Leibnitz
Ehrung für verdiente Persönlichkeiten beim Neujahrsempfang Leibnitz
- Viele Ehrungen gab es im Rahmen des Neujahrsempfang der Stadtgemeinde Leibnitz
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Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die gute Zusammenarbeit zum Wohle der Stadtgemeinde Leibnitz lud Bürgermeister Michael Schumacher am Donnerstagabend zum Neujahrsempfang im Kulturzentrum Leibnitz ein. Einen besonderen Höhepunkt bildete die Ehrung verdienter Persönlichkeiten aus dem Bereich Soziales und Bildung.
LEIBNITZ. Musikalisch begleitet von der Stadtkapelle Leibnitz wurde der traditionelle Neujahrsempfang im Kulturzentrum Leibnitz von Bürgermeister Michael Schumacher eröffnet, zu dem auch 2025 zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Bildung begrüßt werden konnten.
Mit 14.561 Einwohnerinnen und Einwohnern (davon 13.525 Hauptwohnsitze und 1.036, Stand 8. 1. 2025) gilt die Bezirksstadt als attraktiver Wohnort im Kernraum Leibnitz.
- Bezirkshauptfrau Karin Wiesegger-Eck mit Sohn sowie Henry Sams, Klaus Steinwendter und Freddie Weiland im Gespräch. (v.l.)
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Rückschau und Vorschau
In einem ausführlichen Bericht wies Bürgermeister Michael Schumacher auf die vielen Projekte und Initiativen hin, die im Jahr 2024 zum Wohle von Leibnitz umgesetzt werden konnten bzw. nach dem verheerenden Hochwasser im August 2024 notwendig waren. Ebenso gab es für die Stadt im Vorjahr zahlreiche Auszeichnungen für die Leistungen im Bereich Klimaschutz und Bildung. Im Jubiläumsjahr "111 Jahre Stadterhebung" konnten auch unzählige Besucherinnen und Besucher bei unterschiedlichsten Veranstaltungen begrüßt werden.
Mit dem Bau des neuen Grottenhof-Kreisverkehrs sprach der Stadtchef unter anderem ein besonders wichtiges Projekt im Zeichen der Sicherheit für Leibnitz an. Baubeginn ist im Frühjahr 2025. Weiters ging Bürgermeister Schumacher auf geplante Hochwasserschutzmaßnahmen ein.
Eigener Honig und Stadtwein
Mit Stolz konnte Schumacher auch davon berichten, dass die Stadt ihren eigenen Honig und Stadtwein hat. Der Leibnitzer Stadthonig wurde bei der Honigprämierung mit Gold ausgezeichnet, wofür der Stadtchef dem Imker Anton Rebernik besonders für seinen Einsatz dankte.
Der Stadtwein 2025 ist ein fruchtig, knackiger DAC-Welchriesling, Lage Kogelberg, vom Buschenschank Schulter in Kaindorf an der Sulm. "Ein herzhafter Wein", wie die Gäste beim Neujahrsempfang in Leibnitz bei Würstl und Imbiss feststellten.
Ehrung im Bereich Bildung und Soziales
Inhaltlichen Schwerpunkt beim Neujahrsempfang bildete die Ehrung verdienter Persönlichkeiten aus dem Bereich Bildung/Sport in Leibnitz (SPIGL) und Soziales, die sich durch herausragende Leistungen für die Stadtgemeinde Leibnitz verdient gemacht haben. Verliehen wurden Ehrenzeichen in Gold und Silber. Dabei scheute Vizebürgermeisterin Helga Sams keine Mühen, um für jede geehrte Persönlichkeit eine beeindruckende persönliche Laudatio vorzubereiten und vorzutragen. Überreicht wurden die Ehrenzeichen von Bürgermeister Michael Schumacher und Vizebürgermeister Berndt Hamböck.
Moderiert wurde der Abend in bewährter Weise von Nina-Nike Velander.
