Kössen: Standort für neues Altenwohnheim festgelegt - mit Video!

Gemeinde Kössen macht Nägel mit Köpfen: 2019 soll mit dem Bau des neuen Altenwohnheimes begonnen werden.
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  • hochgeladen von Johanna Schweinester

KÖSSEN (jos). Schon seit geraumer Zeit ist die Gemeinde Kössen auf der Suche nach einem neuen Standort für das neue Altenwohn- und Pflegeheim. Das alte Gebäude ist stark veraltet und wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Am 4. April wurde im Gemeinderat der neue Standort beschlossen.

Große Auswahl

Mehrere Möglichkeiten für einen Standort standen zur Auswahl. Der Bauplatz bei der Pension Florian (sog. "Sternfeld") stellte sich als ungeeignet heraus; südlich des Tennisplatzes kam man mit den Grundeigentümern aus familiären Gründen zu keiner Einigung bezüglich eines Grundtausches mit der Gemeinde.

Fakten

Nun wurde als Bauplatz das "Mesnerfeld" (hinter Billa) in Erwägung gezogen. Die geheime Abstimmung im Gemeinderat brachte ein positives Ergebnis (16:1).
Fast 9.000 m2 stehen der Gemeinde für das Projekt zur Verfügung. Dort sollen das Altenwohn- und Pflegeheim, der Sozialsprengel und das betreute Wohnen für die Gemeindebürger unterkommen. "Geplant wäre ein 'Mehr-Generationen-Haus', wo auch der Kindergarten seinen Platz finden sollte. Da müssen wir aber platztechnisch noch abwarten, wie sich alles entwickelt", so Bgm. Reinhold Flörl. Der Kindergarten wäre beim Mesnerfeld aber lt. Flörl als Standort nicht optimal geeignet.
"Die Kosten für den Neubau belaufen sich grob geschätzt auf ca. 10 bis 14 Millionen Euro", so Flörl.

Konstruktive Kritik

GR Emanuel Daxer zeigte sich bei der Gemeindeversammlung mit dem Standort nicht zufrieden: "Die alten Leute wollen die Nähe zum Dorfkern. Sie wollen in Wirtshäuser und Cafés gehen, die Gräber und die Kirche besuchen. Dass das Altenwohnheim jetzt beim Mesnerfeld gebaut wird, kann ich nicht nachvollziehen." GR Johann Knoll konterte: "Der Standort ist wunderschön, andere Gemeinden wären uns neidisch. Bei anderen Möglichkeiten hätte es sicher auch viele Gegenargumente gegeben."

Neue Wege, neues Gebäude

Der Weg zum neuen Altenwohnheim wird im Zuge des Neubaues verbreitet. Es besteht ein Vertrag mit der REWE-Gruppe, dass die Gemeinde den Weg umbauen darf, die Rechte obliegen jedoch weiterhin dem Konzern. An der Wegführung ins Ortszentrum soll ebenfalls gearbeitet werden.
Nun wird ein Architektenwettbewerb unter Leitung von Michael Fuchs aus Innsbruck für die Gestaltung stattfinden. "Nach Ende des Bewerbes können wir im Herbst hoffentlich mit der Einreichsplanung starten. Baubeginn ist dann 2019 - ein 'sportliches' Ziel, aber umsetzbar", so Flörl.
Über die Finanzierung hat sich Flörl bereits bei anderen Gemeinden erkundigt, die in jüngster Vergangenheit ähnliche Projekte realisiert haben.

Nachnutzungsmöglichkeiten

Für das alte Gebäude arbeitet die Gemeinde bereits an einem Nachnutzungskonzept. Welche Vereine oder Einrichtungen es nutzen werden, stehe noch nicht fest. "Wünschenswert wäre eine Sanierung und Weiternutzung des alten Heims", so Flörl.
Im Gemeinderat wurde eine Prioritätenliste erstellt, wo als erstes das neue Heim, dann die Volksschule und anschließend der Kindergarten in "Angriff genommen" werden.

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