Drei Wünsche an die Regierung

Tiroler Sprechstunde mit dem österreichischen Behindertenanwalt: im Bild Marianne Hengl (GF RollOn-Austria) und Hansjörg Hofer
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INNSBRUCK. Hansjörg Hofer ist seit sechs Monaten Österreichs Behindertenanwalt. "Endlich vertritt uns jemand, der auch selbst betroffen ist", freut sich Marianne Hengl, RollOn-Geschäftsführerin, über den Besuch in ihrem Büro in der Leopoldstraße. Hofer präsentierte in diesem Zug die Forderungen, die er an die konstituierende Regierung hat.

Die wichtigsten Forderungen

Die drei wichtigsten "Wünsche", die er deponieren möchte: ein neuer Aktionsplan 2020-2030, eine neue Beschäftigungsinstrumentarium, um die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung zu reduzieren und die Einrichtung eines Inklusionsfonds – ähnlich zum Pflegefonds des Landes (schätzungsweise würden jährlich 300 Mio. Euro benötigt). Hofer will besonders in der Arbeitswelt ein Umdenken bewirken. Er meint: "Gegenüber Menschen mit Behinderung gibt es noch immer viel zu viele Vorurteile. Das Hauptproblem ist, dass die meisten Arbeitgeber in negativen Schablonen denken." Auch in Sachen Bildung soll was passieren. Wie der Behindertenanwalt erklärt: "Noch immer ist das Bildungssystem stark segregierend. Ich bin nicht für die Abschaffung von Sonderschulen, aber für eine Öffnung nach außen." Hengl bestätigt diese Idee: "Das Axamer Elisabethinum ist ein tolles Beispiel zum inklusiven Unterricht." Jährlich bearbeitet der Behindertenanwalt – gemeinsam mit seinem sechsköpfigen Team – 1.500 Fälle.

Tiroler Sprechstunde mit dem österreichischen Behindertenanwalt: im Bild Marianne Hengl (GF RollOn-Austria) und Hansjörg Hofer
Hansjörg Hofer

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