Innsbrucker Polit-Ticker (Video)
3er-Talabfahrt ausstehend und Voranschlag und im Finanzausschuss

Keine Einigung über die Talabfahrt von der Nordkette, Budgetvorentscheidung im Finanzausschuss.
  • Keine Einigung über die Talabfahrt von der Nordkette, Budgetvorentscheidung im Finanzausschuss.
  • Foto: skiarena.at
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Der Finanzausschuss stimmt über die Voranschlägen 2022 und 2023 ab, die Grünen erwarten die Zustimmung der SPÖ. Eine Einigung für die 3er-Talabahrt von der Nordkette wurde noch nicht erreicht.

3er-Talabfahrt 

„Nachdem Bürgermeister Georg Willi, dessen grüner Chefverhandler GR Thomas Schultze, wie auch der Geschäftsführer der Nordkettenbahnen Thomas Schroll es über Jahre hinweg nicht schaffen, die 65 Grundbesitzer ins Boot zu holen, damit die legendäre 3er-Talabfahrt von der Nordkette wieder betrieben werden kann, ist es dringend notwendig, dass diese leidige Causa auf neue politische Beine gestellt wird. Das Gerechte Innsbruck fordert daher Sportstadträtin Elisabeth Mayr (SPÖ) und Vizebgm. Johannes Anzengruber (ÖVP) auf, sich endlich dafür einzusetzen, dass die legendäre 3er -Talabfahrt auf der Nordkette wieder betrieben werden kann“, fordert Gemeinderat Gerald Depaoli. „Es müsste einerseits im Interesse der zuständigen Sportstadträtin sein, dass die Innsbruckerinnen und Innsbrucker auch wieder den Skisport auf der Nordkette vermehrt betreiben können, ebenso, wie es natürlich auch im Interesse des ressortzuständigen Vizebürgermeisters sein sollte, dass die 3er-Talabfahrt auch zukünftig wieder touristisch genutzt werden kann“, so GR Gerald Depaoli, welcher die beiden Stadtpolitiker diesbezüglich in der politischen Verantwortung sieht. „Auf alle Fälle ist es für eine Sportstadt wie Innsbruck, als 4-facher Austragungsort von Olympischen Spielen (Olympische Winterspiele 1964, Olympische Winterspiele 1976, Winter-Paralympics 1984 und Olympische Jugend-Winterspiele 2012), eine politische Bankrotterklärung, dass man es nicht schafft, eine Einigung mit den 65 Grundeigentümern zu erzielen, damit die legendäre 3er-Talabfahrt von der Nordkette wieder betrieben werden kann“, schließt Gemeinderat Gerald Depaoli.

Keine Parallelverhandlungen

„Als ich die Verhandlungen zur Reaktivierung der 3er-Talabfahrt auf der Nordkette aufnehmen wollte, teilte mir damals Bürgermeister Georg Willi mit, dies sei Chefsache. In der Folge setzte er seinen GRÜN-GR Thomas Schultze als hauptverantwortlichen Verhandler ein. Über den aktuellen Stand der Vertragsverhandlungen hat uns der Bürgermeister bis dato nicht informiert. Auch mir ist es ein großes Anliegen, dass die Innsbrucker Wintersportfans die Talabfahrt auf der Nordkette wieder legal benützen dürfen, aber ohne Detailinfos jetzt Parallelverhandlungen zu führen ist ein absolutes No-Go“, so reagiert Vizebgm. Johannes Anzengruber auf die Forderung der Liste Gerechtes Innsbruck, dass sich jetzt bei den Verhandlungen zur Reaktivierung der 3er-Talabfahrt Sportstadträtin Elisabeth Mayr und Vizebgm. Johannes Anzengruber involvieren sollen. „Ich bin jedoch überzeugt, dass mit einem konstruktiven Gesprächsklima durchaus eine gute Lösung für alle Beteiligten möglich wäre. Auch die Leitungsvereinbarungen für das Trinkbrunnen-Projekt am Höttinger Bild waren zuerst Chefsache, bei der jahrelang nichts weiterging“, meint VBM Anzengruber, der als die Gespräche komplett ins Stocken gerieten, die finalen Verhandlungen mit den Grundeigentümern wieder aufnahm und so eine Einigung herbeiführen konnte. „Nun kann das saubere Trinkwasser im Frühjahr wieder rinnen, eine Stromversorgung sowie eine LWL-Versorgung sind auch gleich mit dabei“, so Anzengruber. 

Die 3er-Talbabfahrt im Video

Zustimmung erwartet

Erfreut zeigen sich die Innsbrucker Grünen über Stimmen aus der SPÖ gegen Kürzungen bei den Ermessensausgaben und damit u.a. den Subventionen im Kultur-, Frauen-, Sozial- und Sportbereich. „Damit können wir wohl davon ausgehen, dass die SPÖ im morgigen Finanzausschuss den Voranschlägen 2022 und 2023 zustimmen wird. Denn diese haben die gut begründeten Änderungswünsche aller Ressortführenden aufgegriffen und sichern, dass es nicht zu den Kürzungen im Subventionsbereich kommt. 2022 kann aufgrund zusätzlich erschlossener Einnahmen, vor allem im Zusammenwirken mit den städtischen Beteiligungen, auf potenzielle Vermögensveräußerungen verzichtet werden“ so Klubobfrau Janine Bex. Seit dem Spätsommer wird das Budget von Bürgermeister und Finanzreferent Georg Willi, gemeinsam mit Finanzdirektor Martin Rupprechter und seinem Team intensiv mit den Ressortführenden und den Klubs im Gemeinderat verhandelt. Der aktuelle Vorschlag berücksichtigt nicht nur die Änderungslisten der Ressortführenden, er sichert vor allem die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger im Kultur-, Frauen-, Sozial- und Sportbereich. „Trotz der prekären Finanzlage der Stadt und den schwierigen Umständen – Stichwort Covid und Doppelbudget – ist es gelungen, ein gutes, stabiles Budget vorzulegen“, so Bex. Dass dies gelingen konnte, sei vorwiegend dem Finanzreferenten, der Finanzabteilung, allen ressortführenden Stadtsenatsmitgliedern sowie den Abteilungen und Ämtern zu verdanken. Für beide Jahre, auch für das schwer vorhersehbare Jahr 2023, liegt damit nun ein solides Zahlenwerk auf dem Tisch. Mit der Zustimmung zum Dienstpostenplan im Finanzausschuss vergangener Woche wurde bereits ein wichtiges, positives Signal gesetzt. „Gerade in Zeiten der aktuellen Gesundheits- und Wirtschaftskrise brauchen und verdienen Bürgerinnen und Bürger sowie Wirtschaftstreibende jetzt Sicherheit und Stabilität“, setzt Janine Bex auch in Hinblick auf den morgen abzustimmenden Budgetvorschlag auf ein konstruktives Miteinander in der Stadtpolitik.

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