07.06.2018, 13:47 Uhr

Uni Innsbruck - Wer wird Fußball-Weltmeister?

Wer spielt im Finale der Fußball-WM 2018? - Statistische Berechnungen sollen das Ergebnis vorhersagen. Die Gewinnwahrscheinlichkeiten wurden vom Team rund um Achim Zeileis berechnet. (Foto: Universität Innsbruck)

Wie bereits bei der Fußball-EM 2016 versucht ein Team von Statistikern der Uni Innsbruck das Ergebnis der Fußball Weltmeisterschaft 2018 vorauszuberechnen.

TIROL. Für die Fußball WM 2018 gelten Brasilien und Deutschland als Favoriten - die Statistik zeigt, dass für beide die Wahrscheinlichkeit auf den Weltmeistertitel gleich hoch ist.  Aber die Statistiker rund um Achim Zeileis von der Uni Innsbruck haben noch mehr berechnet.

Top-Favoriten bei der Fußball WM 2018

Die Statistiker haben berechnet, dass die beiden Topfavoriten Brasilien und Deutschland sind. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit auf den WM-Sieg bei 16,6 und 15,8 Prozent. Wahrscheinlich wird auch das Finale zwischen diesen beiden Mannschaften ausgetragen werden, so Achim Zeileis vom Institut für Statistik der Universität Innsbruck. Jedoch ist der Ausgang dieses Finales auch statistisch offen.

Wer hat noch Chancen auf ein Finalspiel?

Ein Computermodell spielt millionenfach das gesamte Turnier der Fußball-WM durch. Dabei werden auch alle möglichen Spielpaarungen durchgespielt. Dabei kam das Modell noch auf weitere Möglichkeiten für einen WM-Sieg. So könnte auch Spanien (12,5 Prozent) oder Frankreich (12,1 Prozent) ins Finale kommen. Bei dieser Variante würden dann im Finale Brasilien gegen Frankreich (9,4 Prozent) oder Deutschland gegen Spanien (9,2 Prozent) stehen. Wobei hier eher Brasilien oder Deutschland der neue Weltmeister sein werden, so der Statistiker. Russland könnte mit einer Chance von 28,9 Prozent ins Viertelfinale kommen.

Berechnung der Gewinnwahrscheinlichkeiten zur Fußball WM

Bereits seit mehreren Jahren berechnet Achim Zeileis mit einem Team von Statistikern die Gewinnwahrscheinlichkeiten bei Fußball-Großereignissen. Als Grundlage dienen dazu die Daten von Buchmachern und Wettbörsen. Diese wiederum greifen für ihre Erstellung der Wettquoten auf historische Daten, Turnierauslosung und kurzfristige Ereignisse zurück. Durch das Computermodell lassen sich dann Gewinn- als auch "Überlebens"-Chancen der einzelnen Mannschaften berechnen.

Wie sicher sind die Berechnungen?

„Von einer 100 Prozent sicheren Prognose sind wir aber weit entfernt“, so Achim Zeileis. Trotz der relativ genauen Berechnungen, hat aber auch oft der Zufall seine Hand im Spiel. So war bei der EURO 2016 die wahrscheinlichste Prognose, dass Gastgeber Frankreich Mitfavorit Deutschland im Halbfinale schlägt und danach auch das Finale gewinnt. „Hätte Gignac in der 92. Minute gegen Portugal das Tor und nicht nur den Pfosten getroffen, wären wir mit dieser Einschätzung genau richtig gelegen“, sagt Achim Zeileis. Daher siegte Portugal in der Verlängerung.

Weitere Informationen

Hier geht es zur statistischen Prognose mit interaktiven Grafiken: http://bit.ly/fifa-forecast

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Karl B aus St. Veit | 08.06.2018 | 17:45   Melden
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