- Beeindruckte mit ihren Ausführungen für die Geehrten: Vizebürgermeisterin Helga Sams mit Moderatorin Nina-Nike Velander
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Das Ehrenzeichen in Gold im Bereich Bildung erhielten:
- OSR Margit Tinnacher
- OSR Franz Hartinger
- HR Günter Schweigler
Das Ehrenzeichen in Silber im Bereich Soziales wurde verliehen an:
- Brigitte Hösele-Klingenberg
- Siegfried Bauer
- Sandra Janics-Jakomini
- Eva Surma
- Josefine Frühwirth
- Edith Bischoff
Ehrenzeichen in Gold im Bereich Soziales:
- Marianne Pratl-Zebinger
- Christine Koller
- Karla Grossmann
- Dietmar Ortner
Margit Tinnacher
Margit Tinnacher, geboren am 20. Januar 1953, ist eine beeindruckende Persönlichkeit, die ihr Leben der Bildung, Musik, dem Sport und dem sozialen Engagement gewidmet hat. Nach ihrem Studium der Naturwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz (1971–1976) und dem erfolgreichen Abschluss ihrer Lehramtsprüfung begann sie ihre pädagogische Laufbahn zunächst in Liezen und Schladming, bevor sie ab 1978 an der BHAK/BHAS Leibnitz unterrichtete.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Margit Tinnacher und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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Dort setzte sie bis zu ihrer Pensionierung am 1. Dezember 2013 wichtige Akzente – von der Gründung eines Schulorchesters 1981 bis hin zu innovativen Projekten wie „Umwelt – Ressourcen – Gesundheit“ und ihrer Tätigkeit als Kursleiterin für das Jugendrotkreuz. Für ihre herausragende Arbeit wurde sie 2008 zur Oberstudienrätin ernannt.
Auch abseits der Schule zeigte Margit Tinnacher außerordentliches Engagement. Als langjährige Obfrau der Sportunion Leibnitz führte sie den Verein über 20 Jahre und prägte dessen Entwicklung maßgeblich. Ihre Leistungen im Sport wurden mit zahlreichen Ehrenzeichen in Gold gewürdigt. Als Gründungsmitglied von SPIGL übernahm sie nach dem Ausscheiden von Reinhold Heidinger koordinative Aufgaben und war bis zuletzt aktiv an der Weiterentwicklung des Projekts beteiligt.
Neben ihrer beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit ist Margit Tinnacher auch eine leidenschaftliche Musikerin, die viele Jahre im Leibnitzer Akkordeonorchester mitwirkte, sowie eine begeisterte Tänzerin und Leiterin einer Gymnastikgruppe. Ihr Lebensweg ist geprägt von Kreativität, Innovationsgeist und einem unermüdlichen Einsatz für die Gemeinschaft, die Jugend und den Sport.
Franz Hartinger
OSR Franz Hartinger, geboren am 6. Februar 1953, blickt auf ein beeindruckendes Lebenswerk als Pädagoge, Sportler und engagierter Ehrenamtlicher zurück. Seine Laufbahn als Lehrer begann 1974 mit den Fächern Mathematik, Leibesübungen und Geometrisches Zeichnen. Ab Jänner 1993 leitete er als Direktor die MS II in Leibnitz und prägte diese Institution über zwei Jahrzehnte, bis er am 30. April 2014 in den wohlverdienten Ruhestand trat.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Franz Hartinger und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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Sein Herz schlägt jedoch nicht nur für die Bildung, sondern auch für den Sport – insbesondere für den Orientierungslauf, dem er seit 1966 als aktives Mitglied und Funktionär des Leibnitzer AC verbunden ist. Als Athlet erreichte er beeindruckende Erfolge, darunter fünf Staatsmeistertitel und über 100 österreichische Meistertitel in verschiedenen Altersklassen. Gleichzeitig widmete er sich als Trainer, Übungsleiter und Funktionär der Förderung dieser Sportart auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Sein langjähriges Engagement wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter das Bundesehrenzeichen der Republik Österreich und das Landessportehrenzeichen in Gold.
Darüber hinaus ist Franz Hartinger seit Jahrzehnten als freier Medienmitarbeiter tätig und hat sich in den letzten Jahren verstärkt für soziales Engagement eingesetzt. Seit 2015 koordinierte er Deutschkurse für Migrantinnen und Migranten, richtete Übergangsklassen ein und unterstützt seit 2019 die Vinzi-Gemeinschaft in Leibnitz.
