GR-Wahl 2025
Mehr Stimmen geholt, dennoch die Absolute verloren
- Bgm. Elke Florian - mehr Stimmen, weniger Prozentpunkte.
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Kuriosität in Judenburg, Hochspannung in Fohnsdorf und einige offene Entscheidungen. So sieht es nach der Gemeinderatswahl in der Region Murau-Murtal aus.
MURAU/MURTAL. Es ist tatsächlich kurios: Die SPÖ hat bei der Gemeinderatswahl in Judenburg 2.010 Stimmen geholt und damit um fast 100 mehr als bei der letzten Wahl. Trotzdem ergibt das ein Minus von 1,4 Prozentpunkten und damit den Verlust der absoluten Mehrheit. Zu erklären ist das einerseits mit der höheren Wahlbeteiligung, andererseits mit der Wahl-Arithmetik. Mit JUNG und Neos gab es eine Liste mehr am Wahlzettel - und diese hat auch klar den Einzug in den Gemeinderat geschafft. Bürgermeisterin Elke Florian will jedenfalls "für Judenburg weiterarbeiten" und sucht zuerst mit der FPÖ als zweitstärkster Partei das Gespräch über eine mögliche Zusammenarbeit.
Nur zwei Stimmen
Eine ähnliche Situation gibt es in Mühlen, wenngleich noch knapper: Dort hat die SPÖ um zwei (!) Stimmen die absolute Mehrheit verpasst und liegt jetzt mit vier Mandaten gleichauf mit der ÖVP. Die Freiheitlichen sind mit einem Sitz im Gemeinderat das Zünglein an der Waage. Einen Mandatsgleichstand gibt es außerdem in St. Georgen am Kreischberg - ÖVP und FPÖ haben jeweils sechs. Die Freiheitlichen machen sich dort Hoffnung auf einen Bürgermeister-Sessel, auch eine Halbzeitlösung ist möglich.
- Die KPÖ schaffte es in vier Gemeinden in den Gemeinderat.
- Foto: KPÖ
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Noch vieles offen
Generell ist im Bezirk Murau nach der Wahl noch einiges offen: Lediglich in sieben von 14 Gemeinden gibt es klare Verhältnisse mit absoluten Mehrheiten. In Neumarkt, St. Peter am Kammersberg und Scheifling dürfte die Volkspartei aufgrund ihrer Vorsprünge wieder die Bürgermeister stellen. In Mühlen, St. Georgen, Stadl-Predlitz und Teufenbach-Katsch muss es Allianzen geben.
Plötzlich auf Augenhöhe
Eine solche braucht es jedenfalls auch in Fohnsdorf, wo die ÖVP nach 80 Jahren SPÖ-Dominanz jetzt auf Augenhöhe agiert. "Wir wollen eine Zusammenarbeit mit konstruktiven Kräften und sind gespannt, was die SPÖ machen wird", sagt VP-Chef Volkart Kienzl. Eine endgültige Entscheidung über den nächsten Bürgermeister gibt es spätestens am 22. April bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates.
Die Stimmenkaiser
Darüber braucht sich Bürgermeister Franz Kleinferchner (ÖVP) in Ranten keine Gedanken machen - er holte dort fast 90 Prozent der Stimmen. Zur Auswahl stand sonst nur die FPÖ. Für die SPÖ ist Bürgermeister Gernot Esser in Pöls-Oberkurzheim mit über 70 Prozent Stimmenkaiser. Die FPÖ holte ihr bestes Ergebnis 37,9 Prozent in St. Georgen am Kreischberg. Die Grünen holten jeweils einen Sitz in Murau, Neumarkt, Judenburg und Zeltweg. Die Neos sind in Pölstal und Judenburg angetreten und schafften es auch in den Gemeinderat. Die KPÖ ist in Fohnsdorf, Judenburg, Spielberg und Knittelfeld vertreten, war nur in Kobenz erfolglos. Bürgerlisten haben es in Scheifling, Neumarkt, Schöder, Weißkirchen, Kobenz und Spielberg in den Gemeinderat geschafft.
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