Die USA im Zentrum des Pfingstdialogs

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Die hochaktuelle Thematik der zukünftigen Gestaltung der Beziehungen zwischen Europa und den USA diskutietren rund 50 internationale Referenten im Rahmen des diesjährigen „Geist und Gegenwart″-Pfingstdialogs auf Schloss Seggau in Leibnitz.
Als Stargast und Hauptreferent des Abends konnte Initiator Herwig Hösele Daniel S. Hamilton, Professor der Marschallplan-Jubiläumsstiftung und Direktor des Zentrums für Transatlantische Beziehungen der John Hopkins University's School of Advanced International Studies begrüßen.

Er zeigte anhand der Geschichte auf, dass sich in den USA Phasen des Engagements in Europa immer wieder mit Phasen des Rückzugs abgewechselt hätten."Trumps Sieg war ein Triumph für das jacksonische Amerika. Der Jacksonismus war eine wichtige Bewegung in den 1940er-Jahren, die zum Ziel hatte, Amerika aus noch einem weiteren europäischen Krieg herauszuhalten." Aber die Geschichte hätte immer wieder gezeigt, dass der politische Preis für ein „Heraushalten" zu hoch sei. Deswegen glaube er auch, dass sich Amerika auch weiterhin für starke transatlantische Beziehungen einsetze. „Denn das amerikanische Interesse an einem Europa, das frei von Konflikten ist, zuversichtlich und fähig sowie nach außen gerichtet ist und das amerikanischen Interessen und Waren positiv gegenübersteht, ist größer als Trump."

LH Schützenhöfer bezeichnete den Pfingstdialog als Visitenkarte der Steiermark, die die geistige Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen fördert. Zum Thema der transatlantischen Beziehungen meinte er: „Wir werden den USA für den Marshall-Plan immer dankbar sein. Ohne ihn hätte der Wiederaufbau und das Zusammenrücken Europas nicht oder nicht so schnell funktioniert.

LR Drexler, der sich für das heurige Pfingstdialog-Thema schon vor eineinhalb Jahren stark gemacht hatte, bevor noch irgendjemand in Europa an einen Präsidenten Trump gedacht hat, sprach von den transatlantischen Beziehungen als „der natürlichsten Partnerschaft der Welt". „Es ist eine Partnerschaft, die der Freiheit, der Demokratie und der Aufklärung verpflichtet ist. Ich glaube nicht an Isolationismus. Auch wenn das Verhältnis jetzt schwieriger scheint, sind wir doch gefordert, die vielen gemeinsamen Werte zu verteidigen und neue gemeinsame Wege zu beschreiten. Wenn dieser Pfingstdialog zur besseren Verständigung beiträgt, dann haben wir damit einen kleinen, aber nicht unwichtigen Beitrag für eine gute gemeinsame Zukunft geleistet."

Mehr Infos: Geist und Gegenwart

Dan Hamilton beim Pfingstdialog 2017

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