"Heute ehrt man einen Mann, der sein Leben der Förderung von Bildung, Sport und sozialen Projekten gewidmet hat und dessen unermüdlicher Einsatz weit über die Region hinaus strahlt.", betonte Helga Sams.
Günter Schweigler
Die HTL Kaindorf, gegründet 1993 unter Direktor Hansjörg Trummer, begann bescheiden mit einer Klasse und zwölf Lehrpersonen in der Hauptschule Lebring. Bereits ein Jahr später wurde der heutige Standort in der Grazerstraße feierlich eröffnet, und die Schule entwickelte sich zu einer angesehenen Bildungsstätte mit heute rund 900 Schülerinnen und Schülern in 36 Klassen und 100 Lehrpersonen.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit HR Günter Schweigler und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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1998 nahm Günter Schweigler, damals Stellvertreter des verstorbenen Gründungsdirektors Trummer, das Amt des Direktors an. Damit begann eine 25-jährige Ära, die durch Schweiglers unermüdlichen Einsatz und den Leitspruch „Leistung mit Menschlichkeit“ geprägt war. Unter seiner Leitung wuchs die Schule zu einer der bedeutendsten technischen Ausbildungsstätten der Region mit den Schwerpunkten Informatik, Mechatronik, Automatisierung und Robotik.
Als studierter Englisch- und Geschichtslehrer entdeckte Schweigler schon früh seine Liebe zur englischen Sprache und zur Musik der Beatles, die ihn auch in seiner beruflichen Laufbahn stets begleiteten. Obwohl er ursprünglich nie Direktor sein wollte, meisterte er die Herausforderung mit Bravour und hinterließ eine Schule, die für ihre Reputation und ihren Zuspruch von Schülerinnen und Schülern wie Wirtschaft gleichermaßen geschätzt wird.
Mit 1. Juli 2023 endete seine beeindruckende Laufbahn, und er verabschiedete sich in den wohlverdienten Ruhestand. "Seine Liebe zur Musik und die Kärntner Seen werden ihn künftig begleiten – genauso wie die Erinnerungen an ein Vierteljahrhundert, das er mit Herz und Seele der HTL Kaindorf widmete", meinte Helga Sams in ihren Abschlussworten für den Geehrten.
Brigitte Hösele-Klingenberg
Brigitte Hösele-Klingenberg, geboren am 9. Mai 1957 in Graz, hat ein Leben voller Hingabe und Engagement für Bildung, Integration und soziale Anliegen geführt. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Salzburg und Radstadt, bevor sie 1976 nach Graz zog, um an der Pädagogischen Hochschule zur Volksschullehrerin ausgebildet zu werden. Ihre pädagogische Laufbahn begann 1983 in Kaindorf an der Sulm, gefolgt von weiteren Stationen in der Steiermark und schließlich an der Österreichisch-Ungarischen Europaschule in Budapest, wo sie von 2006 bis 2013 unterrichtete.
- Ehrung in Silber: Bürgermeister Michael Schumacher mit Brigitte Hösele-Klingenberg und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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2013 führte sie ihr Weg zurück nach Leibnitz, wo sie nach ihrer Hochzeit mit Günter Hösele die Leitung der Volksschule Kaindorf an der Sulm übernahm. Ihre Tätigkeit als Direktorin prägte die Schule bis 2018, als gesundheitliche Gründe sie zum Rücktritt zwangen. Nach ihrer Pensionierung im Mai 2019 fand sie durch eine Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin neue Möglichkeiten, anderen zu helfen. Besonders wichtig ist ihr die Unterstützung Trauernder – sowohl als Seelensport-Trainerin als auch durch ihren Einsatz, Trauer gesellschaftsfähig zu machen.
Nach dem Verlust ihres Ehemannes im Sommer 2022 widmete sie sich mit Herzblut ehrenamtlichen Projekten. Beim 60+ Treff begrüßt sie Menschen mit Herzlichkeit, während sie bei ISOP Migrantinnen und Migranten sowie Pflichtschulabsolventinnen und Pflichtschulabsolventen durch Deutschkurse unterstützt.
