NAGEMA
Weltweit einzigartiges Forschungsprojekt startet am Erzberg

Projekt NAGEMA: Der Spatenstich für eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur am Erzberg ist getan.  | Foto: Resinger/Trumer Schutzbauten
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  • Projekt NAGEMA: Der Spatenstich für eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur am Erzberg ist getan.
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Das österreichische Unternehmen Trumer Schutzbauten investiert am steirischen Erzberg in eine weltweit einzigartige Forschungsinfrastruktur, um Naturgefahren in Zukunft messbarer zu machen. Das Projekt "NAGEMA" wird wissenschaftlich von der Montanuniversität Leoben sowie der Universität für Bodenkultur Wien begleitet. 

EISENERZ. Die Auswirkungen des Klimawandels sind allgegenwärtig und verstärken die Gefahren durch Naturereignisse: Steinschläge, Lawinen, Hochwasser oder Rutschungen sind nur einige Beispiele für die steigenden Risiken, denen alpine Gemeinden ausgeliefert sind. 

Netze aus Stahldraht

Um der steigenden Bedrohung zu begegnen, müssen Schutzsysteme weiterentwickelt werden. "Denn wir brauchen Schutz gegen Naturgefahren heute mehr denn je", betonte NAGEMA-Projektleiter Karl Gruber beim Spatenstich für die neue Forschungsinfrastruktur vor der Bohrerschmiede am Erzberg, in unmittelbarer Nähe zum Zentrum am Berg. Das weltweit einzigartige Projekt soll einen wichtigen Beitrag zum Thema Naturgefahrenmanagement leisten.

Trumer Schutzbauten investiert jährlich massiv in die Forschung und Entwicklung von Steinschlag- und Lawinenschutzsystemen.  | Foto: Resinger/Trumer Schutzbauten
  • Trumer Schutzbauten investiert jährlich massiv in die Forschung und Entwicklung von Steinschlag- und Lawinenschutzsystemen.
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Trumer Schutzbauten ist das einzige österreichische Unternehmen, das im Bereich des Naturgefahrenmanagements seit vielen Jahrzehnten Lösungen anbietet und etliche Patente angemeldet hat. Um die Sicherheit von Siedlungen, Betrieben und Infrastruktur zu gewährleisten, werden Steinschlag- und Lawinenschutzsysteme sowie Fels- und Hangsicherungen angeboten. Es handelt sich dabei um Netze aus Stahldraht, die in Handarbeit hergestellt werden. Jeder Schutzbau muss dabei an die jeweilige Topografie und Geologie angepasst werden. 

Peter Moser betonte die Einzigartigkeit der neuen Forschungsinfrastruktur.  | Foto: Laura Jung
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Realistische Feldversuche

Es sei dabei von unschätzbarem Wert, am Erzberg in Zukunft realistische Feldversuche durchführen zu können, erklärte Peter Moser, Vizerektor der Montanuniversität Leoben. "Einen 20 Tonnen schweren Stein fallen lassen zu können und zu schauen, welche Schäden er anrichtet, ist keine Selbstverständlichkeit." Viel Forschungsarbeit sei hier geleistet worden und "auch in Zukunft wird uns noch viel dazu einfallen", kündigte der Professor für Bergbaukunde an.

Das große Potenzial des Bergbaugeländes wird immer wieder für die Forschung genutzt. | Foto: Laura Jung
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Zu den Festrednern gehörte außerdem Josef Pappenreiter, Geschäftsführer der VA Erzberg, der die gute Zusammenarbeit mit Trumer Schutzbauten seit 25 Jahren lobte. Johannes Hübl, Institutsleiter für Alpine Naturgefahren der Universität für Bodenkultur Wien, betonte, dass es auch darum gehe, marktfähige Produkte in Konkurrenz zu China herzustellen.

Respekt vor der Natur

Grußworte und Glückwünsche übermittelten der Eisenerzer Bürgermeister Thomas Rauninger, Landesrat Johann Seitinger und Landesrätin Ursula Lackner. Musikalisch begleitet wurde der Spatenstich von der Bergmusikkapelle Eisenerz. Pfarrer Anton Reinprecht aus Eisenerz segnete das Projekt und erinnerte in einer bewegenden Ansprache an die Grenzen des menschlichen Fortschritts. Es liege in der Verantwortung der Gesellschaft, den Respekt vor der Natur zu wahren und im Einklang mit ihr zu leben.

Weitere Informationen unter: www.trumerschutzbauten.com.

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