23.11.2016, 13:28 Uhr

Elektromobilität am Vormarsch

(WB): LA Toni Mattle, Experten Ing. Höfer und Dr. Fleischhacker, Rebecca Kirchbaumer, LGF Daniela Kampfl, WK-Vizepräsidentin Barbara Thaler, LO Franz Hörl. (Foto: WB)

Wirtschaftsbund sowie EcoDrive und GemNova rücken Elektromobilität in den Mittelpunkt.

TIROL. Elektromobilität ist ein wichtiger Schritt für das Tiroler Konzept "Tirol 2050 energieautonom". Erste Maßnahmen für mehr Elektrofahrzeuge sind Auflademöglichkeiten von E-Fahrzeugen, Auswirkungen von Elektromobilität auf die Wirtschaft und ein Mietkonzept für Elektrofahrzeuge für die Tiroler Gemeinden

Auflademöglichkeiten von Elektrofahrzeugen

VP-Landtagsabgeordneter Anton Mattle wandte sich in einem Antrag an die Landesregierung. Bei Neu- und Zubauten sollten schon jetzt Vorbereitungen zum Aufladen von E-Fahrzeugen getroffen werden. Schon jetzt soll diese Möglichkeit in einer Leerverrohrung berücksichtigt werden. Grundlage für diesen Antrag ist der Aufschwung der Technologie bei den Fahrzeugherstellern. Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum und bei privaten Stellplätzen ist Voraussetzung für den Erfolg dieser Technologie.

Gemeinden können Elektroautos mieten

Gemeinden können ab sofort Elektroautos mieten. EcoDrive und GemNova bieten nun die Möglichkeit von Al-Inclusive-Fahrzeugmieten für Tiroler Gemeinden. Ein Fahrzeug muss für mindestens 48 Monate gemietet werden, alle Fahrzeugkosten - von neuen Reifen bis zur Versicherung - sind in der Miete enthalten. Weiters können die Gemeinden Förderungen für diese Fahrzeuge beantragen. Zur Auswahl stehen drei Fahrzeugmodelle, mit denen die unterschiedlichsten Anforderungen abgedeckt werden können. Für Josef Geisler ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung Trendwende in der Mobilität und der Vision Tirol 2050 energieautonom.

Elektromobilität und Wirtschaft

Gerade für die Tiroler Wirtschaft ist Elektromobilität von Bedeutung. Im Projekt "Eh mobil" wird ein Fragenkatalog zum Thema Elektromobilität aus wirtschaftlicher Sicht erarbeitet. Die Arbeitsgruppe besteht aus acht Wirtschaftsbundmitgliedern der verschiedenen Branchen. Berücksichtigt werden branchen- und themenbezogene Aspekte. Dr. Ernst Fleischhacker vom Green Energy Center Europe steht dem Projekt zur Seite. "Am Ende des Prozesses wird ein Fragenkatalog stehen, der wirtschaftliche Interessen und E-Mobilität näher zusammenführt und zu den richtigen, wirtschaftlich nutzbringenden Antworten führen soll“, so Wirtschaftsbundobmann Franz Hörl.

Unterstützung durch die Bundesregierung

Am 23.11. gab das Verkehrs- und Umweltministerium bekannt, dass es ein Unterstützungspaket in Höhe von 72 Millionen Euro für die Elektromobilität geben werde. Mit dieser Unterstützung soll es bis zu 16.000 zusätzliche Elektroautos in Österreich geben. "Das bedeutet für viele Branchen ein komplettes Neudenken ihrer Philosophie und des Geschäftsmodelles. Es ergeben sich viele Chancen, die wir erkennen und darauf unternehmerisch effizient reagieren werden.“, so Franz Hörl.

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