Versicherung
Auf Sicherheit bauen ist das beste Rezept

Beim Hausbauen sollte man auf keinen Fall auf eine Versicherung verzichten
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  • hochgeladen von Laura Sternagel

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, sollte sich schon während der Bauzeit absichern.

Natürlich kann eine Versicherung nicht davor schützen, dass der Unfall oder Schaden passiert, doch sie kann sehr wohl vor einem anschließenden finanziellen Ruin, z. B. aufgrund hoher Krankenhauskosten oder zerstörter Häuser, schützen.

Eine betriebliche Sozialversicherung und Krankenversicherung ist in Österreich für jede Person in einem Dienstverhältnis Pflicht, daneben sollten aber Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Zu empfehlen sind eine Eigenheimversicherung, eine private Haftpflicht, eine Lebensversicherung, eine private Pensionsvorsorge, ein Rechtsschutz oder auch ein Unfallschutz. Für Häuslbauer sollten eine Hausversicherung, eine Hausratsversicherung und eine Bauversicherung selbstverständlich sein.

Finanzieller Schutz

Die Risiken sind vielfältig: Unwetter, Feuer oder Vandalismus in der Bauphase können über Nacht zerstören, was gerade erst aufgebaut wurde. Das unfertige Haus stellt auch selbst eine Gefahrenquelle dar, nicht umsonst heißt es: „Vorsicht auf der Baustelle“. Zudem gibt es Lebensrisiken, die eine Finanzierung des Eigenheims gefährden – auch noch Jahre nach Fertigstellung.

Haftpflicht

Im Alltag brauchen wir eine Privathaftpflichtversicherung, falls Menschen oder ihr Besitz in unserem Verantwortungsbereich zu Schaden kommen. Diese Gefahr besteht auf einer Baustelle in besonderem Maße: Ein Gerüst stürzt auf ein Nachbargebäude, jemand fällt in eine Baugrube oder wird von einem herunterfallenden Bauteil getroffen. Wenn Menschen verletzt werden, kann im schlimmsten Fall Schadenersatz in Millionenhöhe fällig werden. Deshalb ist eine vor Baubeginn abgeschlossene Bauherren-Haftpflichtversicherung eine unverzichtbare Hausversicherung.
Wer ein Grundstück erwirbt und nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre bauen wird, sollte eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung abschließen.

Sachschäden

Zu den Hausversicherungen, die das Gebäude in seiner Entstehungszeit absichern, gehören die Bauleistungs- und Feuerrohbauversicherung. Die Bauleistungsversicherung zahlt, wenn bereits fertiggestellte Bauteile beschädigt oder zerstört werden, zum Beispiel durch Regen oder Sturm, aber auch, wenn etwa Diebe die schon installierten Heizkörper wieder ausbauen. Schäden durch Brand, Blitzschlag oder Explosion sind aber in der Regel nicht mit eingeschlossen und müssen deshalb separat abgesichert werden. Das fordern auch die Kreditinstitute, die den Hausbau finanzieren.

Unternehmenspleiten

Unternehmenspleiten sind im Baugewerbe leider keine Seltenheit. Oft ist dann ein Teil des Geldes verloren, weil schon Vorauszahlungen geleistet wurden. Auch die Suche nach einer neuen Firma, die das Haus doch noch fertigstellt, ist mit Kosten verbunden. Eine Baufertigstellungsversicherung schützt vor diesem Szenario. Diese Hausversicherung kann jedoch nicht der Bauherr, sondern nur die Baufirma abschließen, was aber selten der Fall ist. Informieren Sie sich deshalb, ob es in Ihrer Region Unternehmen mit einer solchen Versicherung gibt. Alternativ sollte man auf die Hinterlegung einer Bankbürgschaft bestehen.
Bauherrenfamilien können natürlich auch selbst in finanzielle Nöte geraten, vor allem dann, wenn der Hauptverdiener stirbt und das Haus noch nicht abgezahlt ist. Eine Restschuldversicherung für den Todesfall ist deshalb eine sinnvolle Absicherung für Familien.

Expertentipp zur Versicherung
Was viele nicht wissen, ist, dass die Versicherung kündigen darf, und zwar auch im Schadensfall. Davon betroffen sind die Feuerversicherung, die Hagelversicherung und die Haftpflichtversicherung, nicht jedoch die private Krankenversicherung. Wie die Vorgehensweise im Schadensfall geregelt ist bzw. ob die Versicherung aussteigen kann, muss vertraglich geregelt sein. Hier gilt es besonders aufmerksam den Vertrag zu lesen!

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