07.09.2016, 07:59 Uhr

Cool, cooler, Steidl

Bingo, Opernball, Romy-Gala, Dancing Stars: Dorian Steidl ist eines der bekanntesten ORF-Gesichter und auch ein beliebter Off-Air-Moderator, Tänzer und Schauspieler. Darüber hinaus ist er auch Familienmensch. (Foto: geopho.com)

Es kann nur einen Dorian Steidl geben. Für die WOCHE plauderte das Multitalent aus dem Nähkästchen.

"Es ist schon ein großes Glück und auch ein großer Luxus", erzählt Dorian Steidl während einer Radiomoderation im ORF-Landesstudio und meint dabei seine unterschiedlichen Einsatzgebiete als Moderator, Redakteur, Schauspieler und Tänzer, wo er sich auf jedem Parkett sicher zu bewegen scheint.

Bunte Medienwelt

Bei der Frage, ob ihm denn irgendetwas nicht liege, fällt im prompt sein begonnenes Studium ein, das er mit den Worten: "BWL war genau das Falsche" kommentiert. Keine Minute aber hat er seinen Weg bereut, durfte er doch alle Facetten der Medienwelt erleben: Schon während der Schulzeit arbeitete er für eine Grazer Stadtzeitung, wo er à la "Versteckte Kamera" Parkgebühren für Parkbänke im Grazer Stadtpark kassierte. Später machte er auch beim Radio 107,5 als "One-Man-Show" eine ausgezeichnete Figur: Beiträge recherchieren, einsprechen, live auf Sendung moderieren.
Zum Fernsehen kam er, indem er sich in einem Casting gegen 12.000 Mitbewerber durchsetzte. Mittlerweile zählt er beim ORF zu einem der beliebtesten Moderatoren und präsentiert seit 1999 "noch immer gleich leidenschaftlich wie am ersten Tag" die Spielshow "Bingo". "Bingo ist eine der schnellsten Fernsehformate und ich habe nie Zeit zum Verschnaufen", erzählt der charmante Grazer über seine Samstagsbeschäftigung, die ihm sehr viel Spaß macht. "Andere gehen auf den Golfplatz, ich fahre auf den Küniglberg nach Wien und mache Bingo."

Machtloser Familienmensch

Golfplätze sind sowieso nicht seins, dafür Spielplätze umso mehr. Durch seine abwechslungsreiche Tätigkeit und "weil nie jeder Tag wie der andere ist", kann sich Dorian Steidl Zeit für seine Familie nehmen, die er gerne mit seinen zwei Töchtern auf Spielplätzen verbringt. "Ich bin zu Hause völlig entmachtet", erzählt er von der weiblichen Dominanz im Hause Steidl, "möchte aber keine Sekunde missen." Bei den eigenen Moderationen und Auftritten ein Profi, wird er bei den Sportveranstaltungen in rhythmischer Sportgymnastik und Hip Hop der Töchter nervös: "Da bin ich ganz der Vater und muss alles mitfilmen und mitfotografieren."
Durch und durch Familienmensch Dorian Steidl hat auch sein "Revier", was die Hausarbeit anbelangt: "Ich bin leidenschaftlicher Rasenmäher und Schneeschaufler." Die Kochkünste sind mit Butterbrot und Käsebrot mit Gurkerl endenwollend, aber: "Ich esse gerne." Und zwar am liebsten Cordon bleu mit Petersilerdäpfeln und Erdäpfelsalat. (Ja, richtig gelesen: "und" und nicht "oder".) Früher war die Grazer Innenstadt vor ihm nicht sicher, heute beschäftigt er sich lieber mit seinem neuen Gasgriller im eigenen Garten. Wenn es ihn aber doch in die Stadt verschlägt, dann kehrt er gerne im "El Gaucho" und im "Landhauskeller" ein. "Ich fahre auch sehr gerne zum Griesbauer Backhendl essen." Dorthin radelte der im Stiftingtal aufgewachsene Moderator schon als Kind oft hin.

Für alles offen

"Ich liebe Graz und lebe gerne hier", schwärmt der Dancing-Star-Sieger 2008 von seiner Heimatstadt. Apropos Tanzen: Wie hat die Tanzkarriere von Dorian Steidl begonnen? "Ich habe mit 16 Jahren einen Tanzkurs bei der Tanzschule ‚Kummer‘ gemacht und wir haben dann nichts unversucht gelassen, um auf Maturabälle zu kommen, ohne eine Karte kaufen zu müssen." Es folgte eine lange Pause, bis Dancing Stars anklopfte. Gesetztes Ziel: "Nur nicht in der ersten Sendung ausscheiden." Der Sieg war dann selbst für den schlagfertigen Steidl, der Spontanität liebt, überraschend. Bei der Frage, was ihn beruflich noch reizt, steht die Dankbarkeit über die Ist-Situation im Vordergrund. Nachsatz: "Das Feuer brennt in mir und ich bin für alles offen." Man darf also gespannt sein, womit uns Dorian Steidl noch überraschen wird.

WOCHE WORDRAP
Als Kind wollte ich ... Schauspieler werden.
Bei meinen Töchtern ist mir wichtig, ... dass sie glücklich sind.
Am liebsten trinke ich ... Muskateller.

STECKBRIEF
Geboren am 31.01.1972.
Maturierte 1990 in Graz.
Begann Jus- und BWL-Studium.
Seit 1988 in der Medienbranche.
Verheiratet mit Heike, Töchter Marlene und Caroline.
Hobbys: Fotografieren, Pfeife rauchen, Gitarre spielen, Skifahren, Radfahren, Motorradfahren
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.