Brigitte Hösele-Klingenberg vereint in ihrem Wirken eine beeindruckende Mischung aus pädagogischem Können, sozialem Engagement und der Fähigkeit, Menschen in schwierigen Lebenslagen zu stärken. Ihr Leben ist geprägt von unermüdlicher Hingabe und einer tiefen Verbundenheit zu den Menschen, die ihre Hilfe suchen.
Siegfried Bauer
Siegfried Bauer, geboren am 2. August 1956 in Hartberg, hat mit seinem Engagement für Musik, Bildung und soziale Projekte tiefe Spuren in der Region hinterlassen. Nach Kindheit und Jugend in Graz absolvierte er die Handelsakademie und studierte Deutsch, Englische Philologie sowie Geographie. 1981 begann er als Lehrer an der Bundeshandelsakademie Leibnitz zu arbeiten, wohin er 1995 mit seiner Familie nach Seggauberg übersiedelte. Seine musikalische Leidenschaft prägte sein Leben von klein auf: Bereits mit zwölf Jahren erhielt er sein erstes Akkordeon, das bis heute sein treuer Begleiter ist.
- Ehrenzeichen in Silber: Bürgermeister Michael Schumacher mit Siegfried Bauer und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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Musik ist für Bauer weit mehr als ein Hobby – sie ist seine Brücke zu den Menschen. Als langjähriges Mitglied und Obmann des Singkreises Frauenberg lebt er seine Begeisterung für Chormusik, während er mit seinen Akkordeon-Auftritten Freude in Pflegeheimen und bei Seniorentreffen bringt. Seit 2019 trat er über 100 Mal in Pflegeheimen in Leibnitz und Umgebung auf und gestaltet seit 2020 die regelmäßige „Stunde der Musik“ im „Café Wohnzimmer“, wo er mit beliebten Schlagern und volkstümlichen Melodien das Publikum begeistert.
Darüber hinaus engagiert sich Bauer ehrenamtlich als Sozialbegleiter im Verein „ProHumanis“ und unterstützt seit sechs Jahren wöchentlich Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Mit besonderem Einsatz fördert er zudem Flüchtlinge und Asylwerber aus verschiedenen Ländern durch Deutschunterricht und gemeinsame Aktivitäten. In seinem Ruhestand nutzt er seine Zeit, um anderen Menschen Freude zu schenken, sei es durch Musik oder tatkräftige Unterstützung – ein Engagement, das die Gemeinschaft bereichert und beispielhaft wirkt.
Sandra Janics-Jakomini und Eva Surma
Eva Christiane Surma, geboren im April 1966, und Sandra Janics-Jakomini, geboren im April 1976, sind die Begründerinnen des Vereins Freiraum, den sie 2006 gemeinsam ins Leben riefen. Der Verein Freiraum ist seit seiner Gründung eine zentrale Anlaufstelle für Frauen in der Südsteiermark, die Frauen in allen Lebensbereichen unterstützt und sich für Gleichstellung, Integration und Selbstermächtigung einsetzt.
Surma bringt ihre umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Migration, Bildung und Erwachsenenbildung in die Arbeit des Vereins ein. Sie absolvierte mehrere akademische Aus- und Weiterbildungen, darunter ein Studium in Migrationsmanagement und zahlreiche Zertifizierungen als Sprachtrainerin und Erwachsenenbildnerin. Als Geschäftsführerin der Frauenservicestelle Leibnitz leitete sie Projekte wie „Frauen wandern zu“, das Migrantinnen beim Integrationsprozess unterstützte und war entscheidend am Aufbau von Integrationszentren beteiligt.
- Ehrenzeichen in Silber: Bürgermeister Michael Schumacher, Eva Surma, Sandra Janics-Jakomini und Vizebürgermeister Berndt Hamböck
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Janics-Jakomini, die durch ihre Studien der Erziehungs- und Geschlechterforschung fundiertes Wissen einbringt, setzte mit ihrer visionären Arbeit in der Geschäftsführung des Vereins wichtige Akzente. Sie erweitert unermüdlich das Beratungsangebot, zuletzt mit der Eröffnung einer Zweigstelle in Arnfels, und engagiert sich entschlossen und beharrlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen und Rechte von Frauen in der Region.
