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Tourentipp
Diese Wandertour führt über den Murauer Hausberg

Gipfel der Frauenalpe
3Bilder
  • Der Gipfel der Frauenalpe bietet sich als Zwischenziel einer besonderen Wanderung zwischen St. Lorenzen ob Murau und Murau an.
  • Foto: Dieter Fleck
  • hochgeladen von Aus der Region

Im heutigen Tourentipp von Dieter Fleck führt dieser über eine ruhigere Route auf den Murauer Hausberg, den Gipfel der Frauenalpe.

STEIERMARK. Dieter Fleck, studierter Geograph und Umweltplaner in einem Grazer Ziviltechnikerbüro, ist leidenschaftlicher Wanderer mit ausgeprägter Liebe zum öffentlichen Verkehr. Im Zuge dieser Serie verrät er seine Geheimtipps, die ideal mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu absolvieren sind. Heute geht es auf den Murauer Hausberg: Die Frauenalpe bei Murau zählt wohl zu den meistbesuchten Bergen auf der steirischen Seite der Nockberge. Mitverantwortlich dafür ist, dass der Berg auch im Winter gerne besucht wird. Aber im Sommer ist zieht es viele Ausflügler hierhin, zumal eine Straße bis zur Murauer Hütte den Anstieg deutlich abkürzt.

Wir schlagen dennoch eine Bergwanderung vor, die im Tal und zwar in St. Lorenzen ob Murau beginnt, womit wir uns der Frauenalpe von der stilleren Nordwestseite nähern. Damit die Überschreitung komplett wird, steigen wir über die bekanntere Nordostseite ab. Die einladende Murauer Hütte ist für Öffi-Nutzer zwar nicht Ausgangspunkt der Wanderung, dafür aber eine willkommene Einkehrmöglichkeit am Weg. Die Bergtour endet schließlich in einer der reizvollsten Städte der Steiermark, nämlich in Murau.

Start an der Bahnstation St. Lorenzen ob Murau

Von der Bahnstation St. Lorenzen ob Murau gehen wir die wenigen Schritte zur Hauptstraße, wo bereits der erste Wegweiser zur Frauenalpe situiert ist. Wir folgen der asphaltierten Straße hinein in den Lorenzengraben, bis wir nach ca. 20 Minuten zur Wegkreuzung nach dem Kleinkraftwerk gelangen (Hinweisschild „Fam. Feiel vulgo Reiter“). Entlang der unasphaltierten Straße geht es zügig bergan, bei der ersten Kehre weist erstmals eine rot-gelbe Markierung auf unseren Wanderweg hin. Etwas später – beim schön gelegen Gehöft Grazer – ist wieder ein Wegweiser zu sehen. Kurz darauf erblicken wir ober uns das Gehöft Reiter. Wir wandern vorerst geradeaus weiter, dann oberhalb des Hofes vorbei und erreichen nach gut 100 Höhenmetern Forststraße die Grazerhütte, wo ein Bankerl für eine Rast genutzt werden kann.

Blick in Richtung Gstoder
  • Auf der Strecke bietet sich auch ein schöner Blick in Richtung Gstoder.
  • Foto: Dieter Fleck
  • hochgeladen von Aus der Region

Über die Almen mit Ausblick

Nach der Grazerhütte führen die Markierungen entlang eines breiten Waldweges zu einer kleinen Waldlichtung, an deren oberen Ende beginnt ein Steig, auf dem wir durch einen schönen Hochwald, mehrmals Forststraßen querend, zu einer Jagdhütte und Wildfutterstelle wandern. Etwas später gelangen wir zu einer kleinen Almfläche, über die es bergauf geht und von der sich erstmals schöne Blicke in die Schladminger Tauern (Kasereck, Preber und Roteck) ergeben. Oberhalb der Almfläche erreichen wir die Wegkreuzung mit dem Weitwanderweg 09 mit Wegweiser in Richtung Schwarmbrunnhöhe, Esebeckhütte und Flattnitz und Frauenalpe. Kurz steigen wir über Almflächen wieder bergan und folgen der Forststraße bis knapp vor die Troghütte, um links abbiegend hinauf zu einem breiten Höhenrücken zu gelangen – inzwischen haben sich zu den Fichten und Lärchen auch Zirben gesellt, die auf die nahe Waldgrenze hinweisen.

Ankommen auf der Frauenalpe

Beim Murmelfelsen, einem markanten Felsofen, stoßen wir auf eine weitere Wegkreuzung; der Hinweis „Frauenalpe Gipfel 30 Minuten“, ist gar pessimistisch, die ca. 100 verbleibenden Höhenmeter sollten in wenigen Minuten zu schaffen sein. Auf dem Gipfel der Frauenalpe stehen neben einem großen Gipfelkreuz auch eine kleine Kapelle und einige Bankerln, die zur verdienten Rast und zum umfassenden Panoramagenuss einladen: Vor allem die Blicke zu den nahen Wölzer und Schladminger Tauern beeindrucken. An klaren Tagen reicht die Fernsicht über Kärnten zu den Kamniške und Julijske Alpe im Süden.

Murau
  • Die Stadt Murau bezeichnet den Endpunkt der Tour.
  • Foto: Dieter Fleck
  • hochgeladen von Aus der Region

Abstieg zum Ziel Murau

Für den Abstieg vom Frauenalpen-Gipfel gehen wir vorerst an der nahen Bernhard-Fest-Hütte, einer Selbstversorgerhütte des ÖAV, vorbei, folgen dem aussichtsreichen Fahrweg bergab zur Käsereihütte und von dort der ehemaligen Skipiste zur Murauer Hütte, wo wir uns mit einer guten Einkehr belohnen dürfen. Unmittelbar östlich der Murauer Hütte beginnt der Wanderweg, der durchwegs sehr gut ausgeschildert und markiert mehrmals die Straße querend hinab nach Murau führt. Nach ca. einer Stunde sehen wir vor uns die gotische St. Leonhard-Kirche, worauf in wenigen Minuten über die Straße das Zentrum der reizenden Stadt Murau erreicht ist. Vor der Murbrücke ist rechter Hand das Ende unserer Wanderung, der Bahnhof Murau, zu erkennen.

Alle Informationen

  • Gehzeit: ca. 6 bis 6,5 Stunden
  • Weglänge: ca. 16 Kilometer
  • Höhenmeter: Anstieg ca. 1150 Höhenmeter; Abstieg ca. 1200 Höhenmeter
  • Beste Jahreszeit: Mitte Mai bis Anfang November
  • Unterwegs mit Bus und Bahn: Hinfahrt nach St. Lorenzen ob Murau mit Murtalbahn R81 ab Unzmarkt oder mit RegioBus 892;
Rückfahrt von Murau mit R81

Routenplaner BusBahnBim auf www.verbundlinie.at oder als App für Smartphones (in den jeweiligen Stores)

Persönliche Beratung

ServiceCenter der VerbundLinie
Tel.: 050/67 8910
E-Mail: service@verbundlinie.at

Gipfel der Frauenalpe
Blick in Richtung Gstoder
Murau
0:46
0:46

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