08.10.2014, 00:30 Uhr

Schladming im Zeichen der "Pflege"

Jakob Kabas und Johann Grössing betonten, dass der Sozialhilfeverband "lediglich" Verordnungen umsetze.

350 Personen aus dem Pflegebereich nahmen am Pflegesymposium im Congress teil.

Aus ganz Österreich waren am vergangenen Donnerstag Mitarbeiter sozialer Pflegebetriebe angereist, um an einem Symposium zum Thema "Pflege" teilzunehmen.
Vorträge und Diskussionsrunden zu den Themen "Die Zukunft der Pflege", "Paleativ-Philosophie", "Schmerzbehandlung", "Burnout" und mehr regten in den Räumlichkeiten des Congress' zu regem Gedankenaustausch an.

Das größere Ganze
Vernimmt man als "Nicht-Involvierter" dieser Tage die Worte "Pflege" oder "Sozialhilfeverband", dann tauchen automatisch Euro-Symbole vor dem inneren Auge auf. "Pflegeregress" oder "Sozialhilfeverbands-Umlage" sind Themen, welche nicht nur in den Gemeindestuben für Aufsehen sorgen, auch Otto Normalverbraucher wird und wurde medial auf jene Schlüsselworte sensibilisiert. "Mit den Jahren wächst die Zahl der Lebensjahre - und das ist eine wundervolle Sache", erklärt in diesem Zusammenhang Johann Grössing, Sozialhilfeverband-Liezen-Obmann und Mitinitiator des Symposiums. "Dass der Pflegebedarf dadurch auf allen Ebenen steigt ist klar", setzt er fort, "und liegt in der menschlichen Verantwortung von allen Teilen der Gesellschaft."
Mit diesem humanistischen Ansatz gingen Jakob Kabas (Sozialhilfeverbands-Geschäftsführer), Renate Skledar (steirische Patienten-Ombudsfrau), Medizinalrätin Maria Brunner-Hantsch sowie die anderen anwesenden Referenten konform. "Man dürfe das Wohlergehen der Menschen nicht immer nur durch die 'Eurobrille' betrachten", verstärkte letztgenannte überzeugt. Man müsse schließlich immer das größere Ganze im Auge behalten.

Selbstevaluierung
Dass die Sozialkostenbelastung für die Länder - und vor allem für die Gemeinden - reduziert werden müssen, darüber waren sich alle Redner einig. Der Ball liege in dieser Angelegenheit allerdings beim Gesetzgeber - also dem Bund.
Das Land Steiermark führe derzeit außerdem eine interne "Sozial-System-Evaluierung" durch.
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