11.01.2018, 07:00 Uhr

Lexikon des unnützen Wissens: Was Vögel mit Sex zu tun haben

Unlängst wurden ja wieder die Ergebnisse der Wintervogelzählung veröffentlicht. Als Liebhaber des unnützen Wissens kam bei mir beim Betrachten der Ergebnisse sofort eine Frage auf:

Warum heißen eigentlich Vögel so, wie sie heißen? Und warum "vögelt" man umgangssprachlich, wenn man Sex hat?

Zur Frage Nummer 1: Vogelnamen haben meist entweder mit den Lauten, die die einzelnen Arten von sich geben, oder mit deren Aussehen zu tun. Die Lachmöwe heißt so, weil ihr Laut tatsächlich wie ein Lachen klingt. Der Uhu trägt seinen Namen, weil sein Laut klingt wie ein "Uh", dem ein "Hu" folgt. Eulen wiederum heulen quasi, was ihren Namen erklärt. Der Stieglitz ruft in etwa "Stig-Lit".

Der Begriff Amsel kommt ursprünglich aus dem Indogermanischen und bedeutete dort schlicht "schwarz". In der Türkei heißt eine Amsel übrigens "Karatavuk" - das bedeutet übersetzt "Schwarzhuhn". Die Meise ist ja ziemlich klein, das germaniscvhe Adjektiv "maisa" bedeutet auch "klein", "winzig". Und der Adler trägt seinen Namen, weil er quasi ein adeliger großer Vogel ist. Das Wort setzt sich nämlich aus "Aar" ("großer Vogel") und "Adel" zusammen.

Womit wir zur wichtigsten Frage kommen: Warum "vögelt" man (also nicht warum, sondern warum man dieses Wort benutzt!)? Laut Duden stammt das Wort vom mittelhochdeutschen "vogelen" ab. Das bedeutete "begatten" - damals aber noch nur bei Vögeln ... 
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