Höhere Strafen
Stadt Salzburg sagt illegaler Vermietung den Kampf an
- Um leistbaren Wohnraum für die Salzburger Bevölkerung zu schützen, geht die Stadt Salzburg seit drei Jahren konsequent gegen die Zweckentfremdung für touristische Kurzzeitvermietungen vor. Es gibt mehr Kontrollen, höhere Strafen und weniger Zweckentfremdung – die Maßnahmen gegen illegale Vermietungen zeigen Wirkung.
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- hochgeladen von Daniel Schrofner
Die Stadt Salzburg geht seit drei Jahren konsequent gegen die Zweckentfremdung für touristische Kurzzeitvermietungen vor - mit mehr Kontrollen, höheren Strafen und einem personell gestärkten Team. Und es zeigt sich, die Maßnahmen gegen illegale Vermietung von Wohnungen auf Plattformen wie Airbnb & Co. zeigen Wirkung, wie Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl berichtet.
SALZBURG.
"Jede Wohnung, die auf Plattformen wie Airbnb landet, fehlt der Salzburger Bevölkerung am angespannten Wohnungsmarkt. Deshalb führt die Stadt seit drei Jahren strenge Kontrollen durch. Die erste Bilanz zeigt: Die Kontrollen wirken",
betont Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl. Die Stadt will ihren harten Kurs in Zukunft beibehalten. Für 2025 ist geplant, die Überprüfungen weiter auszubauen und noch mehr Wohnraum langfristig für Salzburgerinnen und Salzburger zu sichern.
Weniger Neuanmeldungen, mehr Abmeldungen & Anzeigen
Insgesamt 692 Fälle wurden im Zeitraum 2022 bis Ende 2024 bearbeitet, die durch die Registrierung beim Stadtsteueramt für die Nächtigungsabgabe bekannt waren. Hinzu kommen 227 Anzeigen aus der Bevölkerung, sowie 44 Meldungen über die im vergangenen Herbst gestartete Onlineplattform. Auch die Zahl der Neuanmeldungen sinkt (von 80 (2022) auf 58 (2024)) und die Abmeldungen steigen um das Doppelte seit 2022 (von 42 auf 84). Von den Anträgen auf Ausnahmegenehmigungen wurde seit 2022 kein einziger bewilligt. Es gab auch mehr Anzeigen als noch in den Vorjahren - vor allem aufgrund unerlaubter touristischer Beherbergungen im Rahmen der Privatzimmervermietung, hier stieg die Zahl der Anzeigen um mehr als das Vierfache zu 2022 auf 61.
Höhere Strafen möglich - vor Ort antreffen wichtig
Ganze 168.800 Euro wurden 2024 durch Verwaltungsstrafen eingenommen - auch diese Zahlen sind gestiegen. Diese Einnahmen fließen an das Land Salzburg, deshalb erhofft sich Dankl da mehr Unterstützung:
"Die Strafen könnten nach dem Vorbild anderer Bundesländer erhöht und Schlupflöcher geschlossen werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass schon das Anbieten einer Wohnung auf einer Plattform ausreicht, auch wenn die Gemeinde keine Touristen mit dem Koffer in der Tür antrifft."
Denn nur wenn die Kontrolleure die Touristen direkt vor Ort antreffen, können sie auch feststellen, ob die Wohnung illegal genutzt wurde.
"Wir fragen nach dem Grund ihres Aufenthalts, bitten um ein Foto der Buchungsbestätigung und fordern dann den/die VermieterIn zur Stellungnahme auf",
erläutert Johannes Holztrattner von der Dienststelle Kurzzeitvermietungen. Dabei sind Strafen bis zu 25.000 Euro möglich, beim ersten Verstoß sind es 2.500 Euro. Um Vorschriften zu umgehen, werden Vermieterinnen und Vermieter kreativ, manche vermieten sogar ihre Garagen, erzählt Holztrattner.
Nicht mit gesetzlichen Vorgaben vereinbar
Wenn eine Wohnung für touristische Zwecke genutzt werden soll, "ist eine Bewilligung durch die Behörde erforderlich", erklärt Alexander Würfl, Amtsleiter des Baurechtsamts. Ausnahmen betreffen touristische Beherbergungen in landwirtschaftlichen Wohnbauten und unter gewissen Umständen die Privatzimmervermietung sowie Bestandswohnungen. Besonders die Nutzung über Plattformen wie Airbnb, Booking.com, Vrbo, Expedia oder ähnliche Anbieter ist häufig nicht mit den gesetzlichen Vorgaben vereinbar. Die Stadt Salzburg überprüft daher konsequent, ob eine rechtmäßige Nutzung vorliegt oder ob eine Zweckentfremdung vorliegt.
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