13.04.2017, 09:26 Uhr

Rotes Kreuz Innsbruck ist 110 Jahre alt

Max Langer wurde bei der 110. Jahreshauptversammlung zum Ehrenmitglied ernannt. (Foto: Rotes Kreuz Innsbruck)

Genau heute vor 110 Jahren wurde die Freiwillige Rettung Innsbruck gegründet und damit der Grundstein für jahrhundertelange Hilfe in Innsbruck gelegt.

INNSBRUCK. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik, befreundeter Organisationen und Polizei, sowie dem Roten Kreuz eröffnete Obmann Rupert Stöckl diese Jubiläumsjahreshauptversammlung mit einer Trauerminute für die verstorbener Mitglieder unseres Vereines sowie diesmal auch den ermordeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, die im Dienst am Nächsten ums Leben kamen, verbunden mit dem Appell unter keinen Umständen auf Menschen zu schießen, die unter dem Zeichen des Roten Kreuzes Hilfe bringen wollen.
Das Rote Kreuz Innsbruck konnte auch in diesem Jahr wieder die gewohnte Hilfe im gewohnten Ausmaß bringen. Mehr als 4 Mal umrundeten Rot Kreuz Fahrzeuge die Welt, um in Innsbruck und Umgebung Hilfe in knapp 50.000 Einsätzen zu bringen. Mehr als 75.000 Mal holten gebrechliche, betagte und hilfsbedürftige Menschen im Rahmen des Hausnotrufs Hilfe auf Knopfdruck. Der Obmann bedankte sich bei den Vereinsmitgliedern auch für 5.836 ausgebildete Ersthelfer, die jederzeit noch vor der Rettung verletzten oder erkrankten Personen Hilfe bringen können. Über 7.000 Menschen suchten in den Wintermonaten Schutz vor Kälte und Einsamkeit in unserer Notschlafstelle. Das Bezirksrettungskommando war in acht Großeinsätzen, organisierte und leitete auch die Hilfe für Menschen auf der Flucht.

Unfassbare 60 Jahre Mitgliedschaft beim Verein wurden heute genauso geehrt wie das erste Jahr desselben. Insgesamt 19 neue Mitglieder bekannten sich heute – am Tag des Jubiläums – zum Verein, der für die Hilfe in Innsbruck steht.
Und noch ein Jubiläum konnte der Verein heute feiern. Max Langer – jahrelang Obmann der Freiwilligen Rettung Innsbruck - wurde heute zum Ehrenmitglied ernannt. „Alle Widrigkeiten haben mich als Mensch wachsen lassen“, fasst der Altobmann seine prägende Tätigkeit zusammen.

Der aktuelle Obmann warnt aber auch, achtsam zu sein, „… denn selbst einfache Systeme können unwiederbringlich zerstört werden. Rettet die Rettung bevor ein funktionierendes System endgültig kaputtgemacht wird“, so der Obmann, der damit auf das Bundesvergabegesetz anspielt.
„Wir die Freiwillige Rettung Innsbruck sind da um zu helfen – vor 110 Jahren und auch jetzt und hoffentlich noch in vielen weiteren Jahrhunderten“, Obmann Rupert Stöckl. Eine Hilfe für die sich auch Stadtrat Franz Xaver Gruber im Namen der Stadt Innsbruck bedankte.
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