Hochsaison für Fahrraddiebe: So schützen Sie sich

Fahrraddiebstähle haben in der Zeit zwischen April und Oktober wieder Hochsaison. Setzen Sie die richtigen Präventivmaßnahmen.
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Der Leobener Chefinspektor Benno Hulla verrät, wie Sie Ihr Fahrrad vor
Diebstahl schützen.

Die Temperaturen steigen, die Sonne strahlt vom Himmel und die Natur präsentiert sich von ihrer schönsten Seite – für viele Menschen die idealen Voraussetzungen, um das Fahrrad wieder aus dem Keller zu holen, wohin es über den Winter verfrachtet wurde. Mit Beginn des Frühlings haben aber auch Fahrraddiebstähle wieder Hochsaison, wobei das Wort Diebstahl in diesem Zusammenhang oftmals nicht ganz richtig ist, wie Benno Hulla, der Fachbereichsleiter Kriminaldienst beim Stadt- und Bezirkspolizeikommando, erklärt: "Häufig werden Fahrräder nicht gestohlen, sondern nur unbefugt benutzt und irgendwo abgestellt." Die Unannehmlichkeiten, die dadurch entstehen, bleiben aber die gleichen, wie Hulla weiter ausführt: "Wenn Fahrradbesitzer bei einer Anzeigeerstattung die Rahmennummer nicht angeben können, ist bei der Auffindung keine Zuordnung möglich."

Leichtes Spiel für Diebe

Ein Problem sei die Sorglosigkeit mancher Radfahrer, die es Dieben häufig viel zu einfach macht: "Diebe haben meist leichtes Spiel, weil die Fahrräder gar nicht oder nur schlecht gesichert sind. Und wenn bei einer Kontrolle die Rahmennummer nicht im Fahndungssystem aufscheint, kann der Dieb unbehelligt weiterfahren", betont Chefinspektor Hulla.
Als besondere Erscheinungsform habe sich der organisierte Fahrraddiebstahl etabliert: "Die Gruppen gehen arbeitsteilig vor. Dabei werden gezielt geeignete Objekte wie Carports oder Keller aufgesucht und nach Überwindung der vorhandenen Sperrvorrichtungen vor allem auch die teuren E-Bikes gestohlen", warnt Hulla.

Rückgang um 43 Prozent

Aber auch über positive Entwicklungen hat Benno Hulla zu berichten: "Durch verschiedene polizeiliche Überwachungs- und Präventionsmaßnahmen konnte im Vergleichszeitraum 2017 zu 2018 ein Rückgang von Fahrraddiebstählen von zirka 43 Prozent erreicht werden. Dies auch deshalb, da viele Fahrradbesitzer dankenswerterweise die Sicherungstipps in die Tat umgesetzt haben."

Expertentipps im Überblick

Fahrraddaten in einem Fahrradpass (erhältlich bei allen Polizeidienststellen) festhalten.
Rahmennummer unbedingt notieren.
Fahrrad immer absperren, auch wenn es nur kurz unbeaufsichtigt ist.
Immer in einem versperrten Raum einstellen und/oder an einem fix verankerten Gegenstand (z.B. Fahrradständer, Straßenlaterne) versperren.
Bequem erreichbare stabile Fahrradständer vorsehen (sog. Bügel- oder Anlehnparker).
Immer Rahmen, Vorder- und Hinterrad mit einem Schloss sichern.
Teure Komponenten (E-Bike-Akkus, Fahrradcomputer) abnehmen.
Optimalen Schutz bieten nur hochwertige Fahrradschlösser. Dazu zählen besonders massive Bügel-, Falt- oder Panzerschlösser.
Nicht empfehlenswert sind dünne Spiralkabel und generell Zahlenschlösser.

Online registrieren

Von besonderer Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch eine Datenbank, in der der Fachhandel alle relevanten Fahrraddaten registriert. Opfer von Fahrraddiebstählen haben die Möglichkeit, im Internet auf der Seite des Online-Fundamtes Österreich unter www.fundamt.gv.at eine Anfrage zu stellen, ob das gestohlene Fahrrad irgendwo gefunden wurde. Zudem gibt es unter www.FASE24.at eine private Registrierungsdatenbank – die ist allerdings kostenpflichtig.

Fahrraddiebstähle haben in der Zeit zwischen April und Oktober wieder Hochsaison. Setzen Sie die richtigen Präventivmaßnahmen.
Chefinspektor Benno Hulla, Fachbereichsleiter Kriminaldienst beim Stadt- und Bezirkspolizeikommando Leoben, gibt Sicherheitstipps zum Thema Fahrraddiebstahl

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