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Planung für neue Unterinntalbahn aktualisiert

Die ÖBB präsentiert den verbesserten Plan zur Neubaustrecke Radfeld-Schaftenau.
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  • Die ÖBB präsentiert den verbesserten Plan zur Neubaustrecke Radfeld-Schaftenau.
  • Foto: ÖBB Deopito/ BB Archiv Buchbauer
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Im August 2019 haben die ÖBB die Umweltverträglichkeitserklärung zur Neubaustrecke Schaftenau – Radfeld zur Genehmigung eingereicht. Nach intensiven Abstimmungen mit den Gemeinden wurden Details des Projektes nochmals verbessert. 

BEZIRK KUFSTEIN (red). Beim Bau einer neuen Eisenbahnstrecke gilt es laut der ÖBB eine Vielzahl verschiedener Umweltaspekte zu berücksichtigen. In einer Umweltverträglichkeitserklärung habe die ÖBB bereits im vergangenen Sommer die Planung sowie geplante Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen bei der zuständigen Behörde eingereicht. Die Unterlagen werden derzeit von Sachverständigen geprüft, im Anschluss zur Einsichtnahme aufgelegt und abschließend auch öffentlich verhandelt.

Lösungen gemeinsam mit Gemeinden erarbeitet

Trotz der weit fortgeschrittenen Planung habe die ÖBB mit den Gemeinden der Region den intensiven Austausch zu Teilaspekten des Projektes weiter fortgesetzt. In zahlreichen Gesprächen haben die Techniker gemeinsam mit den Bürgermeistern und Interessensträgern Ergänzungen zu den Planunterlagen und verschiedene Bedürfnisse der Anrainer weiter ausgelotet, so die ÖBB. Das Ergebnis dieser intensiven Abstimmungen war eine Aktualisierung der Planungen im Zusammenhang mit einer Baustelleneinrichtungsfläche in Angath sowie in Bezug auf die Verknüpfungsstelle Langkampfen. Im Februar und März haben die Gemeinderäte von Angath und Langkampfen den ÖBB-Vorschlägen zugestimmt. Damit war der Startschuss für die Anpassung der Einreichpläne gegeben. Alle Überarbeitungen wurden Anfang Mai an die Behörde übermittelt.

Anpassungen in Langkampfen

Am Gebiet der Gemeinde Langkampfen war im Bereich Unterlangkampfen - Niederbreitenbach die Führung der neuen Bahngleise ursprünglich in einer rund 1.150 m langen Wanne vorgesehen. Weiters war im Bereich Schaftenau/Auweg eine Überführung über die neu zu errichtenden Bahngleise geplant. Die Aktualisierungen sehen nun im Bereich Unterlangkampfen - Niederbreitenbach eine Unterflur-Tunnelstrecke vor. Im Bereich Schaftenau/Auweg soll die Querung der Bahntrasse in einer Unterführung erfolgen. Die Konsequenz daraus sei, dass sich das Tunnelportal für die Weiterführung der Eisenbahnstrecke in Richtung Deutschland um rund 800 Meter in Richtung Osten verschiebt, so die ÖBB.

Baustelleneinrichtung in Angath wird reduziert

Am Gebiet der Gemeinde Angath ist eine Baustelleneinrichtungsfläche zwischen dem Ortskern und der Inntalautobahn A12 vorgesehen. Durch die Aktualisierung der Pläne sei eine Halbierung der Baustelleneinrichtungsfläche in Angath möglich, zugleich soll ein Teil der reduzierten Fläche nun in den Bereich des nicht besiedelten Liesfeldes am Rande des Gemeindegebietes Kundl verlegt werden, wie die ÖBB erklärt. Die Bevölkerung in den Projektgemeinden werde durch die gemeinsam ausgearbeiteten Anpassungen der Baulogistik wesentlich entlastet.

Lärmschutz ist ein besonderes Anliegen

Ein besonderes Augenmerk sollen die Planer der neuen Unterinntalbahn auf die zeitgemäße Ausgestaltung der Lärmschutzmaßnahmen legen. Diese würden sowohl die spezifische Umweltsituation als auch die topografischen Verhältnisse im Inntal berücksichtigen. Die ÖBB rechne mit einer gesamthaften Verbesserung der Verkehrslärmsituation im gesamten Projektraum. Einen wichtigen Beitrag dazu würde dabei auch die Umlegung des Schienenverkehrs von der Bestandstrecke auf die moderne Neubaustrecke leisten.

Brenner-Basistunnel

Der zweite Ausbauschritt am Nordzulauf zum Brenner Basistunnel diene laut der ÖBB zur Herstellung einer leistungsfähigen Umfahrung des stark belasteten Eisenbahnknotens Wörgl. Durch das Projekt schaffe man die Möglichkeit, zusätzliche Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern, was wiederum der ohnehin transitgeplagten Bevölkerung im Inn- bzw. Wipptal zugutekommen würde, so die ÖBB weiters. Zudem würde dadurch ein wichtiger Beitrag zur Verringerung des CO2 Ausstoßes geleistet. Auch der weitere Ausbau von regionalen Verkehrsangeboten wird laut der ÖBB durch die Herstellung einer modernen Schieneninfrastruktur wirkungsvoll unterstützt.

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Autor:

Magdalena Gredler aus Kufstein

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