Durch ihre gemeinsame Gründung und die stetige Weiterentwicklung des Vereins Freiraum haben Frau Surma und Frau Janics-Jakomini nicht nur unzähligen Frauen in der Südsteiermark neue Perspektiven eröffnet, sondern auch ein starkes Netzwerk geschaffen, das für Solidarität und Empowerment steht. Ihr Engagement und ihre Hingabe sind ein unschätzbarer Beitrag für die Gesellschaft.
Josefine Frühwirth
Josefine Frühwirth, geboren am 15. März 1944, blickt auf ein beeindruckendes Leben zurück, das von beruflicher Vielseitigkeit und ehrenamtlichem Engagement geprägt ist. Nach ihrer Schulzeit in Graz begann sie 1960 ihre berufliche Laufbahn als Stenotypistin in der Maschinenfabrik Andritz, wo sie in verschiedenen Abteilungen, darunter der Gießerei, dem Pumpenbau sowie in den Forschungszentren in Graz und der Forschungsgesellschaft Joanneum tätig war. Zusätzlich führte sie das Büro und die Rezeption im Hotel Restaurant Römerhof in Leibnitz.
- Ehrenzeichen in Silber: Bürgermeister Michael Schumacher mit Josefine Frühwirt und Berndt Hamböck
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Von 1993 bis 1997 arbeitete Frühwirth als Stiftungsassistentin in der Südsteirischen Arbeitsstiftung und übernahm gleichzeitig die Funktion der Büroleiterin für mehrere Leibnitzer Bürgermeister. 2006 trat sie in den Ruhestand, widmete sich jedoch weiterhin intensiv ehrenamtlichen Aufgaben. Seit diesem Zeitpunkt ist sie im Besuchs- und Begleitdienst des Österreichischen Roten Kreuzes, Bezirksstelle Leibnitz, tätig. Hier schenkt sie einsamen und betagten Menschen regelmäßig Zeit, führt Gespräche, spielt Karten und hilft bei Amtswegen oder Arztbesuchen. Zudem organisiert sie Senioren-Cafés in der Bezirksstelle Wagna und ist als Obfrau der Leibnitzer Frauenbewegung aktiv, wo sie sich ebenfalls für soziale Unterstützung einsetzt.
Neben ihrem Engagement im Roten Kreuz ist Frühwirth auch als liebevolle „Leihoma“ für ihre drei Nachbarskinder tätig. Ihr Leben ist ein wunderbares Beispiel für Mitmenschlichkeit und Fürsorge, und ihr unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft wird nun durch die Verleihung des Verdienstzeichens des Landesverbandes Steiermark in Gold gewürdigt.
Edith Bischoff
Edith Bischoff, geboren am 13. August 1950, kehrte 1970 aus Villach nach Leibnitz zurück und gründete mit ihrem Mann, Tischlermeister Gerhard Bischoff, eine Familie. Gemeinsam bekamen sie zwei Kinder – Barbara Reichl-Bischoff, Anwältin in Wien, und Wolfgang Bischoff, Geschäftsführer der Bischoff GmbH in Leibnitz – sowie vier wunderbare Enkelkinder.
- Bürgermeister Michael Schumacher mit Josefine Bischoff und Vizebürgermeister Berndt Hamböck (v.l.)
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In ihren ersten Jahren in Leibnitz arbeitete Frau Bischoff im Schuhhaus Nagl und später im Büro der Firma ihres Mannes. Mit dem Eintritt ihres Sohnes in die Firma konnte sie ihren Traumberuf verwirklichen und einige Jahre im Kindergarten arbeiten. Auch nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich ehrenamtlich im Roten Kreuz, wo sie im Besuchs- und Begleitdienst tätig war.
Durch ihre Kirchengemeinschaft und die enge Zusammenarbeit mit Pfarrerin Marianne Pratl-Zebinger kam Bischoff mit der Betreuung von Flüchtlingen in Kontakt. Diese Tätigkeit entwickelte sich zu einem intensiven Engagement, bei dem sie eng mit der römisch-katholischen Kirche Leibnitz und verschiedenen Institutionen zusammenarbeitete. Während der Flüchtlingswelle 2015 war sie eine der treibenden Kräfte in Leibnitz, die die Geflüchteten unterstützte – sei es bei der Einkleidung, bei Sprachkursen oder durch Hilfe bei rechtlichen und schulischen Problemen. Auch heute betreut sie noch eine Familie und hilft weiterhin, den Alltag von Flüchtlingen und älteren Freunden zu erleichtern.
