Eisenerzer Reichenstein: Skitourengeher schwer verletzt

Mit dem ÖAMTC Notarzthubschrauber wurden die verletzten Skitourengeher am Eisenerzer Reichenstein abtransportiert.
  • Mit dem ÖAMTC Notarzthubschrauber wurden die verletzten Skitourengeher am Eisenerzer Reichenstein abtransportiert.
  • Foto: Symbolfoto ÖAMTC
  • hochgeladen von Wolfgang Gaube

Samstagnachmittag, 28. März 2020, wurden zwei Skitourengeher am Eisenerzer Reichenstein im Alter von 35 und 63 Jahren von einer Lawine erfasst und schwer verletzt.

EISENERZ. Obwohl die Einsatzkräfte angesichts der Coronakrise aufrufen, auf Skitouren und Alpinwanderungen zu verzichten, waren am Samstag, 28. März, drei Skitourengeher im hochalpinen Gelände unterwegs. Dabei löste sich am Eisenerzer Reichenstein in der sogenannten "Nordostrinne", bei einer Hanglage von mehr als 40 Grad, eine rund 30 Meter breite und etwa 250 Meter lange trockene Schneebrettlawine. Sie riss zwei Tourengeher, Vater (68) und Sohn (35) aus Graz mit. Verschüttet wurden die Männer nicht, weshalb der 35-Jährige noch selbst via Notruf die Rettungskräfte verständigen konnte.

Einsatz des Rettungshubschraubers

Ein weiterer Skitourengeher (62) aus Graz, er war unabhängig von den beiden unterwegs, wurde auf die Schreie der Männer aufmerksam und leistete Erste Hilfe. Einsatzkräfte der Bergrettung Vordernberg sowie der Alpinpolizei (AEG Hochsteiermark) stiegen in kleinen getrennten Gruppen und unter Einhaltung eines Mindestabstandes zu den Alpinisten auf. Der 35-Jährige sowie sein Vater erlitten schwere Verletzungen (Frakturen bzw. Schädelhirntrauma) und wurden mit jeweils einem Christophorus-Rettungshubschrauber (C12 und C14) ins LKH Graz geflogen. Lebensgefahr besteht nicht. Der Ersthelfer blieb unverletzt und konnte selbstständig absteigen.

Keine Skitouren unternehmen

Auch ein Polizei-Hubschrauber des Bundesministeriums für Inneres stand im Einsatz. Weitere Erhebungen der Alpinpolizei folgen. Die Bergrettung appelliert in diesem Zusammenhang nochmals an alle Tourengeher, "vernünftig zu sein und hochalpine Touren zu unterlassen".

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