Weltbühne wartet
Leitringer Speditionslogistiker plant Weg zum WorldSkills-Podium 2026
- Der Leitringer Paul Zadravec will bei den WorldSkills 2026 in Shanghai aufs Podest.
- Foto: SkillsAustria/Wieser
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Wenn sich im September die weltbesten Fachkräfte in Shanghai zu den WorldSkills 2026 treffen, ist einer mit dabei: Paul Zadravec aus Leitring. Der Speditionslogistiker von „Kühne +Nagel“ in Wundschuh möchte bei der größten Berufsmeisterschaft der Welt den Weg aufs Podium finden.
LEITRING. Die Fußballweltmeisterschaft verfolgte Paul Zadravec besonders aufmerksam, denn der Leitringer ist, wie er selbst sagt, ein „riesiger Sportfan“ – bislang allerdings ausschließlich als Zuschauer. Im September tauscht der 21-Jährige diese Rolle gegen eine deutlich ungewohntere. Dann steht er selbst im Rampenlicht. Im größten Messe- und Kongressareal Shanghais – bei den WorldSkills 2026. Dort vertritt er Österreich im Beruf Speditionslogistik. „Als Sportfan verfolgt man Weltmeisterschaften natürlich mit Begeisterung. Dass ich jetzt selbst bei einer WM für Österreich antreten darf, ist schon etwas Besonderes“, sagt Zadravec. Und löst damit quasi ein Versprechen ein: Als er 2021 mit seiner Mutter die EuroSkills in Graz besuchte, versprach er ihr, selbst einmal bei einer internationalen Meisterschaft an den Start zu gehen. Fünf Jahre später ist es nun so weit.
- Teambuilding für die kommenden Berufsweltmeisterschaften: Paul Zadravec beim Seminar in Lachstatt
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Von Leitring in die weite Welt
Die internationale Dimension der WorldSkills passt zu seinem Berufsalltag: Bei Kühne + Nagel in Wundschuh organisiert der Steirer täglich Lkw-Transporte zwischen Österreich und Italien. Teilladungen, Komplettladungen, Liefertermine und kurzfristige Änderungen gehören zum Tagesgeschäft. „Mich faszinieren die Abwechslung und die Globalität des Berufs. Man ist jeden Tag mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern in Kontakt und bekommt Einblicke in andere Kulturen und Arbeitsweisen“, sagt der Leitringer.
Speditionslogistik zählt zu den Berufen, die im Hintergrund stattfinden und dennoch entscheidend für die Wirtschaft sind. Ob Lebensmittel, Maschinen oder Konsumgüter – ohne funktionierende Lieferketten würde vieles stillstehen. „Viele Menschen merken erst, wie wichtig Logistik ist, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei bewegt unsere Branche jeden Tag enorme Warenströme quer durch Europa und die ganze Welt“, sagt Zadravec.
- Hier noch in Vorbereitung, bald wird es ernst: Der Speditionslogistiker Paul Zadravec wird im September sein Können bei den WorldSkills 2026 in Shanghai unter Beweis stellen.
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Auf Umwegen zum Ziel
Der Weg zu den WorldSkills verlief dabei alles andere als gewöhnlich. Nach der Volksschule absolvierte Zadravec sechs Jahre Gymnasium, bevor er sich für eine Lehre als Speditionskaufmann und -logistiker entschied. Parallel dazu schloss er auch die Mathematik- und Englisch-Matura erfolgreich ab. „Für mich war wichtig, Praxis und Weiterbildung miteinander zu verbinden. Die Lehre mit Matura war dafür der ideale Weg“, sagt er. Freunde beschreiben ihn als humorvoll, empathisch und hilfsbereit. Eigenschaften, die auch im Berufsalltag gefragt sind. Denn gerade in der Logistik geht es nicht nur um Zahlen und Transporte, sondern vor allem um Kommunikation. „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen. Man muss flexibel bleiben und gemeinsam Lösungen finden. Genau das gefällt mir an meinem Beruf.“
Der Höhepunkt seiner Karriere
Mit den WorldSkills wartet nun die größte Herausforderung seiner bisherigen Laufbahn. Mehr als 1.500 Teilnehmer aus über 60 Nationen werden in Shanghai erwartet. „Ich freue mich riesig auf China, auf die Kultur, die Sehenswürdigkeiten und natürlich auf den Wettbewerb selbst. Und ganz ehrlich: Der Titel Weltmeister reizt mich schon“, sagt Zadravec mit einem Schmunzeln.
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