Corona - Tourismus
Corona-Pandemie trifft den Tourismus in Tirol äußerst hart

Die Touristiker im Land bangen auch für den Sommer um viele Nächtigungen und Einnahmen.
  • Die Touristiker im Land bangen auch für den Sommer um viele Nächtigungen und Einnahmen.
  • Foto: TVB PillerseeTal/Defrancesco
  • hochgeladen von Klaus Kogler

Verlust von 15 Millionen Nächtigungen und 4 Milliarden Euro prognostiziert.
TIROL, BEZIRK KITZBÜHEL (niko). Die Corona-Pandemie wird einen entscheidenden
Einfluss auf den Tiroler Tourismus nehmen.

Nach über 49,6 Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr 2018/19 war Tirol drauf und dran, die 50-Millionen-Nächtigungsgrenze im Tourismusjahr 2019/20 zu durchbrechen. Zwischen November 2019 und Jänner 2020 (vorliegende Statistik) wurden um rund 583.000 mehr
Nächtigungen registriert (+5,1 %). Doch Mitte März kam – wie berichtet – das abrupte Saisonende.

Davon abhängig, wie lange die Hotels geschlossen bleiben müssen und wie sich die Situation in den Herkunftsmärkten entwickeln wird, werden die tatsächlichen Auswirkungen erst im Nachhinein ermittelt werden können. Ennemoser Consulting wagt sich dennoch an eine erste
grobe Schätzung, welches Ausmaß die Auswirkungen haben könnten.

Millionen Nächtigungen weniger

Ennemoser rechnet für das Bundesland Tirol mit einem Rückgang von rund 5,1 Mio. Nächtigungen für die (theoretisch) noch laufende Wintersaison und einem Rückgang von rund 9,6 Mio. Nächtigungen für die kommende Sommersaison; in Summe also mit einem Minus von 14,7 Mio. Nächtigungen auf das gesamte Tourismusjahr 2019/20 bezogen.
Dieser geschätzte Rückgang beläuft sich auf fast 30 % und wird Mindereinnahmen in Höhe von rund € 2,3 Milliarden für Tirol bedeuten, wobei in dieser Summe die Ausgaben der Tagesgäste noch nicht eingerechnet sind.

Durch die Verflechtung mit anderen Branchen verringert sich das durch den Tourismus generierte und induzierte Tiroler Regionaleinkommen um über 4 Milliarde Euro.

Wie geht es auf betrieblicher Ebene weiter?

In erster Linie wird es darauf ankommen, die jeweilige betriebliche Situation zu analysieren und alle Maßnahmen zu treffen, um die Liquidität über die kommende Durststrecke zu sichern.
Kurzfristigen Liquiditäts- und Finanzplänen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, so Klaus Ennemoser.

Viele Touristiker setzen nun auf den österreichischen Markt (Inlandtourismus). Dieser könnte auch als Dank an die österreichische Bevölkerung steuerlich absetzbar gestaltet werden, schlägt der Berater vor, "mit dieser Maßnahme könnte die Kaufkraft und Wertschöpfung in Österreich bleiben sowie ein zusätzlicher Impuls zum Wiederaufbau der österreichischen Wirtschaft geschaffen werden."

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