Weinbau neu gedacht
So werden die Weingärten in der Südsteiermark zukunftsfit
- Bereits im vergangenen Jahr konnten umfangreiche Maßnahmen realisiert werden. Dazu zählen unter anderem die Anlage von Amphibientümpeln oder auch die Pflanzung von Hecken und Gehölzstrukturen an und in Rebzeilen. Das Frühjahr stand nun ganz im Zeichen von Steinmauern.
- Foto: Regionalmanagement
- hochgeladen von Waltraud Fischer
Seit 2024 wird im Naturpark Südsteiermark das ELER-Projekt „Weingärten im Biotopverbund“ mit zahlreichen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf Weinanbauflächen umgesetzt. Ziel ist es, ein funktionierendes Biotopverbundsystem aufzubauen, zu stärken und langfristig zu sichern.
LEIBNITZ. Die südsteirische Landschaft wird maßgeblichvon den Weingärten geprägt. Seit 2024 wird im Naturpark Südsteiermark das ELER-Projekt „Weingärten im Biotopverbund“ mit zahlreichen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität auf Weinanbauflächen umgesetzt. Ziel ist es, ein funktionierendes Biotopverbundsystem aufzubauen, zu stärken und langfristig zu sichern. Weinbauflächen werden dabei nicht isoliert betrachtet, sondern als Teil einer vielfältigen strukturreichen Kulturlandschaft, in der ökologische Akzente gezielt ergänzt werden.
Bereits im vergangenen Jahr konnten umfangreiche Maßnahmen realisiert werden. Dazu zählen unter anderem die Anlage von Amphibientümpeln, oder auch Pflanzung von Hecken und Gehölzstrukturen an und in Rebzeilen. Diese Elemente tragen wesentlich dazu bei, Lebensräume zu schaffen, ökologische Wechselwirkungen zu fördern und die Resilienz der Landschaft zu erhöhen.
- Die Vorzüge einer Trockensteinmauer wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausführlich erläutert.
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Wissensvermittlung durch Trockensteinmauerschule
Das Frühjahr stand ganz im Zeichen von Steinmauern. Mit Kursleiter Rainer Vogler, von der Trockensteinmauerschule Österreich, konnte ein ausgewiesener Fachexperte für das Projekt gewonnen werden. Im Rahmen eines dreitägigen Workshops für Weinbaubetriebe aus der Region wurde beim Weingut Polz in der Naturparkgemeinde Straß in der Steiermark eine Trockensteinmauer in mühevoller Handarbeit errichtet. Dabei wurden den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern nicht nur die Grundlagen des Handwerks nähergebracht, Rainer Vogler und sein Team weisen im Zuge des Baufortschritts immer wieder auf die Bedeutung solcher Elemente für Reptilien und Amphibien als wertvollen Lebensraum hin.
Zusammenarbeit mit der LFS Silberberg intensiviert
Im Zuge der Projektwoche der Fachschule Silberberg arbeiteten Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Rainer Vogler an der Errichtung einer Trockensteinmauer auf dem Gelände des Landesweingutes Silberberg. Ergänzend dazu wurde über das Projekt ein öffentlicher Fachvortrag zum Thema an der Schule veranstaltet, wodurch Praxis und Wissensvermittlung gezielt miteinander verknüpft wurden.
- Der Workshop fand in Kitzeck am Gelände rund um das Weinmuseum statt.
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Best-Practice Beispiele für die Region
Auch auf regionaler Ebene wurden Synergien genutzt. Über das ebenfalls von Projektleiterin und Biodiversitätsexpertin Anna Luidold betreute LEADER-Projekt „Naturverbunden Südsteier-mark“ wurde in Kooperation mit Rene Siener, KEM/KLAR-Manager für die Region Sulmtal-Sausal, ein weiterer Kurs zu Trockensteinmauern in der Naturparkgemeinde Kitzeck im Sausal organisiert. Dieser richtete sich an interessierte Bürgerinnen und Bürger und fand auf dem Gelände des Weinmuseums statt. Unterstützt wurde der Workshop durch Bürgermeister Josef Fischer. Er stellte nicht nur die Flächen für die Errichtung dieses neuen Steinhabitats zur Verfügung, er sorgte auch persönlich dafür, dass seine Bauhofmitarbeiter tatkräftig an diesem Projekt mitwirkten.
Die umgesetzten Maßnahmen und Veranstaltungen zeigen beispielhaft, wie durch Kooperationen, fachliche Expertise und regionales Engagement eine „Grüne Infrastruktur“ entstehen kann. Beide Projekte sind frei zugänglich und stehen der Öffentlichkeit als Best-Practice-Beispiele zur Verfügung. Somit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft und Kulturlandschaft.
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