Michael Waldher in Eisenerz
Mit dem Krankenpflegerdiplom um die Welt
- Bürgermeister Thomas Rauninger, Christine Brunnsteiner und Michael Waldher (v.l.) nach dem Vortrag im Eisenerzer Gemeinderatssaal.
- Foto: RegionalMedien Steiermark
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Um junge Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern, organisierte die gebürtige Eisenerzerin Christine Brunnsteiner für rund 50 Schülerinnen und Schüler aus Eisenerz einen Vortrag von Michael Waldher, der mit seiner Krankenpflegerausbildung auf eine erstaunliche, internationale Karriere zurückblicken kann.
EISENERZ. Dass der Pflegeberuf viel mehr zu bieten hat als im sein Ruf vorauseilt, beweist Michael Waldher mit seinem außergewöhnlichen Werdegang ausdrücklich. So hat er zunächst ganz „klassisch“ eine Krankenpflegeschule in Klagenfurt absolviert, ehe er beim Bundesheer die Ausbildung zum Rettungs- und Notfallsanitäter machte. „Mich hat der Krankenpflegerjob dann in ganz spannende Sphären gebracht", schildert Waldher bei seinem Vortrag im Eisenerzer Gemeinderatssaal, während ihm gebannt rund 50 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 15 Jahren zuhören.
Mehr als nur „Wischen und Waschen“
Der Pflegeberuf sei laut Waldher viel mehr als nur „Wischen und Waschen“ und biete neben der Arbeit im Krankenhaus oder im Pflegeheim zahlreiche weitere Möglichkeiten. Nach seiner Ausbildung ging der gebürtige Kärntner nach Großbritannien und arbeitete am Privatkrankenhaus „Princess Margaret Hospital“. Seine langjährige Leidenschaft für den englischen Sport „Cricket“ kam ihm hierbei in Sachen Sprache zugute. Und deshalb rät er den anwesenden Schülerinnen und Schülern: „Sprachen öffnen euch Türen. Wenn ihr die Chance habt, eine zweite oder dritte Sprache zu lernen, dann nutzt sie.“
- Rund 50 Schülerinnen und Schüler nahmen am Vortrag teil.
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Der Ruf der großen, weiten Welt
Nachdem er wieder nach Österreich zurückkehrte und in Wien an der neurologischen Intensivstation tätig war, folgte er dem Ruf der großen, weiten Welt und arbeitete für einige Monate auf einem Kreuzfahrtschiff. Als sogenannter „Medical Officer“ genoss er einen hohen Rang sowie hohes Ansehen auf dem Schiff mit rund 2.500 Passagierinnen und Passagieren sowie 750 Crewmitgliedern. In dieser Zeit sah er vieles von der Welt – von der Karibik bis zur Arktis. „Ich wollte in meinem Leben immer so viel wie möglich erleben“, so Waldher.
Als Pfleger in der Formel 1
Nach seiner Zeit auf dem Kreuzfahrtschiff war er kurzzeitig selbständig, ehe es mit seiner Karriere vollkommen anders weiterging: Es war jahrelang als persönliche Assistenz des querschnittgelähmten Formel 1-Rennstallbesitzers Sir Frank Williams tätig. Schlussendlich zog es den Kärntner aber wieder zurück in seine Heimat, wo er sich nun in dem Sanitätsunternehmen „Maierhofer“ mit Orthopädie- und Rehatechnik sowie mit Pflege zu Hause beschäftigt.
- Michael Waldher berichtete von seinem außergewöhnlichen Werdegang.
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Mehr junge Leute für den Beruf begeistern
Die bekannte Moderatorin und Autorin Christine Brunnsteiner aus Eisenerz, die diesen Vortrag organisierte, möchte mehr junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern: „Ich sehe darin eine Chance, den jungen Leuten eine andere Perspektive auf diesen Beruf zu ermöglichen, die vielleicht erfolgversprechender ist, als die übliche Berufsberatung. Ich sehe es auch im Rahmen des Generationenprojektes ,Wir für uns‘ als Teil meiner Aufgabe, das Thema Pflege von beiden Seiten der Betroffenen zu fördern – und über die Härte des Berufes hinaus, vor allem die mannigfaltigen Optionen aufzuzeigen." Und unter all den Eisenerzer Schülerinnen und Schülern, die am Vortrag teilnahmen, zeigte bereits eine Schülerin ein gewisses Interesse: „Ich finde es schön, wenn man Menschen helfen kann“, so ihre Begründung.
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