Mediziner trainieren für den Notfall

Intubieren steht ebenso auf dem neuen Ausbildungsprogramm
  • Intubieren steht ebenso auf dem neuen Ausbildungsprogramm
  • Foto: LKH/S. Möstl
  • hochgeladen von Christine Seisenbacher

Eine Woche lang trainieren 40 Mediziner am LKH-Univ. Klinikum Graz intensiv Theorie und Praxis rund um Notfälle bei Kindern und Erwachsene. Mit dem österreichweit ersten neuen Notarztkurs findet der spannende Neustart in der notfallmedizinischen Ausbildung am LKH-Univ. Klinikum Graz statt. Im Jahr 2019 wurde in Österreich die Notarztausbildung auf der Basis der neuen gesetzlichen Vorgaben von der AGN (=Arbeitsgemeinschaft für Notfallmedizin) mit Unterstützung der Firma Conventa erneuert. Dauer und Inhalte wurden überarbeitet, so sind beispielsweise ab sofort auch 20 Begleitfahrten in einem Notarztwagen verpflichtend. Der Notarztkurs dauert 80 Stunden und ist in drei Module gegliedert, die genau an die Bedürfnisse der Mediziner angepasst wurden. Alle Vortragenden sind selbst aktiv im Notarztdienst tätig und bringen dementsprechend praxisnahe Erfahrungen mit. Ebenfalls neu sind eigene e-Learning-Module, die die Kursteilnehmer bereits vorab online absolvieren. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung ist die Nutzung des Simulationszentrums der KAGes – wohl eines der größten und am besten ausgestatteten Zentren in Österreich – für die praktischen Übungen, bei denen Notfall-Szenarien so realitätsnah wie möglich abgewickelt werden können.

Ausbildung in drei Modulen 

Im Modul I werden in erster Linie die Maßnahmen der Wiederbelebung unterrichtet. Eine Aufgabe, die von jedem Arzt beherrscht werden sollte. Das Modul II umfasst allgemeine Grundlagen der notfallmedizinischen Versorgung für alle Ärzte, unabhängig davon, ob sie in einem Krankenhaus oder im niedergelassenen Bereich als Facharzt oder Allgemeinmediziner tätig sind. Das Modul III ist die spezifische Ausbildung für Ärzte, die im Notarztdienst tätig sind. Zum Erhalt des Notarzt-Diploms muss von allen Teilnehmern eine österreichweit einheitliche Notarztprüfung absolviert werden, die von der Akademie der Ärzte viermal jährlich angeboten wird. Selbstverständlich werden alle coronabedingten Schutzmaßnahmen während der gesamten Woche und bei allen praktischen Übungen eingehalten.

Autor:

Christine Seisenbacher aus Steiermark

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