30.03.2017, 11:46 Uhr

Mit dem E-Bike auf den Gipfel

Für ein vollgefedertes E-Mountainbike mit Top-Ausstattung sollte man in jedem Fall 3.000 bis 4.000 Euro einplanen.

Elektrisch unterstützte Mountainbikes sind heuer der Mega-Trend – auch dank neuen Kundenschichten.

Die Zeiten, als dem E-Bike das Image anhaftete, ein "Spielzeug für Pensionisten" zu sein, sind vorbei. Inzwischen hat das "Fahrrad 4.0", das den Lenker mit einem Elektromotor unterstützt, den umsatzstarken Freizeitmarkt erobert. Heuer liegen E-Mountainbikes voll im Trend.

Qualität hat ihren Preis

Aufgrund der rasanten technischen Weiterentwicklung im Bereich der Motoren- und Akku-Technologie verfügen E-Bikes der neuesten Generation über genügend Kraft und Ausdauer, um ihren Lenker auch in luftige Höhe zu tragen. Bosch, Brose und Yamaha sind derzeit die führenden Motorenhersteller und auch Shimano steht bereits in den Startlöchern. Die angegebene Reichweite liegt je nach Modell zwischen 1.200 und 2.000 Höhenmetern. Doch diese Qualität hat ihren Preis. Einsteiger E-Mountainbikes sind ab 2.000 Euro zu haben, wobei es nach oben natürlich kaum Grenzen gibt. Für ein voll gefedertes Bike mit Top-Ausstattung sollte man aber zumindest 3.000 bis 4.000 Euro einplanen.

Bremsen besonders wichtig

Angesichts dieser Kosten ist eine intensive Beratung durch einen Fachhändler empfehlenswert. "Gerade E-Mountainbikes sollten exakt auf die Bedürfnisse des Lenkers zugeschnitten sein", betont Roland Gamsjäger, Inhaber von Bikepoint in Innsbruck. Er und sein Team freuen sich derzeit über unzählige Kaufinteressenten. "Das Wichtigste ist eine leistungsstarke Bremsanlage. Nur damit ist die Sicherheit gewährleistet. Andere Details – wie etwa die Federung – hängen von den Nutzungswünschen des Lenkers ab", erläutert Gamsjäger. Nur ein Bike, das perfekt für den Kunden konfiguriert wurde, gewährleistet auch hohen Fahrspaß.


Rechtliche Tipps:

Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen E-Bikes bei einer Geschwindigkeit von 25 km/h "abgeriegelt" sein. Sollte diese programmierte Begrenzung – die meisten Motoren sind deutlich leistungsfähiger – entfernt werden, muss das E-Bike bei der Behörde als "Moped" angemeldet werden. Für den Lenker besteht dann Ausweis- und Helmpflicht (Mopedhelm). Sollte diese Anmeldung nicht erfolgen, kann die Haftpflichtversicherung im Falle eines Unfalls die Zahlung verweigern. Experten raten daher dringend davon ab, eigenmächtig die Abriegelungs-Software zu entfernen.
Zudem sollten E-Bike-Neulinge den Umgang mit ihrem motorisierten Fahrrad üben. Besonders bei Bergab-Fahrten gibt es eine signifikante Häufung von Unfällen, da den Lenkern schlicht die Übung fehlt. Aber auch in der Ebene muss der Umgang mit der Motorunterstützung, gerade in Kurven, trainiert werden, um schlimme Folgen zu vermeiden.
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