Große Wasserquelle im Bad Ausseer Kurpark entdeckt

Im Bad Ausseer Kurpark wurde in 54 Metern Tiefe eine Wasserquelle entdeckt, die die nächsten drei Generationen versorgen könnte.
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  • hochgeladen von Christoph Schneeberger

In Bad Aussee wurde in 54 Metern Tiefe eine Wasserquelle gefunden. Das Reservoir könnte für drei Generationen reichen.

2018 brachten Bürgermeister Franz Frosch und Gemeinderat Franz Köberl das Thema Wasserversorgung aufs Tapet. Mit Hilfe einer hydrologischen Karte wurde in Bad Aussee nach möglichen Wasserquellen gesucht. Neben dem Areal am Kurpark wurde ein zweiter Standort vermutet. Dort fanden sogar Grabungsarbeiten bis zu einer Tiefe von 100 Metern statt, Wasser wurde allerdings keines gefunden.
Anders beim Kurpark: Mit dem Spülbohrverfahren – wird auch bei der Förderung von Erdöl angewendet – wurde in die Tiefe gebohrt und die Gemeinde ist hier auf eine riesige Wasserquelle gestoßen. "Bei 54 Metern Tiefe ließen wir es gut sein", berichtet Hubert Grill, Wassermeister der Stadtgemeinde Bad Aussee. Schätzungen zufolge könnte das entdeckte Reservoir die nächsten drei Generationen in Bad Aussee mit Wasser versorgen.

Baubeginn im September

Rund eine Woche dauerten die Bohrarbeiten. Zuerst wurde ein Pumpversuch mit fünf Litern gemacht, danach musste die Qualität des Wassers festgestellt werden. Letztlich entsprach die Quelle den strengen Richtlinien und darf nun als Trinkwasser eingestuft werden. Schon im September sollen erste Baumaßnahmen getätigt werden. Die Errichtung des darüber liegenden Brunnengebäudes sowie der Anschluss an das Städtische Netz sollen dann im nächsten Jahr erfolgen.

Moderne Infrastruktur

"Wie viel Wasser verwendet werden kann, wird noch entschieden. Eine Gemeinde darf nicht beliebig viel Wasser entnehmen, das richtet sich nach der Anzahl der Einwohner", informiert Wassermeister Grill. Die Stadtgemeinde Bad Aussee verkauft jährlich etwa 400.000 Kubikmeter Wasser an die Anschlussteilnehmer. Ein rund 130 Kilometer langes Rohrnetz, sieben Hochbehälter, derzeit ein Brunnen, eine moderne – weil komplett elektronische Erfassung – und vier Angestellte sorgen für einen reibunglosen Ablauf. Hubert Grill hebt vor allem seine Mitarbeiter hervor: "Ohne gutes Personal würde eine Wasserversorgung nicht funktionieren."

1.600.000 Liter Wasser pro Tag

In der Ferienzeit im Sommer werden in Bad Aussee täglich ungefähr 1.600.000 Liter Wasser verbraucht. Mit der neuen Quelle sollte dies auch in Zukunft gedeckt werden, denn "eine Gemeinde kann sich nur mit einer funktionierenden Infrastruktur weiterentwickeln und Wasser ist dabei das höchste Gut", so Hubert Grill abschließend.

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