Das Saiblingsfest steht am Programm

Fischermeister Roland Klier zeigt WOCHE-Geschäftsstellenleiter Marc Hollinger die mit etwa 20.000 Fischen befüllten Becken.
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  • Fischermeister Roland Klier zeigt WOCHE-Geschäftsstellenleiter Marc Hollinger die mit etwa 20.000 Fischen befüllten Becken.
  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

Nach dem Narzissenfest ist vor dem Saiblingsfest: Von 13. bis 16. Juni steht ein Fisch im Mittelpunkt.

Der Saibling gibt sich nicht leicht zufrieden. Er ist ziemlich anspruchsvoll. Seine Heimat sind tiefe, kalte, klare Gewässer, reich an Sauerstoff und Plankton. Eigenschaften, die auf die kristallklaren Seen des Salzkammerguts zutreffen. Von 13. bis 16. Juni dreht sich im Ausseerland wieder alles um diesen Fisch – dann findet nämlich das Saiblingsfest rund um den Altausseer See, den Ödensee und den Grundlsee statt.

Langsames Wachstum

"Es gibt nichts Fixes oder einen Leitfaden in der Fischzucht", sagt Roland Klier, Fischermeister im Bruthaus der Fischerei Ausseerland. Wenn das einer wissen muss, dann er – schließlich ist Klier seit 15 Jahren am Grundlseer Standort tätig. Dass es sich in der Fischzucht um eine höchst filigrane Angelegenheit handelt, wird beim Rundgang im Bruthaus schnell klar. 400.000 Fische werden gezüchtet, davon schwimmen bis zu 20.000 in einem der zahlreichen Becken. Nur rund ein Drittel davon kommt gesund durch. Ein Grund dafür ist, dass es bis zu drei Jahre dauert, bis sich der Fisch zum Speisefisch entwickelt. Bei einer Wassertemperatur von etwa sechs Grad Celsius brauchen die Tiere eben bis zu drei Jahre, um "ausgewachsen" zu sein. In wärmeren Gebieten, beispielsweise in Italien, ist die Züchtung daher weniger aufwendig. Außerdem verzichtet die Fischerei Ausseerland komplett auf chemische Stoffe. Roland Klier sortiert jeden Tag tote und kranke Tiere aus und meint daher abschließend: "Solange sich die Fische bewegen, kann ich ruhig schlafen."

Schatz der Region

Die wilden Saiblinge sind eine Rarität. Um ihren Bestand aufrecht erhalten zu können, ist die Ausfangmenge der Fischerei Ausseerland mit 2.500 Kilo pro Jahr begrenzt. Zum Schutz der wilden Fische wurde in den letzten Jahren eine Saiblingszucht an den Bächen des Salzkammerguts aufgebaut.

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