10.09.2014, 15:32 Uhr

Aus für das Grazer Univiertel?

Wolfgang Nusshold (l.) und Oswald Held geben die Schließung ihres Szene-Lokals bekannt. (Foto: KK)

Das Kottulinsky schließt Ende Oktober.

Die Gastro-Fibel Falstaff kührte das Kotullinsky eben noch zu einer der besten Bars Österreichs, jetzt schließt das Lokal im Grazer Univiertel.
Die Inhaber Oswald Held und Wolfgang Nusshold sehen sich aufgrund baurechtlicher Bestimmungen zu diesem Schritt gezwungen. "Das Problem der unklaren Richtlinien betrifft nicht nur unserer Lokal, sondern das gesamte Viertel. Wir wollen keinen unseriösen Weg gehen, deshalb jetzt das Aus", so Nusshold. 40 Angestellte im Lokal und 15 externe Personen (Sicherheitsmitarbeiter etc.) verlieren damit ihren Job.
Das Lokal selbst hat mit dem Sicherheitsprofi und ehemaligem Leiter der Sondereinheit Cobra, Wolfang Bachler, ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet und dies in der Vergangenheit erfolgreich umgesetzt. "Im Kottulinsky kommt ein Körperverletzungs-Delikt auf 10.000 Besucher, damit ist das Lokal weit unter jedem Durchschnitt", gibt Bachler an. "Wir können aber nicht die Verantwortung dafür übernehmen, was Menschen nach ihrem Besuch machen", so der Profi weiter.
Er fordert ein umfassendes Sicherheitskonzept für das gesamte Viertel und endlich eine vernünftige Lösung der Politik für das jahrelange Problem.
"Wenn Graz eine Studentenstadt sein will, dann kann sie ihren Studenten das Leben nicht verbieten", gibt Held abschließend zu bedenken.
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