MeinBezirk vor Ort: Bruck
Gelebte Inklusion im Tierheim Pinzgau
- Die Leiterin des Tageszentrums Bruck, Cornelia Gstrein mit Selina.
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MeinBezirk schaute im Tierheim Pinzgau (Kinderdorfstraße 23, 5671 Bruck) vorbei und traf sich vor Ort mit der Tierheimleiterin und Tierärztin Kathrin Rasser, der Leiterin des Tageszentrums der Caritas Dorf St. Anton, Cornelia Gstrein und einigen Klientinnen und Klienten des Tageszentrums. Wir erfuhren, dass solche Besucher sehr regelmäßig stattfinden und sowohl für Mensch als auch Tier immens wichtig sind.
BRUCK. Das Tierheim Pinzgau besteht seit März 2023 – seither hat sich einiges getan – vor allem etabliert hat sich die "Zusammenarbeit" mit den Tageszentren der Caritas, insbesondere mit dem Caritas Dorf St. Anton. MeinBezirk traf sich mit Kathrin Rasser (Tierärztin und Leiterin des Tierheim Pinzgau) sowie mit Cornelia Gstrein (Leiterin des Tageszentrums im Dorf St. Anton) zum Gespräch. "Wir besuchen das Tierheim regelmäßig – es gibt bei uns im Tageszentrum sechs Gruppen, weshalb wir es so eingeteilt haben, dass jede Woche eine andere Gruppe ins Tierheim kommt und Zeit mit den Katzen verbringt und dann beginnt das Rad wieder von vorn", erzählte Cornelia Gstrein.
- Das Tierheim Pinzgau vermittelte im Jahr 2024 223 Tiere.
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Die Besuche im Tierheim zählen zu den Highlights
Sie betonte auch, dass die Besuche im Tierheim bei allen Klienten extrem gut ankommen und sich stets freuen, man blickt dann ausschließlich in strahlende Gesichter. "Die Besuche hier im Tierheim sind hervorragend zur Förderung der Teilhabe im Arbeitsbereich, damit unsere Klienten sehen, dass man auch woanders hingeht zum Arbeiten, nicht nur ins Tageszentrum – Katzen füttern, Streu ausmisten oder einfach Zeit mit den Katzen verbringen", ergänzte die Leiterin des Caritas Tageszentrum im Dorf St. Anton.
"Basteln für 'Stubentiger' ist besonders beliebt"
MeinBezirk erfuhr, dass bei den Klienten das Basteln für die "Stubentiger" ein besonderes Erlebnis sei. Alle können sich vorab überlegen, was sie gerne machen möchten, im Aufenthaltsraum des Tierheims wird dann gebastelt und das absolute Highlight sei dann natürlich die anschließende Präsentation der Basteleien bei den Katzen. Haben diese dann ihre Freude mit dem neuen Spielzeug, so Gstrein, dann haben unsere Klienten ein Lächeln im Gesicht und ein Strahlen in ihren Augen.
Mensch-Tier-Interaktion ist extrem wichtig
"Mensch-Tier-Interaktion ist absolut wichtig – Mensch-Tier-Interaktion ist absolut wichtig – das stärkt das Selbstvertrauen und signalisiert gebraucht werden ('Ich tue etwas') – Empathie wird dadurch entwickelt. Es ist für alle eine Win-win-Situation", meinte Cornelia Gstrein. Kathrin Strasser erklärte, dass durch den laufenden Menschenkontakt die Katzen im Tierheim sozialisiert werden, was für uns besonders wichtig für die Vermittlung der Katzen ist."
- Lisa vom Tageszentrum Mittersill arbeitet gerne im Tierheim. Ihr macht nach eigenen Angaben die Arbeit mit den Tieren (vor allem den Katzen) Spaß. "Ich genieße die Zeit hier sehr", so Lisa gegenüber MeinBezirk.
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"Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind immer willkommen"
"Wir freuen uns stets über tatkräftige, ehrenamtliche Mithelfer, die die Arbeit mit den Tieren ernst nehmen – beispielsweise mit den Hunden Gassi gehen, die Katzen streicheln und ähnliches", erläuterte Kathrin Rasser, Tierärztin und Leiterin des Tierheim Pinzgau im Gespräch mit MeinBezirk.
Sie betonte im Gespräch auch, dass die Klienten vom Tageszentrum Dorf St. Anton, der Laube sowie der SALK St. Veit auch regelmäßig vorbeikommen und im Tierheim mithelfen. "Diese Inklusion im Tierheim verläuft äußerst unkompliziert und hat sich im Laufe der Zeit sehr positiv entwickelt", so Rasser.
Das Tierheim ist ein vorübergehendes Zuhause für Hund, Katze und Co
MeinBezirk konnte in Erfahrung bringen, dass im vergangenen Jahr 223 Tiere aus dem Tierheim vermittelt worden sind. Betrachtet man das heurige Jahr, so Kathrin Rasser, fanden von Jänner bis Anfang Mai 63 Katzen, 11 Hunde, 6 Kaninchen und 3 Meerschweinchen ein neues Zuhause.
Ein neuer Hundeplatz
"Besonders stolz sind wir auf unseren neuen Hundeplatz. Den konnten wir mit Unterstützung von Sepp Brugger realisieren. Er trainiert zum einen mit den Hunden, die hier im Tierheim ein vorübergehendes Zuhause gefunden haben und bietet zum anderen auch diverse Kurse für Hundebesitzer auf unserem Hundeplatz an", erklärte die Tierheimleiterin.
Äußerst erfolgreich war laut Rasser auch der Flohmarkt, der im Mai im Tierheim veranstaltet wurde. Mitgeholfen hat hier, erfuhr MeinBezirk, der Verein Tiernest Pinzgau. Der Verein unterstützt das Tierheim laut Kathrin Rasser auch sonst ideell und finanziell, wofür das gesamte Team des Tierheim Pinzgau sehr dankbar ist.
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