30.08.2016, 16:55 Uhr

Hochwasserschäden in Vorau

LR Johann Seitinger besichtige mit regionalen Verantwortungsträgern die Schäden an der Schachenwaldbrücke.

Landesrat Johann Seitinger machte sich im Raum Vorau ein Bild von den Hochwasserschäden.

„An so einen Starkregen mit Hagelschlag kann ich mich in den letzten 15 Jahren nicht erinnern“, soVizebürgermeister Patriz Rechberger zur Naturkatastrophe, die am 15. August dieses Jahres am frühen Nachmittag den Raum Vorau heimgesucht hat. Auf Initiative von LAbg. Hubert Lang machte sich Landesrat Johann Seitinger, in der Landesregierung auch verantwortlich für die Wasserwirtschaft und damit für den Hochwasserschutz, vor Ort persönlich ein Bild von der Lage.

Brücke weggerissen

Die massivsten Schäden betreffen die Schachenwaldbrücke, die von den Wassermassen weggerissen wurde, und die Krautgartnerbrücke. Beide Projekte sind so genannte Priorität 1-Maßnahmen, die Schadenskosten in der Gesamthöhe von rund 170.000 Euro werden zur Gänze aus dem Katastrophenfonds finanziert. Zusätzlich sind bereits mehr als 25 Anträge bezüglich Privatschäden im Rathaus eingelangt, „wir rechnen aber noch mit deutlich mehr“, so Bgm. Bernhard Spitzer, der sich bei seinem Vize Patriz Rechberger sowie den Vertretern der Bezirkshauptmannschaft und des Landes für die „rasche und professionelle Arbeit und Hilfe nach der Katastrophe“ bedankte.


Verbesserungen möglich

Diesem Dank schloss sich auch Landesrat Seitinger an. „Beim Zusammenspiel der Entscheidungskräfte zählen wir sicher zur europaweiten Spitze, trotzdem gibt es noch Verbesserungsmöglichkeiten“, so Seitinger. Seitens des Landes werden jährlich rund 50 Millionen Euro für Hochwasserschutzmaßnahmen ausgegeben. Im Bezirk war davon in jüngster Zeit der Raum Pinggau betroffen, weitere Maßnahmen entlang der Lafnitz und im Raum Grafendorf sind in Vorbereitung.
Weitere wichtige Punkte sind für LR Seitinger präventive Maßnahmen in der Raumordnung - „im neuen Raumordnungsgesetz werden wir gerade im Bezug auf Hochwasser sehr restriktiv vorgehen“ - verstärkte Bewusstseinsbildung für die Bevölkerung und eine Verbesserung der Risikowarnung. „An verstärkten Klimaschutzmaßnahmen wird uns das trotzdem nicht vorbeiführen, denn wir können gegen die Natur nicht um die Wette rennen, sondern müssen uns mit ihr verbünden.“
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