Der Boom mit den SB-Autowaschanlagen
Ein glänzendes Geschäftsmodell
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In Murtal scheinen überdurchschnittlich viele SB-Waschanlagen für Fahrzeuge aus dem Boden zu schießen. Warum eigentlich? Ist das Geschäftsmodell eine Goldgrube?
MURTAL. Wer sein Auto in einer Waschbox von Pollen, Schmutz und – im Winter – von Salz reinigen möchte, muss im Murtal nicht lange suchen: Gefühlt an jeder Ecke sind SB-Waschanlagen mit Schaumbürsten, Heißwachs und Klarspülung zu finden, daneben meist Staubsauger für den Innenraum. Auch Hannes Seebacher, der zwei neu errichtete Waschanlagen in Judenburg und beim Kreisverkehr zwischen Weißkirchen und Eppenstein betreibt, bestätigt: „Das Auto hat im Murtal einen hohen Stellenwert und viele Menschen pflegen ihre Fahrzeuge sehr genau. Gleichzeitig gibt es bei uns viele Pendler, Firmenfahrzeuge und natürlich auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, wodurch die Nachfrage insgesamt höher ist als in manchen anderen Regionen.“ Kein Wunder also, dass das Geschäft mit den SB-Boxen floriert. Die rund um die Uhr zugänglichen Stationen kommen fast ohne Personal aus; der Kunde bedient sich selbst und lässt im Schnitt 7 Euro liegen. Wartet auf die Betreiber also das große Geld?
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Ohne Aufwand geht's nicht
Ganz so simpel ist das Geschäftsmodell der SB-Boxen natürlich nicht, wie Hannes Seebacher erklärt: „Der Aufwand wird oft unterschätzt. Auch wenn keine Mitarbeiter direkt vor Ort stehen, steckt viel Arbeit dahinter. Reinigung, Wartung, Technik, Wasseraufbereitung, Chemie, Störungsbehebungen und laufende Kontrollen gehören zum Alltag. Gerade Sauberkeit und funktionierende Technik sind enorm wichtig, damit die Kunden zufrieden sind.“ Unterschätzt werden auch oft die Errichtungskosten: Abhängig von Standort, Finanzierung, Betriebskosten und Ausstattung können sich diese schnell im höheren sechsstelligen Bereich bewegen.
Gutes Waschergebnis, zufriedene Kunden
Zudem ist eine Waschanlage selbst noch kein Erfolgsgarant. Ein wichtiger Faktor ist der Standort. Selbst die bestausgerüstete Waschanlage floppt bei mangelnder Frequenz oder einer abgelegenen Lage. Hannes Seebacher ist sich aber sicher: „Langfristig entscheiden Qualität und Kundenzufriedenheit. Wir legen großen Wert auf moderne Technik, gepflegte Anlagen und faire Preise. Ein ganz entscheidender Punkt ist aber auch die verwendete Chemie. Die Zufriedenheit der Kunden hängt stark davon ab, wie gut das Waschergebnis am Ende tatsächlich ist. Genau hier gibt es oft große Unterschiede zwischen den Anbietern.“ Auch die Umweltbedingungen beeinflussen das Geschäft: In einem starken Pollenfrühling wie heuer floriert das Geschäft; in Regenperioden oder an besonders kalten Tagen steht es beinahe still. Auch Hannes Seebacher bestätigt: „Besonders stark frequentiert sind die Anlagen an schönen Wochenenden, nach dem Winter beziehungsweise nach Schlechtwetterperioden.“ Und da glänzen dann nicht nur die Autos, sondern auch die Augen der Betreiber.
Weitere Informationen zu den Werbepartnern:
Verkehrsverbund Steiermark
Stadtwerke Judenburg
Benediktinerstift St. Lambrecht
Brem Bau
Autohaus Schuhberger
Austria Email
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