eröffnete Geschäft wurde im Jahr 1989 von Erika und Josef Heissenberger übernommen und behutsam umgebaut und erweitert. Vor einiger Zeit wurde auch die Bar Campari in den Standort Stempfergasse integriert.
Das Essen: Es wäre fast ein Frevel, würde man beim Frankowitsch keine Brötchen essen. Zum Kaffee wurden daher Schinken, Ei-Sandwich, Thunfisch- und Roastbeef-Brötchen gereicht.
Die WOCHE meint: Immer wieder ein Genuss: Roland Supper, Günter Schröttner und Redakteur Christoph Hofer waren mit der Qualität der Brötchen sehr zufrieden. Das tolle Service und das nette Ambiente rundete den Kurzbesuch ab.

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