05.12.2017, 11:35 Uhr

Wo es im Bezirk am öftesten kracht

Im ersten Halbjahr gab es im Bezirk 150 Unfälle mit Personenschaden, dabei wurden 178 Personen verletzt, zwei Personen getötet. (Foto: Fotolia/Stefan Körber)

Jeder Unfall ist einer zuviel. Im Bezirk gab es im ersten Halbjahr 2017 insgesamt 150 Unfälle mit Personenschaden.

Manche führen es auf besondere Strahlungen im Erdreich zurück, andere denken an schwarze Katzen, die dort besonders oft den Weg kreuzen, wieder andere machen schlicht den Zufall oder die zunehmende Ablenkung im Straßenverkehr dafür verantwortlich, wenn es an bestimmten Stellen besonders oft zu Unfällen kommt.
Über 2.700 Unfälle mit Personenschaden wurden in der Steiermark im ersten Halbjahr 2017 verzeichnet. Viele davon ließen sich mit Sicherheit verhindern, würden sich die Verkehrsteilnehmer wieder vermehrt auf das Verkehrsgeschehen und weniger auf Handy, Navi und Co. konzentrieren. Laut einer Erhebung der Statistik Austria gehen knapp 40 Prozent aller Unfälle auf Unachtsamkeit und Ablenkung zurück. Dies kann auch Bezirkspolizeikommandant Oberst Franz-Kurt Grabenhofer bestätigen.

Erste Bilanz

Im ersten Halbjahr 2017 gab es im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag insgesamt 150 Unfälle mit Personenschaden, dabei wurden 178 Personen verletzt, zwei Personen getötet. 24-mal davon krachte es auf der Semmering Schnellstraße, der S6, zuständig dafür ist die Autobahnpolizei Bruck/Mur. 126 Unfälle passierten auf Bundes-, Landes- sowie Gemeindestraßen. "Die Zahl der Unfälle und der dabei getöteten Personen hat sich Gott sei Dank in den letzten Jahren reduziert. Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung", sagt Grabenhofer. Ein Hotspot im Bezirk ist die Semmering-Schnellstraße. Auf der S6 kommt es im Durchschnitt wöchentlich zu einem Unfall mit Verletzten. Gründe sind unter anderem die kurvenreiche Streckenführung und die unangepasste Fahrgeschwindigkeit bei schlechten Witterungsverhältnissen, Unfallhäufungspunkte sind vor allem der Bereich zwischen Kindberg und Mitterdorf wie auch die Tunnelkette Semmering. Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzungen, Kontrollen, aber auch Fahrbahnsanierungen haben viel dazu beigetragen, die Unfälle auf der S6 zu reduzieren.

Risikogruppe

Was die Hotspots auf Bundes- und Landesstraßen betrifft, sei vor allem der Gesamtbereich der sogenannten "Hochleiten" auf der Hochschwabbundesstraße, Gemeinde Mariazell, ein Unfallhäufungspunkt im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Wie auch die Niederalplstraße in Richtung Mürzsteg ab Beginn der Passstraße und die Gutensteiner Bundesstraße im Bereich des sogenannten "Kreuzbergers", Fahrtrichtung Terz. In Krieglach betrifft es die B72, StrKm 82,000, Rechtskurve Richtung Alpl bzw. Linkskurve Richtung Krieglach. "Motorradfahrer sind in diesem Bereich am häufigsten an den Verkehrsunfällen beteiligt. Unangepasste Fahrgeschwindigkeit und unterschätzte Fahrbahn- bzw. Straßenverhältnisse sind meist die Unfallursache. Circa drei Viertel aller tödlichen Motorradunfälle sind Unfälle ohne Unfallgegner, also Alleinunfälle", erklärt Grabenhofer.

Verkehrsunfallkarte

Seit knapp vier Jahren betreibt die Statistik Austria eine interaktive Verkehrsunfallkarte, die einen detaillierten Einblick in das Unfallgeschehen bis hinein in die einzelnen Gemeinden gibt. Hier lassen sich die genauen Gegebenheiten, von den Beteiligten bis hin zum Unfallzeitpunkt und den Wetterverhältnissen, erfragen. Der Link: www.statistik.at/verkehrsunfallkarte
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