WOCHE-Bierzapftest
Die Leobener Bierzapfer sind auf dem "Tauchgang"

Das WOCHE-Bierzapftestteam im Einsatz: Lokalredakteur Wolfgang Gaube, Bierliebhaber Klaus Rieger und WOCHE-Reporter Peter Wagner beim fordernden Lokalaugenschein (v.l.).
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  • Das WOCHE-Bierzapftestteam im Einsatz: Lokalredakteur Wolfgang Gaube, Bierliebhaber Klaus Rieger und WOCHE-Reporter Peter Wagner beim fordernden Lokalaugenschein (v.l.).
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Wird das Gösser in der Bierstadt Leoben ordnungsgemäß gezapft? Ein Lokalaugenschein in fünf Lokalen mit langer Biertradition.

LEOBEN. Es gibt ja Länder, in denen das Bier wie Apfelsaft ohne Schaum in die Gläser gefüllt wird. In Österreich pflegen wir allerdings eine andere Bierkultur, ein kompakter Schaum gehört zu einem Glas Bier, wie – um regional zu bleiben – der Schwammerlturm zu Leoben. Im Vorfeld des Leobener Brau-Stadt-Festes – es findet am Freitag, 2. August, auf dem Hauptplatz statt – haben wir in fünf Lokalen mit langer Biertradition einen Lokalaugenschein unternommen, um festzustellen, wie in der obersteirischen Bierhauptstadt das Gösser Bier gezapft wird.

Gute Vorbereitung

Wir haben uns im Vorfeld gut informiert, wie denn Bier ordnungsgemäß gezapft gehört. Neben der Gläserdusche ist die richtige Haltung des Bierglases beim Einschenken (leicht schräg, 45 Grad) wichtig, ebenso wie ein exakter Zapfvorgang, dessen Resultat nach rund zwei Minuten eine optimale Schaumhaubenqualität ist. Die Schaumtaste soll nicht verwendet werden, auch soll die Zapfhahntülle keinesfalls in das Bier eingetaucht werden. Das Gösser-Logo auf den Gläsern soll zum Gast gedreht werden, das Bier sollte eine Temperatur zwischen sechs und acht Grad Celsius haben.

Exakte Vorbereitung

Mit diesem bierophilen Wissen ausgestattet, machte sich das WOCHE-Bierzapftestteam – Wolfgang Gaube, Peter Wagner, Klaus Rieger und Fotograf Klaus Pressberger – auf den Weg, um in die Tiefen des Bierschaums abzutauchen. Gleich vorweg: In allen fünf Lokalen bekamen wir ein tadellos gezapftes Gösser zu trinken. Dass es mitunter zu warm war, war wohl ein wenig den heißen Außentemperaturen des Testtages geschuldet. Allerdings haben alle Zapferinnen und Zapfer einen kleinen Fehler begangen: Sie tauchten den Zapfhahn mehr oder weniger tief in den Bierschaum, aber ansonsten haben sie alles richtig gemacht und damit dem guten Ruf von Leoben als Bierstadt alle Ehre erwiesen!

Gösser Bräu als Testsieger

Gleich vorweg: Das Gösser Bräu mit Walter Trippolt hat den WOCHE-Bierzapftest gewonnen, hier wurde uns auch das kühlste Bier (8 Grad) kredenzt. Und das Gösser Gold kommt hier nicht aus dem Fass, sondern braufrisch aus einem 1000-Liter-Tank. Vom Fass gibt's darüber hinaus das Gösser Stifts-Zwickl Dunkel, das Stiftsbräu, Naturweizen, das alkoholfreie Naturgold sowie Märzen und Radler und das edle Reininghaus Jahrgangs-Pils. 2009 wurde das Gösser Bräu sogar zum steirischen Bierlokal des Jahres gewählt. Gut gezapft und gut gekühlt (8,5 Grad) kam das Bier im Landgasthof Erlsbacher über die Theke. Christian Aigner, der mit seiner Gattin Irmgard das beliebte Speiselokal führt, erzapfte sich im WOCHE-Test die Silbermedaille. Und er hat nur einmal ganz kurz die Zapfhahntülle ins Bier getaucht!

Gösser Biermenü

"Bronze" vergeben wir an die weiteren Gaststätten, die wir im Zuge unseres Zapftestes besucht haben. Arkadenhof-Chef Maximilian Klarmann und seine Mitarbeiterin Larissa präsentierten uns die breite Bierpalette der ältesten Brauereigaststätte von Leoben, in der bereits im Jahr 1550 Bier ausgeschenkt wurde. Wohl nicht in der Auswahl von heute, denn im Arkadenhof gibt es vom Fass das Gösser Gold, Zwickl Hell und Dunkel, das Stiftsbräu, das Naturgold sowie das Gösser Spezial. Letzteres besticht durch eine sehr kompakte Schaumhaube, der Zapfvorgang dauert rund 20 Minuten. Daher gibt es das "Gösser Biermenü", beim dem vor dem Spezial ein Seidl Gösser Gold serviert wird.
Überaus freundlich und bestens bedient wurden wir im Gasthof Altmann in Judendorf von Johanna Altmann und ihrer Mitarbeiterin Isabella, wie auch im Gasthof "Zum Greif" von Dietmar Feiel und seiner "Schankbeamtin" Petra Gritschnig – hier starteten wir mit einem köstlichen Gulasch als Unterlage unsere Testtour.

Neues Bier, neues Glas

Ein absolutes "No-Go", nämlich für das zweite Bier das gebrauchte Bierglas in die Gläserdusche zu drücken und das neue Bier ins alte Glas zu zapfen, wurde in allen getesteten Lokalen absolut vermieden: Neues Bier, neues Glas – so muss es sein!
Erfreut über die in Leoben gelebte Bierkultur habe ich Durst bekommen, ich verabschiede mich auf ein Glas Gösser!

Perfekt gezapft, so ist's richtig

1. Gläserdusche: Das saubere Glas mit kaltem Wasser spülen.
2. Die richtige Haltung: Das Bierglas beim Einschenken grundsätzlich leicht schräg, ca. 45⁰ unter den Zapfhahn halten.
3. Der Traum-Schaum: Zuerst das Glas 2/3 voll einschenken und das Bier absetzen lassen, bis der Schaum eine kompakte Form angenommen hat.
4. Der Schaumringansatz: Vollschenken und kurz warten, bis der Schaum kompakt ist. Die Zapfhahntülle nicht in das Bier eintauchen!
5. Optimale "Haubenqualität": Zum Schluss die Schaumhaube aufsetzen, dazu das Glas mittig unter die Tülle halten und kurz den Zapfhahn öffnen. Nicht die "Schaumtaste" verwenden!
6. Das richtige Timing: Der Einschenkvorgang sollte zwei Minuten dauern.
Quelle: Brau Union Österreich AG

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Wolfgang Gaube!

Autor:

Wolfgang Gaube aus Leoben

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