13.10.2017, 12:53 Uhr

Die Stromerzeugung hautnah miterleben

(Foto: KK)

Eingeladen sind alle WOCHE-Leser und Interessierten.

In der Region weiß ja kaum jemand, welche Funktion der große Kraftwerksstandort Mellach-Werndorf in Zeiten der Energiewende für das gesamtösterreichische Stromnetz erfüllt. Und zwar jeden Tag: Mit dem 2012 in Betrieb gegangenen Gasturbinenkraftwerk verfügt Mellach über das leistungsstärkste Kraftwerk in ganz Österreich!
Das Gaskraftwerk kann mit einer Leistung von 838 Megawatt (achthundertachtunddreißig, das sind drei große Donaukraftwerke, zum Vergleich, das neue Murkraftwerk in Graz wird 18 achtzehn Megawatt Leistung haben) die witterungsbedingt stark schwankende Stromerzeug aus Wind- und Sonnenkraftwerken ausgleichen. Seit einem Jahr steht Mellach nahezu jeden Tag im Einsatz, um die Stromnetzstabilität in Österreich sicherzustellen. Jeweils am Abend wird bekannt gegeben, mit welcher Leistung das Kraftwerk am nächsten Tag ins Netz einspeisen muss, wobei die beiden Turbinen flexibel steuerbar sind und damit punktgenau die benötigte Leistung ins Stromnetz liefern können.

Im Jänner wurde das Gaskraftwerk bei minus 18 Grad gestartet, bei den Hitzewellen im Sommer lieferte Mellach auch bei 35 Grad wetterunabhängig. Jetzt, wenn es wieder kälter wird, sieht man bei der Kühlturmanlage oft eine dicke, weiße Dampfschwade. Vor drei Jahren wurde sogar die Feuerwehr alarmiert, weil Anrainer dachten, es würde brennen. Das ist aber laut Auskunft reiner Wasserdampf, der in der kalten Luft kondensiert.
Beim 1. Nachbarschaftstreffen will der Betrieb die Funktionsweise des Gaskraftwerks erklären und bietet auch die Möglichkeit, das leistungsstärkste Kraftwerk im Einsatz zu erleben. Ebenso wird es alle Informationen zu einem soeben gestarteten Bauprojekt geben: "Wir errichten neben dem stillgelegten Ölkraftwerk Werndorf (wo wir den ganzen Sommer über den 175 Meter hohen Kamin recht mühsam abgebaut haben, den Kran konnte man ja auch von der Autobahn aus sehen, der Kamin ist jetzt weg) derzeit eine hocheffiziente Gaskessel-Heizanlage, die dann im Betrieb die Fernwärme für Graz und alle südlichen Gemeinden produzieren wird.

Bei einer Leistungsschau am Freitag, dem 20. Oktober, werden aber auch exklusive Angebote für private Stromkunden aufliegen. Weiters wird und über die neue Verbund-Lösung „Sonnenstrom mit Batteriespeicher“ für das Einfamilienhaus informiert. Treffpunkt ist um 16 Uhr in der Kraftwerksstraße 3 in  Wildon.
"Sozusagen ein Tesla für Zuhause, wo ich am Sonntag über die Photovoltaikanlage die Batterie auflade, die soviel Strom speichert wie ein großer Haushalt in zwei, drei Tagen verbraucht. Das ist derzeit echt heiß", weiß Robert Zechner und lädt alle Interessierten ein.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.