Stimmungsvolle Vernissage in der Städtischen Galerie Theodor von Hörmann in Imst
Erwin Reheis zum 80. Geburtstag – große Jubiläumsausstellung feierlich eröffnet

Ein bewegender Abend für den renommierten Künstler Erwin Reheis, der sich in Imst über ein Wiedersehen mit vielen vertrauten Gesichtern freuen durfte, die zum Jubiläumsabend erschienen waren.
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  • Ein bewegender Abend für den renommierten Künstler Erwin Reheis, der sich in Imst über ein Wiedersehen mit vielen vertrauten Gesichtern freuen durfte, die zum Jubiläumsabend erschienen waren.
  • hochgeladen von Alexandra Rangger

IMST(alra). Mit einer großen Schau würdigt die Stadt Imst derzeit den 1941 in Zams geborenen Maler Erwin Reheis anlässlich seines runden Geburtstags, den er am 19. September begeht. Mit 54 Exponaten wird das große Spektrum seines Schaffens sowie sein neues Buchprojekt präsentiert. Die Vernissage am 16. September bildete den feierlichen Auftakt zur Ausstellung, die bis zum 6. November in Imst zu sehen ist.

Erwin Reheis lebt und arbeitet in Innsbruck und Winzendorf in Niederösterreich. Eine intensive Station seiner 80 Lebensjahre verbindet ihn jedoch mit Imst – langjährig unterrichtete er am Gymnasium und der HTL in Imst, weitere Lehrtätigkeiten übte er an der HTL Innsbruck und an der Schnitzschule Elbingenalp aus. Neben diesen beruflichen Verpflichtungen war es jedoch immer auch die Berufung, die parallel dazu seine bildnerischen Tätigkeiten leidenschaftlich vorantrieb.

Als Künstler und Mensch geehrt

Anlässlich der Vernissage, die von „Cordes y Butons“ musikalisch begleitet wurde, fanden sich zahlreiche Freunde, WeggefährtInnen und ehemalige KollegInnen des Jubilars ein. Die Begrüßung erfolgte durch Kulturreferent LA BGM Stefan Weirather. Als Laudator fungierte DDr. Herwig van Staa, den eine lange Freundschaft mit dem Künstler verbindet. Van Staa gratulierte der Stadt Imst zur Kulturfülle und zu den zahlreichen KünstlerInnen der Vergangenheit und Gegenwart, deren Schaffen mit dem Ort verbunden ist.  Weiters betonte Herwg van Staa den hohen Stellenwert, den Künstlerinnen und Künstler für die Gesellschaft haben, allein durch die Tatsache, dass sie das Alltägliche erheben und es zum Unergründbaren – zur bereichernden Kunst machen. Besonders wertschätzend sprach er sich über das Wirken und vor allem die klare Berufung von Erwin Reheis aus, der seinen Standpunkt als Mensch und Maler mit beharrlicher Aufrichtigkeit und Konsequenz seit Jahrzehnten verfolgt. „Ein Künstler darf nie indifferent sein. Bleib ein Künstler aus Berufung und nicht ein „Malermeister“, wie du dich manchmal selbst humorvoll bezeichnest“, fügte der Laudator am Ende seiner Rede einen freundschaftlichen Rat hinzu. Im Rahmen der Ausstellung wird die Kunst auch in Buchform präsentiert. Die Neuerscheinung „Erwin Reheis Grafik 1967 - 2021“ gibt in Wort und Bild umfassend Einblick auf die letzten schaffensreichen Jahrzehnte des Künstlers. Mag. Eugen Walser übernahm die Vorstellung des Werkes, das in der Galerie aufliegt. Auch Erwin Reheis ergriff das Wort und bedankte sich auf seine bekannt charmant-herzliche Art bei allen, die seine Wege bisher begleitet und unterstützt haben. Durchaus angetan von den Glückwünschen und der Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurden, erklärte er: „Alle 80 Jahre ist man doch etwas gerührt!“

Auf allen Wegen inspiriert

Die Arbeiten in den drei Galerieräumen sind klare Verweise auf die impulsgebende Basis, die mitverantwortlich für die Entstehung der Bilder ist. Mit offenen Augen für die Schönheit von Landschaften, Orten, Plätzen und Architektur bereist Erwin Reheis seit Jahrzehnten die Welt, bevorzugt südliche Reiseziele. Zeichnend bewegt er sich dabei durch seine Umgebung und fängt persönliche Perspektiven und Momente ein. Dies geschieht oftmals unmittelbar an Ort und Stelle – der spontane Eindruck wird festgehalten, später im Atelier folgt der ergänzende Feinschliff.

Reizvolles Spiel mit Technik

Die Schau zeigt Rohrfederzeichnungen, Rohrfederaquarelle sowie Ölbilder (Öl auf Holz). Unverkennbar ist die Dynamik, mit der sich der Künstler in seinen Rohrfederarbeiten ausdrückt. Das geschnittene Schilfrohr bringt ein gewisses Eigenleben mit und Reheis versteht es perfekt, in diesen lebendigen und wohl auch spontanen Dialog ausdrucksstark einzusteigen und in jeder Bewegung das Sichtbare mit dem Unsichtbaren, das allgemein erkennbare mit dem persönlichen Empfinden zu vereinen. Den Kratzern und Spritzern der Feder fügt er die Sprache des Pinsels hinzu – fließend oder in Schichten, sanft überlagernd.

Tiefe Stimmungsbilder

Zu entdecken gibt es viel in den farblich reduzierten, jedoch atmosphärisch geladenen Werken des Künstlers, der durch seine Zeit an der Akademie der Bildenden Künste in Wien (Meisterklasse für Malerei bei Prof. Herbert Boeckl) stark geprägt ist. Was er festhält, ist weit mehr als der Hügel mit einem Ensemble von Häusern in der Toskana, die Ansicht von Innsbruck oder ein Steinbruch im Weinviertel. Vielmehr baut er in seinen Linien und Schwüngen, seinen Kompositionen von Farben und Formen den Raum für die besonderen Geschichten hinter den Motiven aus. Spürbar drängen sich mögliche Gedanken in die Betrachtung. Gedanken über die Menschen und über das Leben, die exakt diesen Ort entstehen ließen und ihn mit ihrem Dasein in überdauernder Lebendigkeit über Jahrhunderte befüllt haben.

Was: Ausstellung Erwin Reheis – zum 80. Geburtstag

Wann: Ausstellungsdauer: 17. September bis 6. November 2021
Öffnungszeiten: Do bis Sa von 14 – 18 Uhr, an Feiertagen geschlossen

Wo: Städtische Galerie Theodor von Hörmann, 6460 Imst, Stadtplatz 11

Kontakt: Kulturbüro Stadt Imst, Kathrin Deisenberger, MA, 0664 606 98 207
kultur@imst.gv.at
www.kultur-imst.at

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