Innsbruck
Kultur daheim mit KulturQuarantäne

Die im Brux aufgezeichnete Impro-Show erfreut sich großen positiven Feedback.
  • Die im Brux aufgezeichnete Impro-Show erfreut sich großen positiven Feedback.
  • Foto: Salchner
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK (cf). Die Innsbrucker Improtheatergruppe Innpro macht aus der Not eine Tugend und ist bereits vor dem Wochenende mit der virtuellen Veranstaltungsplattform KulturQuarantäne online gegangen.

Virtuelle Plattform

Aus der ursprünglich geplanten Innpro-Horrorshow am Freitag, den 13. im Brux wurde nichts. Zuweilen – das lernen wir diese Tage – sind die Anforderungen eines aus den Fugen geratenen Alltags dringlicher. Aber sich mit der nun manifesten (Kultur-)Quarantäne einfach abfinden, wollte Innpro-Obmann Johannes Schmid auch nicht. „Immerhin leben wir davon und dafür, für andere zu spielen“, erzählt er. Die erste nahe liegende Idee, die Show kurz davor aufzuzeichnen und dann zum entsprechenden Auftrittsdatum über die sozialen Medien auszuspielen, erschien ihnen ebenfalls zu kurz gedacht. „Denn wir sind Kultur, und wir sind viele“, so Schmid. Also hat die engagierte Innsbrucker Improtheater-Truppe vor wenigen Tagen auf Facebook eine virtuelle Veranstaltungsplattform mit dem ebenso sinnigen und hellsichtigen Titel KulturQuarantäne aufgesetzt und in einem ersten Video gleich mal andere darstellende KünstlerkollegInnen der heimischen Szene aufgerufen, sich ihrer Initiative anzuschließen. „Wir wollten damit auch ein Signal setzen, dass es noch was anderes gibt als Netflix, Amazon und Co.“ Das war Donnerstag letzter Woche. Seither überschlagen sich für das kleine Team die Ereignisse. Die Reaktion auf ihren Anruf war schlichtweg überwältigend. Ihre im Brux aufgezeichnete Impro-Show hatte einen Tag später bereits 1000 Aufrufe, und seit Samstag sind auf der Plattform täglich mindestens zwei Beiträge oder Performances zu sehen.

Abonnieren

Michèle Jost, das organisatorische Mastermind bei Innpro, sitzt seither quasi rund um die Uhr an ihrem Laptop, um die vielen Anfragen zu koordinieren. Und um zwischendurch auch selbst mit einem neuerlichen Aufruf oder einer Märchensession live zu gehen, wie etwa gleich Samstagnachmittag mit Hans Christian Andersen Märchen „Das hässliche Entlein“. Zu sehen und zu hören gibt es auf KulturQuarantäne mittlerweile musikalische Gigs, literarische Performances und Märchenstunden für die Kleinen, so etwa eine von Nuran Yildirim-Bauschke sowohl in Deutsch wie Türkisch vorgetragene Geschichte. Besonders stolz ist das ambitionierte Team, dass ihr Beispiel auch schon außerhalb von Tirol Schule macht. Wer also derzeit „dahoam“ immer mal wieder heimische Kulturschaffende in Aktion erleben möchte, sollte sich unbedingt KulturQuarantäne abonnieren.

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