Informationsoffensive am Tag des Rindfleisches in St. Michael
- Informationsoffensive in St. Michael: Monika Schachner, Brigitte Fraiss, Andreas Steinegger, Mario Kofler, Ilse Wolfger und Dagmar Engel informierten über das Thema Rindfleisch (v.l.).
- Foto: zVg
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Den Tag des Rindfleisches nutzte die Landwirtschaftskammer um Konsumenten über das Thema zu informieren.
ST. MICHAEL (red). „Zu Unrecht wurden die heimischen Rinderbauern in den Sog der Klimadebatte gezogen. Unsere Rinder fressen keinen Regenwald, sondern sie fressen im Sinne der Kreislaufwirtschaft Gras von unseren Wiesen und Almen“, betonte Kammerobmann LKR Andreas Steinegger von der Landwirtschaftskammer im Rahmen des "Tages des Rindfleisches" in St. Michael. „Die heimischen Rinderbauern leisten damit einen wichtigen Beitrag, dass klimaschonend herangewachsenes, hochwertiges Rindfleisch mit kurzen Transportwegen auf unsere Teller kommen kann. Als Zusatzprodukt prägen und pflegen sie die von Gästen und Bevölkerung so geschätzte, einzigartige Kulturlandschaft in der Steiermark", erklärte Steinegger weiter.
Klimapolitisch verantwortungslos
Viel schlechter als erwartet ist der im November von der Landwirtschaftskammer durchgeführte Rindfleisch-Store-Check im Gastronomie-Großhandel ausgegangen. Kammerobmann LKR Andreas Steinegger zum Ergebnis: „Es ist klimapolitisch verantwortungslos und kontraproduktiv: die Verkaufsregale sind zu 40 bis 50 Prozent mit Importfleisch überwiegend aus Übersee und auch aus Osteuropa gefüllt. Meist mit Billigstfleisch, das bis zu 50 Prozent weniger kostet als vergleichbare heimische Rindfleischqualität.“ Steinegger verlangt deshalb: „Vom Gastronomie-Großhandel eine verantwortungsvolle Produktpolitik im Sinne der Regionalität und von der Gastronomie und den Großküchen eine klare Kennzeichnung der Rindfleisch-Herkunft auf den Speisekarten.“ Außerdem erteilt er Freihandelsabkommen wie Mercosur eine klare Absage.
Unterschiede in der Rinderhaltung
Die Rinderhaltung in Südamerika sei völlig konträr zu jener in Österreich. Die heimischen 10.500 Rinderbauern setzen auf Kreislaufwirtschaft und halten im Schnitt 30 Tiere, die Gras und Heu fressen und wandeln dieses in hochwertiges Fleisch um. In Südamerika werden zigtausende Rinder in sogenannten „Feedlots“ (Fress-Stationen) auf engstem Raum gehalten und mit reinem Kraftfutter gemästet. Dies hat massive Auswirkungen auf unser Klima. „Während heimisches Rindfleisch 14 Kilo C02 verursacht, ist Rindfleisch aus Südamerika mit 80 Kilo C02 belastet. Dazu kommen noch 10.000 klimaschädliche Transportkilometer“, betonte Steinegger
Botschafter für regionales Rindfleisch
Um den Steirerinnen und Steirern die klimapolitischen Vorteile von regionalem Rindfleisch sichtbar und den guten Geschmack am Gaumen erlebbar zu machen, gehen die steirischen Fleischmeister-Betriebe und die Landwirtschaftskammer in die Offensive. Fleischermeister Kofler: „Wir sind gerne und mit gutem Gewissen Markenbotschafter für steirischen Rindfleisch und wir wollen gemeinsam das Regionale stärken“. Er begründet: „Der unmittelbare Vergleich mit Rindfleisch aus aller Herren Länder gibt uns die absolute Sicherheit, dass heimisches Rindfleisch geschmacklich mit internationalem mehr als mithalten kann.“
Kennzeichnung
"Die Fleischermeister-Betriebe im Bezirk sind wichtige regionale Partner für Rindfleisch von unseren Familienbetrieben. Sie stellen sicher, dass nur beste Qualität beim Kunden ankommt“, unterstrich Bezirksbäuerin Ilse Wolfger.
Ein Qualitätsprogramm, das österreichische Herkunft garantiert, ist das AMA-Gütesiegel. Waren, die damit ausgezeichnet sind, garantieren eine Erzeugung, die komplett innerhalb Österreichs erfolgt ist. Zusätzlich werden Futtermittel-, Gesundheits- sowie Hygienestandards erfüllt.
Zur Sache
• Rindfleisch wird in allen Regionen der Steiermark erzeugt und kann regional angeboten werden.• Regional wachsendes Futter, nachhaltige Erzeugung, kurze Wege und eine Top-Qualität zeichnen das heimische Rindfleisch aus.
• Mit dem Kauf regionaler Produkte wird das Klima geschützt und gleichzeitig ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft geleistet.
• Die Seminarbäuerinnen schaffen durch Kursangebote, Workshops, Einsätze in Schulen, Verkostungen Bewusstsein für unsere sorgfältig produzierten Lebensmittel.
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