Pilotphase
Dosierampeln und Fahrverbote sollen Stau-Region entlasten
- 2025 wurden an der Verkehrszählstelle in Jochberg durchschnittlich 10.264 Kraftfahrzeuge pro Tag registriert.
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Dosierampel, Fahrverbote und Verkehrszählung: Pilotbetrieb an ausgewählten Wochenenden zur Entlastung der Gemeinden Aurach, Jochberg und Kitzbühel.
AURACH, JOCHBERG, KITZBÜHEL. In Tirol kommt es insbesondere an den Reisewochenenden im Sommer und Winter zu hohem Verkehrsaufkommen, Staus und Ausweichverkehr. Das Land Tirol steuert mit Maßnahmen wie Fahrverboten auf dem niederrangigen Straßennetz, zusätzlichen Kontrollen und Dosierampeln gegen.
Bisher gab es im Bezirk Kitzbühel keine derartigen Maßnahmen. An der B 161 Pass-Thurn-Straße kommt es jedoch zu hohem Verkehrsaufkommen in den Ortsgebieten, die den regulären Verkehrsfluss behindern. Zudem weichen Pkw bei längeren Verzögerungen auf die Nebenstraßen in den Gemeinden aus und haben damit direkten Einfluss auf das tägliche Leben in den Orten und negative Auswirkungen auf die Verkehrs- und Versorgungssicherheit.
Maßnahmen werden getestet
Nach Gesprächen mit den Bürgermeistern der Gemeinden Aurach, Jochberg und Kitzbühel Anfang des Jahres werden daher nun verkehrsorganisatorische Maßnahmen im Pilotbetrieb getestet.
„Aktuell gibt es knapp 40 Fahrverbote in Tirol, um Ausweichverkehr auf das niederrangige Straßennetz bestmöglich zu verhindern. Darüber hinaus haben wir an bestimmten Streckenabschnitten Dosierampeln im Einsatz. Mir ist wichtig zu betonen, dass diese Maßnahmen immer auf einer entsprechenden rechtlichen und fachlichen Grundlage beruhen müssen und nicht auf bloßen Zuruf verordnet werden können. Deshalb schauen wir uns die Situation rund um den Pass Thurn nun mit Unterstützung von Expertinnen und Experten in einer ersten Pilotphase genau an und können dann mit der vorliegenden Evaluierung entscheiden, welche Maßnahmen in welchem Umfang wirksam und gerechtfertigt sind und die Bevölkerung auch entlasten“,
erklärt Verkehrslandesrat René Zumtobel.
Bis zu 17.000 Kraftfahrzeuge pro Tag
2025 wurden an der Verkehrszählstelle in Jochberg durchschnittlich 10.264 Kraftfahrzeuge pro Tag registriert – mit zum Teil stark ausgeprägten Spitzen an den Wochenenden mit bis zu 17.000 Kraftfahrzeuge pro 24 Stunden.
Für den nun startenden Pilotbetrieb wurden bereits Verkehrsdaten ausgewertet und Staus in der Vergangenheit analysiert. Das Fazit der Auswertungen: Viele der Staus hängen mit Großveranstaltungen zusammen und insbesondere die Verkehrsknoten in der Stadt Kitzbühel stoßen an Spitzentagen an die Belastungsgrenze. Das Stauaufkommen ist an Spitzentagen insbesondere in der Fahrtrichtung Norden (Deutschland) erheblich und erstreckt sich an einzelnen Tagen über Jochberg hinaus.
Weitere Vorgehensweise wird im Herbst besprochen
Um ein noch genaueres Bild zu bekommen, werden ab Mitte Juli Verkehrszählungen durchgeführt und Fußgängerströme, die durch Straßenquerung auch Einfluss auf den Durchzugsverkehr haben, analysiert. Zu einem ersten Probebetrieb der angedachten und mit den Gemeinden abgestimmten verkehrsorganisatorischen Maßnahmen wird es dann am 24. und 25. Juli kommen. An diesen Tagen wird aufgrund einer Veranstaltung mit hohem Verkehrsaufkommen gerechnet. Als Vergleich wurde ein Wochenende im August gewählt – hier wird mit einem für den Sommer durchschnittlichen Verkehrsaufkommen gerechnet.
Konkret geht es aktuell um den testweisen Einsatz einer Dosierampel im Bereich Jochberg und Durchfahrtsverbote für den Ausweichverkehr am parallelen niederrangigen Straßennetz. Nach Datensammlung und Probetrieb wird die weitere Vorgehensweise in enger Abstimmung mit den Bürgermeistern im Herbst besprochen, wobei Erkenntnisse auch für mögliche Maßnahmen in Fahrtrichtung Süden (Pass Thurn, Salzburg) gewonnen werden.
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