Kössen-Schleching - Schmugglerweg
Am Schmugglerweg über die Grenze

Auf der bayerischen Seite der Brücke: Die Bgm. Reinhard Flörl und Sepp Loferer und TVB-Obmann Gerd Erharter.
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  • Auf der bayerischen Seite der Brücke: Die Bgm. Reinhard Flörl und Sepp Loferer und TVB-Obmann Gerd Erharter.
  • Foto: Eberharter
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Schmugglerweg Klobenstein: Ein Vorzeigeprojekt für die gesamte Region.
KÖSSEN (be). In den Köpfen der Touristiker existierte das Projekt des grenzüberschreitenden Klobensteinweges schon lange. Beim Hochwasser 2013 wurde dann die Brücke nahe der Klobenstein-Kapelle stark beschädigt. Die Verantwortlichen des TVB Kaiserwinkl und der Gemeinden Kössen und Schleching setzten sich zusammen, um einen Plan für ein zukunftsweisendes Projekt anzugehen.

Brücke als Herzstück

Das Herzstück dieses Weges, der in den Ortszentren von Kössen und Schleching startet bzw endet, ist die Hängebrücke bei der Klobensteinschlucht. Diese ist nun fertiggestellt und bei einem Treffen vorgestellt.
„Jetzt können wir endlich herzeigen, was in moderater Weise entstanden ist“, freute sich Kössens Bgm. Reinhard Flörl. Sein Amtskollege Sepp Loferer aus Schleching bezeichnete es als wichtiges Projekt für die ganze Region. „Die Brücke verbindet“, erklärte er.

TVB Obmann Gerd Erharter erklärte, wie es zur Ausführung des Projektes kam. „Die Wirtschaftskammer Kitzbühel hat bei uns angefragt, ob wir ein Projekt wissen, bei dem man die Unterstützung von außen braucht.“ Seitens der Wirtschaftskammer wurde dann die Universität Innsbruck einbezogen. In so manchen Schriften stand von Gletschermühlen geschrieben, die man  man in das Projekt einbeziehen wollte. Von der Firma Revital wurden die Ansprüche und Vorstellungen aufgearbeitet, sodass „wir zu Bildern unserer Träume gekommen sind“, so Erharter.
Anfangs war auch ein Radweg Thema, doch dieser ließ sich aufgrund der Geologie nicht umsetzen. Von Anfang an stand fest, dass bei diesem Weg die Natur im Mittelpunkt stehen soll und keine künstlichen Animationen. Laut Gästeumfrage ist das Wandern ein Hauptgrund für einen Kaiserwinkl-Urlaub, durch "Corona" wurde das Wandern noch interessanter.

Zeit- und kostenaufwendig

Für die Ideengeber war es manchmal schwierig, die positive Stimmung für das Projekt aufrecht zu halten: "Es geht nichts weiter", hieß es wiederholt. Grund dafür war, dass Bundes- und EU-Gelder (Interreg und Euregio) in Anspruch genommen wurden, und diese Abwicklung sehr zeitaufwendig ist. „Allein hätten wir das Geld nie aufbringen können“, sind sich die Projektpartner einig. Walter Mayr, Vorstand Interreg Österreich – Bayern, beteuerte, dass er für derartige Projekt gerne weiter zur Verfügung stehen werde. Zudem gab es noch den einen oder anderen Stolperstein auszuräumen, weil die Geologie nicht dem entsprach, was sich die Fachleute erwartet hatten.

Rund 1,3 Mio. Euro betragen die Gesamtkosten des Projektes, etwa 800.000 € davon wird durch Förderungen finanziert, den Rest müssen die drei Projektpartner gemeinsam tragen. Offiziell eröffnet wird der Weg im Frühjahr 2021. Bis dahin will man auch eine Lösung finden, damit die Wanderer von einem Ort zum anderen gehen und dann mit dem Bus wieder zum Ausgangspunkt zurück kommen. Ganz bewusst hat man darauf verzichtet, Parkplätze, etwa in der Nähe der Hängebrücke, zu errichten. Die Wege wurden in moderater Breite angelegt, dazwischen gibt es  Ruhebänke an besonders schönen Aussichtspunkten.

Auf der bayerischen Seite der Brücke: Die Bgm. Reinhard Flörl und Sepp Loferer und TVB-Obmann Gerd Erharter.
Die neue Hängebrücke mit den Gletschermühlen im Vordergrund.
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