Der Verein „Omega“ in Hartberg setzt Maßstäbe

Die Verantwortlichen können stolz auf ihr „Omega“ Projekt sein, für die Kursteilnehmer gab es Zertifikate.	Foto: KK
  • Die Verantwortlichen können stolz auf ihr „Omega“ Projekt sein, für die Kursteilnehmer gab es Zertifikate. Foto: KK
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Der bosnische Arzt Emir Kuljuh, selbst ein Kriegsflüchtling, gründete 1995 den Verein Omega. Gemeinsam mit dem AMS als Projektträger setzt der Verein mit dem Projekt „Ein-leben“ im Bezirk Hartberg neue Maßstäbe zur Integration von Migranten.
Im Rahmen eines Tages der offenen Tür in den Räumen am Kirchplatz in Hartberg präsentierten die Omega Vereinsverantwortlichen und das AMS Hartberg als Träger das Projekt „Ein-leben“. Danach stellten Migranten in einer Power Point Präsentation die Länder Armenien, Georgien und Bosnien vor.

Berufsorientierung
„Das Projekt begleitet Migranten nicht nur bei der Integration in ihrer neuen Heimat sondern unterstützt sie auch beim Eintritt in ihre Berufswelt. Nach wie vor ist die Sprache der zentrale Punkt. Darüber hinaus geht es aber auch um das Kennenlernen der österreichischen Kultur und hier vor allem um einen Einblick in die Arbeitskultur und in das Sozialsystem sowie um eine neue Berufsorientierung. Das Projekt ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Integration in beruflicher und auch gesellschaftlicher Hinsicht“, so der Leiter des AMS Hartberg Herbert Paierl. Die Finanzierung sei auch bereits für 2012 gesichert.

Projekt mit Praxis
Das Projekt läuft jährlich in zwei Halbjahresdurchgängen inklusive einer sechswöchigen Praxis in einem Betrieb und sei deshalb von so durchschlagendem Erfolg gekrönt, weil mit der Migrantin Sadika Jasarevic eine Projektkoordinatorin gefunden wurde, die selbst alle Stationen der Integration durchlaufen musste und jetzt mit viel Engagement erstklassige Arbeit leiste, sagte Paierl weiter. Für Emir Kulju ist Sadika Jasarevic ein Glücksgriff. „Was sie in drei Jahren erreicht hat, hat noch niemand zustande gebracht“, lobt Kulju seine Hartberger Projektkoordinatorin.

Erfolgreiche Betreuung
Sadika Jasarevic kam 1992 aus Bosnien in den Bezirk Hartberg.
Nach ihrer Ausbildung auf der Berufspädagogischen Akademie in Graz kam sie mit dem Verein Omega in Berührung und leitet seit zwei Jahren das Projekt „Ein-leben“ im Bezirk Hartberg mit viel Erfolg. Insgesamt wurden in drei Jahren vom Projekt „Ein-leben“ im Bezirk Hartberg mehr als einhundert Migranten in den Arbeitsprozess eingegliedert. „Viele steigen schon vorher aus dem Kurs aus, weil sie während der Praxiswochen bereits fix in ihrer neuen Firma Arbeit finden konnten“, sagt Sadika Jasarevic berechtigterweise mit viel Stolz.
Jasarevic wird von Projektleiterin Usha Sundaresan und den beiden Trainerinnen Alina Schneeberger und Maria Kelz in allen Belangen unterstützt.

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