Bischoffs unermüdlicher Einsatz für die Gemeinschaft, ihre respektvolle und empathische Arbeit mit den Flüchtlingen sowie ihr Engagement in sozialen Netzwerken machen sie zu einem wertvollen Mitglied der Gesellschaft und einer würdigen Empfängerin der Silber-Ehrung.
Marianne Pratl-Zebinger
Marianne Pratl-Zebinger, evangelische Pfarrerin und leidenschaftliche Verfechterin sozialer Gerechtigkeit, hat mit ihrem beeindruckenden Engagement in der Flüchtlingsarbeit einen wesentlichen Beitrag zum Zusammenleben in der Region Leibnitz geleistet. Geboren am 2. Juli 1981 in Graz, absolvierte sie nach der Matura 1999 ein Studium der Evangelischen Fachtheologie in Wien, das sie 2009 mit einer Promotion im Fach Praktische Theologie abschloss. Seit 2013 wirkt sie als Pfarrerin des evangelischen Gemeindeverbands Leibnitz-Radkersburg und hat sich durch ihre seelsorgerische Arbeit, ihre Bildungsinitiativen und ihren Einsatz für die Integration von Geflüchteten weit über die Kirchengemeinde hinaus einen Namen gemacht.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Marianne Pratl-Zebinger und Vizebürgermeister Berndt Hamböck
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Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz während der Flüchtlingskrise ab 2015. Unter ihrer Leitung entwickelte die Pfarrgemeinde Leibnitz zahlreiche innovative Projekte, die Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zusammenführten, darunter Sprachkurse, interkulturelle Veranstaltungen und praktische Hilfsangebote. Für dieses Engagement wurde die Gemeinde mit dem Diakonie-Sonderpreis ausgezeichnet, der stellvertretend die wegweisende Arbeit von Pratl-Zebinger würdigt. Neben ihrer seelsorgerischen Tätigkeit ist sie auch als Seniorin der Region Steiermark Süd, Religionspädagogin und Musikerin tätig, wobei sie ihre umfassenden Talente stets in den Dienst der Gemeinschaft stellt.
Ihr Wirken zeigt, wie gelebte Menschlichkeit Barrieren überwinden und Integration fördern kann – eine Leistung, die nicht nur in der Region, sondern auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene Anerkennung verdient.
Christine Koller
Christine Koller, geboren am 24. Mai 1961, hat sich durch ihren unermüdlichen Einsatz für soziale Projekte und ihre langjährige politische Tätigkeit in Leibnitz große Anerkennung verdient. Nach ihrem Wirtschaftspädagogikstudium begann sie 1989 ihre Lehrtätigkeit an der Handelsakademie Leibnitz und engagierte sich gleichzeitig in der Kommunalpolitik. Über
24 Jahre hinweg war sie im Stadt- und Gemeinderat von Leibnitz tätig, davon viele Jahre als Vizebürgermeisterin und Finanzreferentin. Zudem war sie fünf Jahre Abgeordnete im steirischen Landtag. Trotz ihrer erfolgreichen politischen Karriere fand Christine Koller ihre Erfüllung vor allem im sozialen Engagement.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Christine Koller und Vizebürgermeister Berndt Hamböck
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Vor 16 Jahren war sie Mitbegründerin des Vinzimarkts in Leibnitz, den sie bis heute als Obfrau leitet. Der Vinzimarkt, der Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zu Grundnahrungsmitteln zu erschwinglichen Preisen ermöglicht, ist inzwischen eine Institution in der Region. Unter ihrer Leitung werden jährlich über 500 Kundinnen und Kunden von einem Team aus Ehrenamtlichen und Teilzeitmitarbeitenden unterstützt.
