Hitzewelle entfacht Diskussion in Gars
Bedenken wegen Wasserablass vor Feuerwehrwettbewerb
- Der der 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb des "NÖ Landesfeuerwehrverbandes" findet von 27. bis 30. August in Gars am Kamp statt.
- Foto: Reinhard Podolsky
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Kurz vor dem Landeswasserdienstleistungsbewerb sorgt der geplante Wasserablass am Kamp für Gesprächsstoff.
GARS AM KAMP. Noch bevor der 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb des NÖ Landesfeuerwehrverbandes von 27. bis 30. August in Gars am Kamp startet, sorgt ein Leserbrief für Diskussionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der dafür notwendige Wasserablass aus der Stauseenkette Ottenstein, Dobra und Thurnberg angesichts der anhaltenden Hitze und der laufenden Badesaison noch zeitgemäß ist. Tausende Feuerwehrmitglieder werden zum Bewerb erwartet, bei dem im traditionellen Zillenfahren das Wasserdienstleistungsabzeichen erworben wird.
- Kurz vor dem Landeswasserdienstleistungsbewerb sorgt der geplante Wasserablass am Kamp für Gesprächsstoff.
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Ausgelöst wurde die Debatte durch den Garser Hans Biffl, den Bürgermeister Martin Falk als "Ur-Garser" bezeichnet. Der Jahrgang 1943 erinnert sich an deutlich wärmere Badetemperaturen im Kamp, bevor die Staustufen errichtet wurden. Heute würden viele Menschen auf Naturbadeplätze entlang des Flusses ausweichen, weil Gemeindebäder – etwa jenes in Schönberg – geschlossen seien. Biffl hält es deshalb für kontraproduktiv, ausgerechnet in den Sommerferien kaltes Tiefenwasser für den Bewerb abzulassen. Er regt an, eine Austragung im Frühjahr oder Herbst zumindest zu diskutieren.
- Der der 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb des "NÖ Landesfeuerwehrverbandes" findet von 27. bis 30. August in Gars am Kamp statt.
- Foto: Karner
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Bürgermeister Martin Falk sieht die Angelegenheit deutlich gelassener. Für Gars am Kamp sei die Austragung des Landeswasserdienstleistungsbewerbs eine besondere Auszeichnung. "Rund 4.000 Feuerwehrmitglieder werden erwartet. Das bringt zahlreiche Besucher in den Ort und ist auch für den Tourismus eine Aufwertung. Den Termin legt die Marktgemeinde nicht fest", betont Falk. Wer während der Veranstaltung nicht im Kamp baden möchte, könne das Garser Freibad nutzen, wo sich an den Badebedingungen nichts ändere.
- Bürgermeister Martin Falk rudert gelegentlich eine Runde am Kamp.
- Foto: Manuela Danzinger
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Auch Alexander Nittner vom NÖ Landesfeuerwehrkommando weist darauf hin, dass die Bewerbe weit mehr als ein sportlicher Wettkampf seien. "Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Feuerwehrausbildung. Die dabei überprüften Fertigkeiten kommen den Einsatzkräften bei Einsätzen auf Flüssen und Gewässern unmittelbar zugute." Der Wasserabfluss werde nicht von der Feuerwehr gesteuert, sondern von den zuständigen Betreibern und Behörden im Rahmen der wasserrechtlichen Vorgaben. Eine Verlegung ins Frühjahr oder in den Herbst sei aus organisatorischen, ausbildungstechnischen und wetterbedingten Gründen nicht sinnvoll.
- Der der 68. Landeswasserdienstleistungsbewerb des "NÖ Landesfeuerwehrverbandes" findet von 27. bis 30. August in Gars am Kamp statt.
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Auch die rechtlichen Zuständigkeiten wurden von MeinBezirk Horn bei der Bezirkshauptmannschaft Horn hinterfragt. Bezirkshauptmann-Stellvertreterin Barbara Stöger verweist darauf, dass für den Wasserablass das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft zuständig ist, während die Marktgemeinde Gars am Kamp die Veranstaltung nach dem NÖ Veranstaltungsgesetz bewilligt. Die Bezirkshauptmannschaft stehe der Durchführung positiv gegenüber. "Die Bewerbe fördern Fähigkeiten, die im Ernstfall Menschenleben retten können. Von dieser Ausbildung profitiert letztlich jeder, der auf die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren angewiesen ist", hält Stöger fest.
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