Ultra-Radrennen abgebrochen
Strassers Traum vom Hattrick platzt nach 1.900 Kilometern
- Nach 1.900 Kilometern ist Schluss: Christoph Strasser muss das Transcontinental Race krankheitsbedingt abbrechen.
- Foto: Christoph Strasser/Privat
- hochgeladen von Sarah Konrad
Angepeilt hat er den Hattrick, nach rund 1.900 Kilometern war nun aber vorzeitig Schluss: Der steirische Ultraradprofi Christoph Strasser musste seine fünfte Teilnahme beim Transcontinental Race krankheitsbedingt abbrechen.
STEIERMARK/POLEN. 4.800 Kilometer und rund 50.000 Höhenmeter von Norwegen quer durch Europa bis nach Griechenland plante der gebürtige Kraubather Christoph Strasser beim härtesten Unsupported-Rennen der Welt, dem Transcontinental Race, zurückzulegen. Dass er es kann, hat er bereits in den vergangenen Jahren bewiesen: Bei vier Teilnahmen holte er zwei Siege, einen zweiten und einen fünften Platz. Bei seiner fünften Teilnahme peilte der steirische Radprofi den Titel-Hattrick an.
Daraus wird nun aber nichts. Nach rund 1.900 Kilometern musste der steirische Radprofi am Donnerstag wegen Fieber, Husten und Darmproblemen vorzeitig abbrechen. „Eine Weiterfahrt wäre sinnlos gewesen. So wichtig der Sport ist, die Gesundheit steht immer an oberster Stelle“, sagte seine Lebensgefährtin Sabine Prager.
Start in Nordeuropa vielversprechend
Dabei verlief der Start des Rennens für Strasser überaus gut. Nach dem Start in Trondheim am Sonntag konnte er die Fähren-Challenge in Norwegen und Schweden erfolgreich meistern und lag im Spitzenfeld. Nach der letzten Überfahrt nach Polen musste Strasser schließlich schwer erschöpft ein Hotel aufsuchen. Zuvor ging es noch in eine Apotheke, um ein Fieberthermometer zu kaufen. „Im Hotelzimmer war klar, dass ich überhöhte Temperatur habe“, berichtet Strasser. Trotzdem versuchte er es zunächst weiter. „In Polen über die flachen Straßen lief es eigentlich ganz gut, aber sobald ein Hügel kam, konnte ich meine 200 Watt nicht mehr fahren; ich war so kurzatmig.“
- Christoph Strasser im Vorjahr beim Transcontinental Race am Tourmalet.
- Foto: Privat
- hochgeladen von Astrid Moder
Krankheit zwingt Strasser zur Aufgabe
Bei so einem Rennen fühle man sich nie gut, erklärt der Radprofi. Er kenne viele Schwächephasen und wisse, wie sich verschiedene Phasen anfühlen. Dies sei nun aber eine richtige Krankheit. Für Strasser geht es deshalb nach rund 1.900 Kilometern nach Hause. Zuvor müsse er aber wieder fit werden.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.