Seit Juli 2023 steht Christine Koller als Präsidentin des Zentralrats der 61 steirischen Vinzenzgemeinschaften an der Spitze dieser karitativen Organisation. Ihr Motto „Du musst den anderen spüren, dann hilfst du gern“ spiegelt ihre Haltung wider, die ihr Engagement prägt. Mit Herz, Weitblick und ihrer Fähigkeit, Menschen zu verbinden, hat sie entscheidend dazu beigetragen, soziale Hilfsangebote nachhaltig zu gestalten und unzähligen Menschen Hoffnung und Unterstützung zu geben.
Karla Grossmann
Karla Grossmann, geboren 1951 in Wagna, hat durch ihr lebenslanges Engagement für soziale Belange tiefgreifende Spuren in ihrer Heimat hinterlassen. Geprägt von der Pflege- und Hilfstradition ihrer Familie und persönlichen Erfahrungen, setzte sie sich seit den 1980er-Jahren ehrenamtlich für hilfsbedürftige Menschen ein. Die tragische Erkrankung und der Verlust ihres Sohnes weckten in ihr die Motivation, anderen in schwierigen Lebenssituationen beizustehen.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Karla Grossmann und Vizebürgermeister Berndt Hamböck
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1987 gründete sie die Ortsgruppe der Volkshilfe in Kaindorf/S., die seither zahlreiche Initiativen ins Leben rief. Unter ihrer Führung als Obfrau wurden „Essen auf Rädern“, die erste Heimhilfe und vielfältige Unterstützungsprojekte etabliert, wie Weihnachts-Lebensmittelpakete für bedürftige Familien, Seniorenurlaube und Kinderaktionen. Darüber hinaus organisierte sie Vorträge zu Gesundheit und rechtlichen Themen, um Menschen umfassend zu informieren.
Ihre Leidenschaft für das Ehrenamt spiegelt sich in ihrer Ausbildung zur Heim- und Hospizhelferin wider, mit der sie zahlreiche Familien und Senioren in schwierigen Zeiten begleitete. Mit unermüdlichem Einsatz und Liebe zum Detail schaffte Karla Grossmann es, den Alltag vieler Menschen zu bereichern und neue Hoffnung zu schenken. Ihr Credo: Helfen aus vollem Herzen.
Dietmar Ortner
Dietmar Ortner, Mitgründer der Lebenshilfe Leibnitz und langjähriger Sonderschuldirektor, hat durch sein unermüdliches Engagement über Jahrzehnte hinweg einen bedeutenden Beitrag für die soziale Integration und Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigungen geleistet. Im März 1980 legte er gemeinsam mit Erich Wetzlhütter den Grundstein für die Lebenshilfe Leibnitz, die heute mit 10 Standorten im Bezirk Leibnitz rund 175 Kundinnen und Kunden von etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut. Als Obmannstellvertreter und Schriftführer war er von Beginn an prägend für die Entwicklung des Vereins und bleibt bis heute ehrenamtlich mit der Lebenshilfe verbunden.
- Ehrenzeichen in Gold: Bürgermeister Michael Schumacher mit Dietmar Ortner und Vizebürgermeister Berndt Hamböck
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Seine berufliche Laufbahn begann Herr Ortner nach seiner Lehrerausbildung als Lehrer in Oberhaag, Arnfels und Leibnitz. Ab 1974 wirkte er als Direktor der Sonderschule und setzte mit zahlreichen Initiativen – wie der Organisation von Bildungswochen oder der Einführung von Lehrerschikursen – neue Maßstäbe im pädagogischen Bereich. Von 1987 bis 1991 war er vom Unterrichtsministerium beauftragt, innovative Unterrichtsmaterialien und Schulbücher für den Mathematikunterricht an Sonderschulen zu entwickeln. 1992 wurde er für seine herausragenden Leistungen zum Oberschulrat ernannt.
Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 1994 blieb Dietmar Ortner aktiv. Bis heute engagiert er sich ehrenamtlich, unter anderem durch musikalische Beiträge im Seniorenheim der Volkshilfe Wagna und Besuche sowie Veranstaltungen der Lebenshilfe. Sein Lebenswerk ist ein inspirierendes Beispiel für Hingabe, Mitmenschlichkeit und die Kraft, durch Bildung und soziales Engagement nachhaltige Veränderungen zu bewirken.
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