Innsbruck
Gutschein-Modell für die Wirtschaft

Gutschein-Modell soll Wirtschaft ankurbeln.
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INNSBRUCK. Fünf freie Wirtschaftsverbände (Österreichische Hoteliervereinigung, Handelsverband, Gewerbeverein, Senat der Wirtschaft und das Forum EPU) haben kürzlich in einer Mitgliederbefragung die Sorgen der Unternehmer erhoben. Allgemeiner Tenor ist, dass die Hilfen von Staat und Kammer nicht praxistauglich sind und zu spät oder gar nicht ankommen. Es brauche für die Betriebe zur Stabilisierung Unterstützung - die Kammer sollte ihre Rücklagen in Form einer Solidarabgabe an die Mitglieder ausschütten.

Wirtschaftsförderung

Als echte und rasche Wirtschaftsförderung schlägt Für Innsbruck die Einführung eines Gutscheinsystemes vor. Erst kürzlich fand auf Initiative von Stadträtin Christine Oppitz-Plörer ein virtuelles Treffen der Wirtschaftsreferenten österreichischer Städte statt. Im Vordergrund stand der Erfahrungsaustausch mit Wirtschaftsförderungsmaßnahmen seit Eintreten der Corona-Krise. Speziell die verschiedenen Gutscheinmodelle in Kooperation mit dem lokalen Handel sind in anderen Städten sehr erfolgreich und sollten auch in Innsbruck Anwendung finden. "Gute Ideen austauschen und voneinander lernen - das habe ich mit der Initiative zur Vernetzung zahlreicher politischen Wirtschaftsreferenten österreichischer Städte erreichen wollen. Das Gutscheinmodell hat in unterschiedlichen Formen stets gut funktioniert", resümiert Wirtschaftsstadträtin Christine Opppitz-Plörer.

Gutschein-Modell

Für Innsbruck schlägt daher ein Modell vor, bei dem Bürger Gutscheine im Wert von 20 Euro erwerben, jedoch lediglich 18 Euro dafür bezahlen. Jeweils 1 Euro steuern die Stadt und die Wirtschaftskammer Sparte Handel zu. Durch die Förderbeiträge von Stadt und Kammer werden dadurch echte Handelsumsätze um das Zehnfache ausgelöst. "Für die Wirtschaft und insbesondere den Handel sind derartige Aktionen wichtige Unterstützung für die Bewältigung der aktuellen Wirtschaftskrise. Jeder von der öffentlichen Hand investierte Euro fließt je nach Modell um ein Vielfaches in echte Umsätze. Bei jeweils 150.000 Euro Investition von Stadt und Wirtschaft werden Umsätze im Ausmaß von 3 Millionen Euro generiert. Bei diesem Konzept profitieren alle - vom Bürger, über den Handel bis zur Stadt selbst", zeigt Für Innsbruck Wirtschaftssprecher GR Markus Stoll auf. "Die Kammerrücklagen, welche laut Medienberichten in Milliardenhöhe geparkt sind, sollen für eine rasche und unkomplizierte Förderung der Mitgliedsbetriebe in der Wirtschaftskammer eingesetzt werden. Unser Gutschein-Modell ist dafür sicherlich eine einfache und rasch umsetzbare Lösung. Ich bin mir daher sicher, dass der bemühte und hoffentlich durchsetzungsstarke Präsident Walser diese sinnvolle Maßnahme mit all seiner Kraft unterstützen wird. Das Zurückhalten von Unterstützungsmitteln und ein ewiges Verschleppen von Förderungen schadet der Wirtschaft nämlich enorm", so Stoll.

Konzept

"Wer schnell hilft, hilft doppelt. Wir werden daher umgehend alles daransetzen, über den Beteiligungsreferenten Willi das Innsbrucker Stadtmarketing mit der Vorbereitung und Umsetzung unseres Gutschein-Modells in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer zu beauftragen. Denn geht es der Wirtschaft gut, geht es uns allen gut", schließen Oppitz-Plörer und Stoll unisono.

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Autor:

Georg Herrmann aus Innsbruck

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