08.09.2016, 15:45 Uhr

Eine Bühne für die Geldgeber: Feierlicher Tunnelanschlag am Erzberg

Zentrum am Berg: Robert Galler, Departmentleiter der Montanuniversität Leoben, Rektor Wilfried Eichlseder, Uniratsvorsitzender Hannes Androsch. (Foto: Freisinger/Armin Russold)
EISENERZ. Am steirischen Erzberg fand heute (8.9.2016) der Tunnelanschlag zum „Zentrum am Berg″ (ZaB) statt. Mit dem Forschungszentrum am Steirischen Erzberg Im sogenannten Pressler-Stollen entsteht im Erzberg eine europaweit einzigartige Infrastruktur für wissenschaftliche und angewandte Forschung rund um den Bau und Betrieb von Tunnelanlagen. Durch die neue Infrastruktur wird mit insgesamt fünf unterirdischen Tunnelröhren ein Knotenpunkt für internationale Forscher und Unternehmen für den Bau und Betrieb von Tunnels und anderen Untertageanlagen entstehen und ideale Bedingungen bieten. Das ZaB wird u. a. zwei parallel verlaufende Autobahn- und zwei Eisenbahntunnel sowie eine fünfte Röhre als reine Versuchsstrecke umfassen: Die Auto- und Eisenbahnröhren stoßen nach rund 400 Meter auf den alten, außer Betrieb befindlichen Pressler-Stollen. Dieser soll auf einer Länge von rund einem Kilometer ausgebaut und zu Forschungs- und Entwicklungszwecken genutzt werden.

Investition in die Zukunft

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer betonte bei seiner Festrede: „Wissenschaft und Forschung sind maßgebliche Faktoren für die Zukunft von Arbeit und Wohlstand in der Steiermark. Hier entsteht das ungewöhnlichste Labor Mitteleuropas das als eine der modernsten Tunnelforschungseinrichtungen der Welt etabliert werden soll. Ich freue mich, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Bund und der Montanuniversität Leoben ein so zukunftsweisendes Projekt möglich machen konnten. Investitionen in den Forschungsbereich sind Investitionen in die Zukunft unserer Jugend.″

Gutes Zeichen für den Aufbruch

Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer: „Hier in Eisenerz investieren wir in die Zukunft. Hier stellen wir den Führungsanspruch der Steiermark in Wissenschaft und Forschung. Durch das Zentrum am Berg wird die Obersteiermark als Standort abgesichert und weiter ausgebaut. Unsere Kinder und die nächsten Generationen werden hier Arbeitsplätze von Weltruf finden. Ein gutes Zeichen für den Aufbruch in der Steiermark."

30 Mio Euro Investitionskosten

Die Baufertigstellung und der Start des Vollbetriebs des Zentrum am Berg sind für 2019 geplant. Die Kosten in der Höhe von rund 30 Millionen Euro teilen sich das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das Wissenschaftsministerium sowie das Land Steiermark und die Montanuniversität Leoben. Der laufende Betrieb soll durch Forschungskooperationen mit der Wirtschaft finanziert werden.

Fotos: Foto Freisinger/Armin Russold
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